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Lagarde: Rasche Zinswende wie in USA ist für EZB kein Thema

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Eine Projektion auf der Südfassade der Zentrale der Europäischen Zentralbank.
Die EZB plant vorerst keine Zinsanhebung. © Arne Dedert/dpa

Die US-Notenbank steuert auf die Zinswende zu. EZB-Präsidentin Christine Lagarde will sich davon aber nicht unter Druck setzen lassen.

Paris - Trotz der zurzeit hohen Inflation kommt eine rasche Zinswende* für die EZB laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde nicht infrage. Die Europäische Zentralbank müsse geldpolitisch nicht so aggressiv vorgehen, wie es die US-Notenbank Fed voraussichtlich tun werde, sagte Lagarde am Donnerstag dem französischen Hörfunksender France Inter.

„Der Zyklus der wirtschaftlichen Erholung in den USA ist dem in Europa voraus“, sagte die Französin. „Wir haben also allen Grund, nicht so schnell und rabiat vorzugehen, wie man es sich bei der Fed vorstellen kann.“ Sie gehe davon aus, dass sich die Preise 2022 stabilisierten und es schrittweise zu einem Rückgang komme.

USA: Zinswende wohl schon im März

An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Federal Reserve im März die Zinsen anheben wird und im laufenden Jahr bis zu drei weitere Schritte nach oben folgen könnten. Lagarde hat jedoch mehrfach betont, dass eine Zinserhöhung im Euroraum dieses Jahr sehr unwahrscheinlich sei.

Die Inflation* in der Euro-Zone war im Dezember überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. Angetrieben von teurer Energie kosteten Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 5,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Inflation liegt damit weit über dem Ziel der EZB. Die Notenbank peilt mittelfristig eine Rate von 2,0 Prozent an. (rtr) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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