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Schalke stürmt an die Spitze

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Der Schalker Torschütze Simon Terodde wird von seinen Teamkollegen gefeiert. © IMAGO

(dpa). Dem Hamburger SV droht ein weiterer vergeblicher Versuch, in die Fußball-Bundesliga zurückzukehren. Nach dem 0:1 (0:1) im Nordderby bei Holstein Kiel beträgt der Abstand zum Relegationsplatz drei bereits sieben Punkte. Damit steht dem Traditionsclub wohl eine fünfte Spielzeit im deutschen Unterhaus bevor. Das Gegentor des Kielers Kwasi Okyere Wriedt (13.

) besiegelte die sechste Saisonniederlage. Das Spiel war in der zweiten Minute unterbrochen worden. Hamburger Fans hatten Böller und Bengalos gezündet, Rauschschwaden zogen durch das ausverkaufte Holstein-Stadion. Schiedsrichter Daniel Schlager schickte beide Teams in die Kabinen. Nach zehnminütiger Pause wurde das Spiel fortgesetzt.

Ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf gelang dem SV Sandhausen. Dank der Treffer von Dario Dumic (7.) und Erik Zenga (48.) zum 2:1 (1:0) über Dynamo Dresden festigte das Team von Trainer Alois Schwartz den 15. Tabellenplatz und setzte sich mit nun sechs Punkten Abstand vom Drittletzten aus Sachsen ab. Keinen Sieger gab es beim 2:2 (1:1) im dritten Sonntagsspiel zwischen dem SC Paderborn und dem Karlsruher SC.

Neuer Tabellenführer ist der FC Schalke 04, der nach dem 3:0 (1:0) am Samstag über den 1. FC Heidenheim erstmals in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz rangiert. Die berauschende Atmosphäre im Stadion nach Kopfballtreffern von Dominick Drexler (35.) und Simon Terodde (90.+5) sowie dem Zaubertor von Ko Itakura (52.) versetzte auch Fußball-Lehrer Mike Büskens in einen emotionalen Ausnahmezustand: »Ich kenne Schalke seit 30 Jahren. Diese Emotionen machen den Club aus, diese positive Energie, dieses letzte Quäntchen, das du brauchst an Unterstützung.«

Das 1:1 (1:0) im Spitzenspiel zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen ebnete dem Revierclub den Weg von Rang vier an die Spitze. Vor 29 546 Fans im ausverkauften Millerntorstadion schoss Daniel-Kofi Kyereh (43. Minute) die Kiezkicker in Führung, die Niclas Füllkrug (58.) nach der Pause egalisierte.

Mit leeren Händen machten sich die frustrierten Profis des SV Darmstadt 98 nach dem 1:3 (0:1) im Verfolgerduell beim 1. FC Nürnberg auf den Heimweg. »Die Niederlage ist extrem bitter. Wir haben über 90 Minuten ein ganz ordentliches Spiel gezeigt, konnten uns aber nicht belohnen«, sagte Kapitän Fabian Holland.

Während die »Club«-Spieler mit ihren Fans am Samstagabend noch lange den Erfolg in einem packenden Spiel feierten, hakte Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht den Rückschlag im Aufstiegskampf schnell ab. »Natürlich sind wir frustriert über das Ergebnis, auf der anderen Seite kann man aufgrund des Geleisteten meiner Mannschaft positiv nach vorne blicken«, sagte der 48-Jährige. Vor rund 30 000 Zuschauern kam Darmstadt in der 43. Minute durch ein Kopfballtor von Nikola Dovedan zur Führung, die Luca Pfeiffer (58.) egalisierte. Doch in der Schlussphase entglitt den Hessen noch der Teilerfolg. Nürnbergs Joker Lukas Schleimer (82.) traf per Kopf, ehe ein Eigentor von Andre Leipold (90.+6) die endgültige Entscheidung brachte.

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