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Lena Dürr mit »Traum-Ende«

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(sid). Nein, Lena Dürr war nicht enttäuscht. Zum dritten Mal war sie als Führende um den Sieg gefahren, zum dritten Mal war mindestens eine andere schneller, doch die beste deutsche Ski-Rennläuferin eines insgesamt ernüchternden Winters mochte sich deswegen ihre prima Laune nicht verderben lassen. »Der zweite Platz«, sagte sie beim Weltcup-Finale in Courchevel/Meribel, »ist ein Traum-Ende meiner Saison.

« Einmal Zweite, dreimal Dritte, hinter Olympiasiegerin Petra Vlhova und Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin Dritte im Slalom-Weltcup - für Alpinchef Wolfgang Maier ist Dürr die »absolute Gewinnerin« dieses Winters. »Sie hatte eine Hammersaison. Viele hätten ihr das nicht mehr zugetraut, und ich gebe gerne zu: Ich hatte auch Zweifel. Sie hat sich auch als Mensch extrem cool entwickelt und ist zur extremen Leaderin geworden«, sagte er.

Der einzige deutsche Erfolg in diesem Winter gelang Linus Straßer, der zudem zweimal Dritter wurde - und wie Dürr Teil des Silber-Teams bei Olympia war. Das Finale aber geriet ihm völlig daneben: Nur Rang 20 im letzten Slalom, dahin die kleine Chance auf den Gesamtsieg, den sich der Norweger Henrik Kristoffersen sicherte. Straßer wurde Gesamtfünfter und bewertete seinen Winter deshalb als »megageil«.

Davon abgesehen war es eine Saison zum Vergessen, auch wenn sie mit einem Sieg, zwei zweiten und sieben dritten Plätzen besser war als die vorherige (1/2/2). Vor einem Jahr aber deckte die sensationelle WM-Bilanz mit drei Mal Silber und ein Mal Bronze die Probleme zu. Hinter Dürr, Kira Weidle und der jungen Emma Aicher sehe es bei den Frauen »brutal finster« aus, sagte Maier. Dazu sieht er beim Abfahrtsteam um die Vize-Weltmeister Andreas Sander und Romed Baumann einen »deutlichen Qualitätsverlust

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