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Zurück in der Erfolgsspur

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Region (cd). Zwei Startelf-Debütanten haben Kickers Offenbach in höchster Not dabei geholfen, in die Erfolgsspur zurückzufinden. Mateo Andacic brachte den OFC in der Partie bei Astoria Walldorf auf die Siegerstraße. Und Angelo Tramontana musste nur einmal hinter sich greifen. Am Ende stand ein 2:1 (0:0)-Erfolg für das zuvor in der Fußball-Regionalliga Südwest viermal in Folge sieglose Team von Trainer Sreto Ristic.

Es war zudem der erst zweite Dreier in Walldorf im achten Duell im Dietmar-Hopp-Stadion. In der Tabelle bleibt der OFC Fünfter, liegt nun jedoch bei einer Partie Rückstand nur noch vier Zähler hinter Spitzenreiter FSV Mainz 05 II, der am Samstag (14 Uhr) nach Offenbach kommt.

Über die Tabellenkonstellation wollte Ristic allerdings auch mit Blick auf die sich weiter zugespitzte Personalsituation gar nicht reden. »Es war Druck auf dem Kessel. Für uns ging es nur darum, zu gewinnen«, sagte der OFC-Coach und sprach dem Team »ein Riesenkompliment« aus. Linksverteidiger Ronny Marcos ergänzte: »Das war purer Wille. Wir sind ein toller Haufen.«

Der OFC trat in Walldorf quasi mit dem letzten Aufgebot an. Nachdem sich Kapitän und Stammtorhüter Stephan Flauder letzte Woche gegen Kassel das Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, hätte eigentlich David Richter sein Startelf-Debüt geben sollen. Der 22-Jährige fiel jedoch corona-bedingt aus, befindet sich in Quarantäne. So kam Eigengewächs Angelo Tramontana, der eigentlich als klare Nummer drei in die Saison gestartet hatte, zu seinem Profi-Debüt.

Weil Osarenren Okungbowa aufgrund muskulärer Probleme ebenfalls fehlte und sich die Anzahl der Ausfälle damit auf neun erhöht hatte, gab Andacic sein Startelf-Debüt.

Zum gestrigen Spiel: Tramontana griff sich gleich den ersten Ball aus der Luft und holte sich damit Selbstvertrauen. Er hatte in der zweiten Hälfte aber bei einer Szene Glück, als er eine Flanke falsch einschätzte, Walldorf daraus jedoch kein Kapital schlagen konnte. Andacic agierte hinten sicher und trat vorne als Torschütze in Erscheinung, als er nach einer Ecke den Ball mit dem Rücken ins Tor drückte - 1:0 (52.). »Mateo hat seine Sache gut gemacht, sich mit dem Tor belohnt und sich total abgemüht«, sagte Ristic über den 24-Jährigen, der von Krämpfen geplagt ausgewechselt wurde.

Kurz nach dem 1:0 erhöhte der OFC. Nach einer undurchsichtigen Situation gab es Handelfmeter, aber kurioserweise keine Karte. Tunay Deniz war es egal. Der Mittelfeldmann, der trotz Bänderrisses im Fuß auflief, verwandelte gewohnt sicher - 2:0 (56.). Walldorf gelang nur noch der Anschluss durch den eingewechselten Antlitz, der frei vor Tramontana auftauchte und den Ball über den aus dem Tor eilenden Schlussmann lupfte (72.).

»Die erste Hälfte war zerfahren«, sagte Ristic. Es gab kaum Torraumszenen. Zwar hatten der OFC mehr Spielanteile, die beste Chance hatte jedoch Walldorf. Und was für eine. Nach einer scharfen Hereingabe hätte Carl nur einschieben müssen, ballerte jedoch rechts vorbei.

Nach der Pause sei seine Mannschaft dann »zielstrebiger und williger« gewesen, befand der Kickers-Coach. Nach dem 1:2 sei es noch mal »brenzlig« geworden. Letztlich gelang jedoch der von Ristic geforderte »dreckige Sieg«.

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