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Formel 1: Vettel in Spa ausgetrickst – Verstappen krönt irre Aufholjagd

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Von: Christoph Klaucke

Sebastian Vettel legte in Spa einen Turbo-Start hin.
Sebastian Vettel legte in Spa einen Turbo-Start hin. © Zak Mauger/Imago

Die Formel 1 war zu Gast in Belgien: Sebastian Vettel lässt sich bei Verstappen-Aufholjagd austricksen. Das Ardennen-Rennen im Ticker zum Nachlesen.

FINISH: Max Verstappen gewinnt den Großen Preis von Belgien. Der Weltmeister holt in Spa seinen neunten Sieg im 14. Formel-1-Rennen der Saison, dabei war er nur von P14 ins Rennen gestartet. Zudem sichert sich der Holländer obendrauf den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde.

Red-Bull-Teamkollge Sergio Perez und Ferrari-Pilot Carlos Sainz komplettieren das Podium. Sebastian Vettel wird starker Achter, musste sich aber den beiden Alpine geschlagen geben. Für Mick Schumacher reicht es nur zu Platz 17 hinter Haas-Kollege Kevin Magnussen.

Wahnsinn: Charles Leclerc bekommt wegen erhöhter Geschwindigkeit bei seinem Boxenstopp kurz vor Rennende eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Damit fällt der Ferrari-Pilot auf Rang sechs zurück, Fernando Alonso freut sich über den fünften Platz.

Formel 1 in Spa: Das Endergebnis

1 Verstappen2 Perez3 Sainz4 Russell
5 Alonso6 Leclerc7 Ocon8 Vettel
9 Gasly10 Albon11 Stroll12 Norris
13 Tsunoda14 Zhou15 Ricciardo16 Magnussen
17 Schumacher18 Latifi19 Bottas20 Hamilton

44/44: Leclerc kann Alonso in der letzten Runde wieder überholen und setzt sich auf den fünften Platz.

44/44: Leclerc holt sich nochmal neue Reifen um einen Angriff auf die schnellste Rennrunde zu starten. Der Ferrari-Pilot wird aber von Alonso überholt. Ob sich dieses Manöver auszahlt?

43/44: Mick Schumacher hatte kein einfaches Rennen und konnte sich nicht entscheidend nach vorne schieben. Sein Rückstand auf Teamkollege Kevin Magnussen wird von Runde zu Runde kleiner, beträgt aber noch über zwei Sekunden.

42/44: An der Spitze zieht Max Verstappen einsam seine Kreise und hat 17 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Perez.

38/44: Vettel kommt nicht hinter Ocon her und hat deutlich über zwei Sekunden Rückstand.

Vettel wird ausgetrickst: Aston-Martin-Pilot lässt sich nach Überholmanöver übertölpeln

36/44: Ist das bitter für Sebastian Vettel! Der Heppenheimer überholt Gasly, wird dann aber von diesem und Ocon gekontert und verliert auf einen Schlag zwei Plätze. Seine Gegner konnten im Gegensatz zu Vettel bergauf das DRS anschalten. Vettel kann sich Gasly aber wieder schnappen. Ärgerlicher Patzer! Hätte Vettel nicht überholt, hätte er seine Position wohl gehalten.

34/44: Vettel kommt als letzter Fahrer zum zweiten Mal in die Box und kommt vor Ocon auf Rang acht wieder auf die Strecke.

32/44: Vettel muss Leclerc passieren lassen. Das Ziel des Heppenheimers in seinem letzten Spa-Rennen ist aber ohnehin der sechste Platz. Wir sind gespannt, ob es bis zum Ende reicht.

31/44: Max Verstappen kommt zur Box und holt sich Medium-Reifen ab. Der Holländer bleibt beim Belgien-Rennen weiter unangefochten vorne. Verstappen fährt seinem neunten Sieg im 14. Saison-Rennen entgegen.

28/44: Mick Schumacher zeigt ein ordentliches Rennen und ist aktuell schneller als Teamkollege Magnussen unterwegs. Vielleicht schnappt sich der 23-Jährige den Dänen noch.

28/44: Perez kommt als Reaktion auf den Sainz-Stopp ebenfalls an die Box zum Reifenwechsel.

26/44: Sainz kommt zum zweiten Mal an die Box und lässt sich harte Reifen aufziehen, direkt danach kommt auch Ferrari-Kollege Leclerc, der Medium bekommt.

22/44: Die TV-Kommentatoren von Sky melden, dass sich im Cockpit von Mick Schumacher Flüssigkeit befindet. Bleibt zu hoffen, dass der Haas-Pilot nicht in seiner Leistung eingeschränkt ist.

21/44: Jetzt muss Sainz auch Perez ziehen lassen. Der Red-Bull-Pilot geht in der Kurve außen am Ferrari vorbei.

20/44: Ein Blick auf die deutschen Fahrer: Sebastian Vettel hält sich tapfer in den Punkterängen und ist guter Siebter. Mick Schumacher kommt am Ende des Feldes nicht wirklich voran und liegt auf P17.

Irre Verstappen-Aufholjagd: Red-Bull-Pilot rast von P14 an die Spitze

18/44: Verstappen überholt auf der Geraden spielend leicht Sainz und setzt sich nun endgültig an die Spitze.

17/44: Mick Schumacher gelingt ein tolles Überholmanöver gegen Latifi. Der Haas-Pilot schiebt sich immerhin auf den 17. Rang vor.

16/44: Auch Verstappen war in der Box und liegt nun hinter dem Führenden Sainz auf Rang zwei.

14/44: Vettel muss Sainz wieder vorbeiziehen lassen und ist starker Vierter.

12/44: Sainz geht an die Box und holt sich gelbe Reifen. Unterdessen überholt Verstappen Perez und geht in Führung.

11/44: Der WM-Spitzenreiter macht jetzt Jagd auf seinen Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez.

9/44: Verstappen schnappt sich auch Russell und ist jetzt Dritter.

7/44: Verstappen bläst weiter zur Aufholjagd und schluckt auch Vettel und Alonso. Der Weltmeister ist jetzt schon Vierter.

5/44: Kurz nach Re-Start überholt Russell Alonso, der zurückzieht.

4/44: Viele Fahrer nutzen die Safety-Car-Phase für einen Stopp an der Box. Sainz führt vor Perez, Russell, Alonso und Vettel. Verstappen ist schon Achter. Mick Schumacher lieft auf Rang 14. Bottas und Hamilton sind ausgeschieden.

2/44: Latifi sorgt für einen Unfall mit Bottas. Der Kanadier kommt aufs Kies und dreht sich, dabei nimmt er den Finnen mit. Das Safety Car kommt auf die Strecke.

2/44: Lewis Hamilton ist nach einer Kollision mit Alonso ausgeschieden. Der Brite steht bedient neben seinem rauchenden Mercedes.

Turbo-Start von Vettel: Ex-Weltmeister macht fünf Plätze gut

1/44: Max Verstappen ist schon Zehnter. Super Start auch für Sebastian Vettel, der von P10 auf Rang 5 vorfährt.

START: Sainz kann die Führung verteidigen. Katastrophen-Start für Perez, der Alonso und beide Mercedes vorbeilassen muss.

15 Uhr: Gasly fehlt in der Startaufstellung. Womöglich startet der Alpha Tauri aus der Box.

Update vom 28. August, 14.57 Uhr: Mick Schumacher richtete vor dem Renne emotionale Worte an seinen Vater Michael Schumacher, der in Spa große Erfolge feierte. „Mit der Zeit ist mir bewusst geworden, warum Spa zu Papas Wohnzimmer wurde, die ganzen Erfolge, die er dort gefeiert hat. Für mich ist er nicht nur der beste Sportler der Welt, sondern auch der beste Papa der Welt. Als Mensch unglaublich“, sagte Mick Schumacher im Interview mit Servus TV.

Formel 1 in Spa: Startaufstellung fürs Rennen

1 Sainz2 Perez3 Alonso4 Hamilton
5 Russell6 Albon7 Ricciardo8 Gasly
9 Stroll10 Vettel11 Latifi12 Magnussen
13 Bottas14 Verstappen (Gridstrafe)15 Leclerc (Gridstrafe)16 Ocon (Gridstrafe)
17 Norris (Gridstrafe)18 Zhou (Gridstrafe)19 Schumacher (Gridstrafe)20 Tsunoda (Gridstrafe)

Update vom 28. August, 14.53 Uhr: Bei den Rennen in der Formel 1 sind wie gewohnt auch viele Prominente zu Gast. Der beligiste Fußballstar Kevin de Bruyne unterstützt den Holländer Max Verstappen. „Es ist unglaublich, hier in der Garage zu stehen und alles mitzuerleben“, sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City.

Update vom 28. August, 14.50 Uhr: Sebastian Vettel startet in Spa vom zehnten Platz, das würde einen Punkt am Ende des Rennens bedeuten. „Wenn wir in die Punkte fahren können, wäre es ein guter Tag für uns“, meinte der Aston-Martin-Pilot kurz vor dem Rennstart und rannte Richtung Box.

Update vom 28. August, 14.40 Uhr: Mal sehen, was für Mick Schumacher heute drin ist. Der Haas-Pilot geht nach seiner Startplatzstrafe von Rang 19 ins Rennen. Im Jahr 2018 konnte Mick in Spa sein erstes Rennen in der Formel 3 gewinnen.

„Wir freuen uns aufs Rennen, es geht eigentlich nur nach vorne“, meinte Schumi junior vor dem Rennen. „Wir konnten recht viel Frontflügel draufballern. Die Reifen sind wohl schwierig zu managen.“ Der 23-Jährige dürfte wohl versuchen beim Start ein paar Plätze gutzumachen, will aber nicht zu viel riskieren. „Wir haben noch den einen oder anderen Kandidaten dabei, der was versuchen möchte. Aber ich bleibe dran. Ich glaube nicht, dass ein Harakiri-Move angesagt ist.“

Formel 1: Michael Schumacher begann in Spa seine Weltkarriere

Update vom 28. August, 14.35 Uhr: Mick Schumacher ist mittlerweile 23 Jahre alt, so wie sein Vater, als er in Spa-Francorchamps den ersten magischen Triumph seiner Weltkarriere feierte. Dabei sah Michael Schumacher am 30. August 1992 in der 30. Runde des Großen Preises von Belgien weiß Gott nicht wie ein Sieger aus. In der Stavelot-Kurve rutschte der Benetton-Pilot von der Strecke, verhinderte einen Einschlag knapp - und hatte auf einmal die entscheidende Eingebung.

Sein erfahrener Teamkollege Martin Brundle zog an ihm vorbei. „Und da habe ich gesehen, dass sich auf Martins Reifen schon Blasen gebildet haben“, sagte Schumacher wenig später, als freudestrahlender Gewinner: „Deswegen habe ich absolut den richtigen Moment erwischt, um auf Trockenreifen zu wechseln.“

Die Folge: Schumacher stach alle aus. Den dominierenden Briten Nigel Mansell, der zwei Wochen zuvor bereits den WM-Titel perfekt gemacht hatte. Dessen Teamkollegen Riccardo Patrese, der im weit überlegenen Williams-Renault stets ein Sieganwärter war. Und nicht zuletzt den dreimaligen Weltmeister und „Regengott“ Ayrton Senna.

Formel 1: Michael Schumacher ist Ehrenbürger von Spa

Die Liebesbeziehung Schumacher/Spa sollte in den folgenden 20 Jahren bis zu seinem Karriereende 2012 immer weiter aufblühen. 1995 stürmte er im Regen auf dem Weg zu seinem zweiten WM-Titel von Startplatz 16 zum Sieg. 2001, mittlerweile im Ferrari, verdrängte Schumacher hier mit seinem 52. Formel-1-Erfolg den Franzosen Alain Prost vom Spitzenplatz in der ewigen Siegerliste. 2004 sicherte sich Schumacher in Belgien mit Rang zwei seinen siebten und letzten WM-Titel, 2012 war der Kurs Schauplatz seines 300. Grand Prix.

Kein Wunder, dass der Rheinländer die nur eine Autostunde von seiner Heimat entfernte Rennstrecke als sein „Wohnzimmer“ bezeichnete - und dass er längst Ehrenbürger von Spa ist.

Update vom 28. August, 14.21 Uhr: Die Fahrer gehen kurz vor dem Rennen noch einmal auf die Strecke, um zu checken, ob mit den Autos alles in Ordnung ist. In gut 40 Minuten beginnt der Grand Prix in Spa.

Update vom 28. August, 14 Uhr: Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, Ferrari-Hoffnungsträger Charles Leclerc, Mick Schumacher und vier weitere Piloten rücken in der Startaufstellung für den Großen Preis von Belgien jeweils um eine Position auf. Das Septett profitiert von einer Strafe gegen den Japaner Yuki Tsunoda. Der AlphaTauri-Pilot muss aus der Boxengasse starten, weil sein Team mehrere Powerunit-Komponenten ohne Genehmigung des Weltverbandes FIA ausgetauscht hatte.

Red-Bull-Star Verstappen startet damit von Rang 14, Leclerc direkt dahinter. Haas-Pilot Schumacher geht das 14. Saisonrennen von Platz 19 an .Zahlreiche Piloten haben in Spa-Francorchamps bewusst Strafen für den Austausch von Motorteilen und Getriebe in Kauf genommen. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in den Ardennen gibt es viele gute Überholgelegenheiten. Verstappen hatte das Qualifying am Samstag klar für sich entschieden, viele Kontrahenten rechnen deswegen mit einer Aufholjagd des WM-Spitzenreiters.

Formel 1 in Spa im Live-Ticker: Startplatzstrafen für Verstappen, Leclerc und Schumacher

Spa – Der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps gilt seit jeher zu den unberechenbarsten Rennen in der Formel 1. Das liegt vor allem am häufigen Regen und den guten Überholmöglichkeiten auf der Strecke. Diesmal wurde aber schon vor Rennstart im Qualifying das Feld durcheinander gewirbelt. Weltmeister und WM-Spitzenreiter Max Verstappen, Verfolger Charles Leclerc, Mick Schumacher und weitere Fahrer müssen wegen Startplatzstrafen von weit hinten loslegen. Sebastian Vettel ist einer der Nutznießer.

Formel 1 in Spa im Live-Ticker: Verrücktes Rennen in Belgien erwartet

Max Verstappen deklassierte in Spa auf einer Runde wieder einmal die gesamte F1-Konkurrenz. Allein, es nutzte ihm nichts: Wegen Strafen für Motor- und Getriebewechsel darf er nur von Rang 15 starten. Die Konkurrenz zittert trotzdem. Mehr als eine halbe Sekunde war der Red-Bull-Star schneller als Ferrari-Pilot Carlos Sainz, der den ersten Startplatz für das Rennen am Sonntag in Spa sowie eine Pole Position für seine persönliche Statistik erbte.

Ein bisschen mulmig ist Sainz, der zum zweiten Mal in seiner Formel-1-Karriere von ganz vorne starten darf, trotz des Puffers von 14 Positionen auf Verstappen trotzdem. „Bei dem großen Abstand zu Max und Red Bull stelle ich mir schon die Frage, was morgen passieren wird“, sagte er: „Aber ein Start von der Pole ist ein guter Anfang. Wir werden natürlich versuchen, von dort aus zu gewinnen.“

Startplatzstrafen für Rennen: Verstappen, Leclerc und Mick Schumacher werden zurückversetzt

Sainz verwies Verstappens Teamkollegen Sergio Perez in der Startaufstellung auf Rang zwei, dahinter finden sich die beiden früheren Weltmeister Fernando Alonso im Alpine und Mercedes-Star Lewis Hamilton wieder. „Platz vier bringt uns nicht richtig viel“, unkte Hamilton: „Red Bull und auch Ferrari fahren in einer anderen Liga.“

Neben Verstappen nur in der drittletzten Reihe steht Ferrari-Pilot Charles Leclerc, der WM-Zweite mit 80 Punkten Rückstand auf den Titelverteidiger wurde ebenfalls für den Austausch zahlreicher Teile sanktioniert. Wie auch fünf weitere Fahrer, zu denen Mick Schumacher gehörte. Verstappen bewies im letzten Rennen vor der Sommerpause in Ungarn, dass er auch von weit hinten gewinnen kann. In Budapest gelang ihm dieses Kunststück von Rang zehn - auf einer Strecke, die weit weniger Zonen zum Überholen als in Spa bietet.

Sebastian Vettel profitiert von Strafenflut: Ex-Weltmeister darf weiter vorne starten

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel geht im Aston Martin von Rang zehn ins 14. Saisonrennen, obwohl er im Qualifying nur Platz 16 belegte. „Das ganze Wochenende war ein Auf und Ab“, sagte Vettel bei Sky: „Unterm Strich glaube ich, dass morgen ein bisschen was drin ist.“

Haas-Pilot Mick Schumacher startet vom 20. und letzten Platz. Auch bei seinem Boliden wurden viele Teile ausgetauscht, auf dem Qualifying lag deswegen „gar nicht unser primärer Fokus“ sagte der 23-Jährige, der sich für das Rennen in Spa (alle Infos zur Live-Übertragung im TV und Stream) durchaus noch etwas ausrechnet: „Speziell dieses Jahr mit den neuen Autos scheint Überholen gut möglich zu sein. Hoffentlich können wir angreifen.“ Mick Schumacher kämpft um einen neuen Vertrag in der Formel 1 und ist wohl tatsächlich Kandidat bei einem anderen Rennstall. (ck/sid)

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