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Van der Poel jubelt

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Mathieu van der Poel (r.) triumphiert bei der Flandern-Rundfahrt vor Dylan van Baarle (l.) und Valentin Madouas, im Hintergrund der frustrierte Toursieger Tadej Pogacar. © DPA

(dpa). Mathieu van der Poel ließ sich im Nieselregen von Oudenaarde wie ein Triumphator feiern, Tadej Pogacar fluchte erst heftig und rollte völlig frustriert zum Bus. Im packenden Finale der 106. Flandern-Rundfahrt hatte Radstar van der Poel im Sprint souverän die Nase vorn, während Pogacar den Poker übertrieb und bei seiner ersten Ronde als Vierter ohne Podium blieb.

Zweiter wurde der Niederländer Dylan van Baarle vor dem Franzosen Valentin Madouas. Deutsche Fahrer spielten keine Rolle.

»Ich habe sehr hart gearbeitet, habe 100 Prozent gegeben und bin einfach glücklich, dass das geklappt hat«, sagte van der Poel nach seinem zweiten Sieg bei der Ronde. Im Finale der 272,5 Kilometer langen Hatz über die flämischen Kopfsteinpflaster-Hügel sah alles nach einem Sprint zwischen van der Poel und Pogacar aus. Doch das Duo pokerte bereits mehrere Hundert Meter vor dem Ziel, sodass Madouas und van Baarle noch aufschlossen.

Der große Verlierer war dann Pogacar - ein seltenes Gefühl für den 23 Jahre alten Slowenen und zweimaligen Sieger der Tour de France. »Er war der Stärkste heute und ich hätte ihm bei einem Sieg applaudiert«, meinte van der Poel. Am Ende feierte der niederländische Cross-Spezialist selbst seinen zweiten Erfolg in Flandern, nachdem er im Vorjahr den Sprint noch gegen Kasper Asgreen verloren hatte.

Ohne den großen Favoriten Wout van Aert war die Ronde offen wie schon lange nicht mehr. Der belgische Meister fehlte aufgrund einer Coronavirusinfektion und so zählten van der Poel, Asgreen und Pogacar bei seiner ersten Teilnahme zum Favoritenkreis. Tour-Sieger Pogacar zuckte am Oude Kwaremont 55 Kilometer vor dem Ziel als Erster, die weiteren Sieganwärter ließen sich allerdings nicht distanzieren.

Am kurz darauffolgenden Paterberg flog das Rennen erneut auseinander, die deutschen Hoffnungen Nils Politt und John Degenkolb waren da schon nicht mehr vorn dabei. Am bis zu 22 Prozent steilen Koppenberg griff erneut Pogacar, diesmal folgte von den Favoriten nur noch van der Poel. Asgreen hatte massives Pech, als ihm mitten im Anstieg die Kette heruntersprang.

Pogacar und van der Poel fanden sich zunächst in einer fünfköpfigen Spitzengruppe wieder. Am Oude Kwaremont, dem vorletzten Anstieg, griff Pogacar erneut an und nur van der Poel folgte - bis zum Showdown im Ziel.

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