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Bruchpilot Marquez wieder am Boden

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(sid). Eingangs der Kurve stellte sich die Honda quer, Marc Marquez verlor sofort die Kontrolle, wurde von der Maschine geschleudert und landete nach einem Überschlag in der Luft hart auf dem Asphalt. Eine Gehirnerschütterung wurde nach dem nächsten schweren Abflug festgestellt, der MotoGP-Superstar erhielt beim Großen Preis von Indonesien Startverbot, die schwarze Serie will kein Ende nehmen.

Wieder hat es Marquez heftig erwischt, wieder ist der Spanier am Boden. Der frühere Dominator der Motorrad-WM schafft es nicht mehr, das Risiko zu dosieren. Am Freitag war er schon im Training gestürzt, am Samstag im Qualifying gleich zweimal, am Renntag unterlief ihm im Warm-up ein so genannter »Highsider«. Marquez konnte die Unfallstelle eigenständig verlassen, dann ging es aber in die Klinik. »Es war ein wirklich heftiger Sturz, vielleicht einer der schlimmsten, die ich je hatte«, sagte Marquez.

Wegen eines Oberarmbruchs und anschließender Komplikationen hatte Marc Marquez vor seinem Comeback im Frühjahr 2021 eine neunmonatige Pause einlegen müssen. Ende der abgelaufenen Saison fehlte der 29-Jährige nach einem Trainingssturz mit einer Crossmaschine. Marquez litt unter Doppelsichtigkeit (Diplopie), zum zweiten Mal, und musste am Sehnerv operiert werden. Im Herbst hatte Marquez wegen seiner Augenprobleme bereits über ein Karriereende nachgedacht.

Vielleicht kamen die Gedanken erneut, als seine Konkurrenten am Mandalika Circuit auf der Insel Lombok während eines heftigen Wolkenbruchs auf den Start warteten - mit 75 Minuten Verspätung konnte der zweite Saisonlauf beginnen. Miguel Oliveira (Portugal/KTM) gewann vor Weltmeister Fabio Quartararo aus Frankreich (Yamaha) und dessen Landsmann Johann Zarco (Ducati). Ernüchternd lief der Tag für den einzigen Deutschen in der WM. Marcel Schrötter belegte den 16. Platz in der Moto2. »Ich bin natürlich sehr enttäuscht, denn solche Ergebnisse sind nicht akzeptabel«, sagte Schrötter. Somkiat Chantra (23/Thailand) feierte einen Start-Ziel-Sieg.

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