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Feuerwerk im Halbfinale

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Manchester Citys John Stones kommt gegen Liverpools zweifachen Torschützen Sadio Mane (r.) zu spät. © AFP

(sid). Jürgen Klopps Analyse nach dem fulminanten Triumph im Gigantenduell entwickelte sich zum Feuerwerk der Superlative. »Alles richtig gemacht«, »eine der besten Halbzeiten«, »jede Sekunde zum Genießen«, schwärmte der deutsche Teammanager des FC Liverpool nach dem 3:2 (3:0) im Halbfinale des FA Cups gegen Pep Guardiolas Manchester City. Doch urplötzlich verfinsterte sich seine Miene schlagartig, ein Thema für die Geschichtsbücher nervt Klopp gewaltig.

»Das Gerede vom Quadrupel kann ich nicht glauben«, sagte der 54-Jährige und schüttelte den Kopf: »Der Einzug in dieses Finale macht das Quadruple noch schwieriger.« Den Ligapokal bereits in der Vitrine, in der Premier League einen Punkt hinter den Citizens, im Halbfinale der Königsklasse gegen Villarreal favorisiert - und nun am 14. Mai die Titelchance im FA Cup gegen den FC Chelsea im legendären Wembley-Stadion. Die Mannschaft von Teammanager Thomas Tuchel setzte sich am Sonntag mit 2:0 (0:0) gegen Crystal Palace durch.

Rein theoretisch könnten die Reds als erstes englisches Team alle vier Trophäen abräumen, doch dafür müssten sie wohl alle verbleibenden elf Spiele in 39 Tagen erfolgreich gestalten. »Es ist unglaublich intensiv und sehr unwahrscheinlich, dass wir alles gewinnen«, betonte Klopp und schaltete dann doch noch in den Kampfmodus: »Aber das ist mir egal, lass es uns versuchen, lass uns unser Glück versuchen, und dann werden wir sehen, wie wir uns erholen.«

Bislang klappt das mit der Erholung außerordentlich gut, das müde wirkende City überrollte Liverpool zunächst. »Die erste Halbzeit war eine der besten, die wir je gespielt haben«, schwärmte Klopp: »Wir haben alles richtig gemacht, wir haben in den richtigen Momenten getroffen - wir waren herausragend. Ich habe jede Sekunde genossen.« Der ehemalige Leipziger Ibrahima Konate (9.) sowie Doppeltorschütze Sadio Mane (18./45.) sorgten bereits für eine Vorentscheidung.

»In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, zu schüchtern, um zu gehen und die Angriffe zu unterstützen«, analysierte Guardiola: »Aber in der zweiten Halbzeit hatten wir eine bessere Dynamik und erspielten uns die besseren Chancen.« Doch das Aufbäumen kam zu spät, mehr als die Anschlusstreffer von Jack Grealish (47.) und Bernardo Silva (90.+1) sprang nicht mehr für Manchester City im Halbfinale heraus.

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