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Zeichen im Abstiegskampf

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Gederns Doppeltorschütze Tom Emrich (links) im Laufduell um den Ball mit Offenbachs Christopher Lang. © Achim Senzel

Gedern/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost hat der FC Alemannia Gedern im Abstiegskampf am 31. Spieltag ein absolutes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn VfB Offenbach landete der Büdinger Kreisvertreter einen überzeugenden 6:1 (2:0)-Heimsieg. Nach vier Punkten aus den beiden letzten Spielen ging der SC Viktoria Nidda hingegen am gestrigen Mai-Feiertag leer aus.

Beim FC Germania Dörnigheim setzte es für die Gänsweid-Elf eine 0:6 (0:3)-Auswärtsniederlage.

FC Alemannia Gedern - VfB Offenbach 6:1 (2:0). Am Tag der Arbeit hatte der FCA in einem absolut richtungsweisenden Spiel den unmittelbaren Tabellennachbarn zu Gast. Die Schwarz-Gelben wollten den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen und mit einem Dreier die Hoffnung im Abstiegskampf am Leben erhalten. Nach Auswärtssiegen in Oberau und Nidda wollten die ansonsten auswärtsschwachen Gäste aus Offenbach indes auch beim dritten Büdinger Kreisvertreter drei Punkte mit nach Hause nehmen.

Der Bedeutung dieser Partie bewusst, begann der FCA engagiert und nutzte gleich die erste Möglichkeit zur Führung: Nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite verlängerte Anton Krutenko die Flanke von Leon Grüning auf Justin Lohrey, der überlegt zum 1:0 abschloss (3.). Drei Minuten später die erste Möglichkeit für die Gäste. Als die FCA-Abwehr ein wenig unsortiert wirkte, war es Imran Gulzar, der den Ball an das Außennetz setzte (6.). Marcel Wehner hatte eine weitere gute Möglichkeit, das Ergebnis zu egalisieren. Er setzte das Leder aber aus 18 Metern knapp am FCA-Gehäuse vorbei (11.). In einer durchweg ausgeglichen verlaufenden ersten Halbzeit ließ der Büdinger Kreisvertreter ansonsten wenig zu und präsentierte sich in der Offensive sehr effektiv. Nach knapp einer halben Stunde köpfte Tom Emrich eine Flanke von Till Barschtipan zum 2:0 in die VfB-Maschen (28.). In der Folgezeit änderte sich am Spielverlauf wenig. Der FCA mit dem Zwei-Tore-Vorsprung um Spielkontrolle bemüht, stand in der Defensive recht sicher und hatte vor dem Halbzeitpfiff noch eine gute Möglichkeit die Führung auszubauen. Nach einem Sololauf von Justin Lohrey verfehlte Tom Emrich dessen Zuspiel nur knapp (36.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte der FCA in punkto Effektivität dann noch einen drauf. Gianluca Kraus scheiterte zunächst noch an VfB-Keeper Di Bella (46.), doch nur drei Minuten später schloss Anton Krutenko, nach schönem Spielzug über die linke Seite, das Zuspiel von Justin Lohrey zum 3:0 ab (49.). In der Folge kam der Gast aus Offenbach etwas stärker auf, verbuchte jetzt mehr Spielanteile, ohne allerdings Torgefahr auszustrahlen. Als Maximilian Heck einen an Tom Emrich verursachten Foulelfmeter zum 4:0 verwandelte, war das Spiel entschieden (66.). Der Torhunger des FCA war damit allerdings noch nicht gestillt, denn Tom Emrich baute die Führung auf 5:0 aus (69.). Nach einem langen Ball aus der Abwehr lief Gianluca Kraus alleine auf das VfB-Gehäuse zu und schloss überlegt zum 6:0 ab (77.). Lohrey scheiterte in der Schlussphase nochmals in aussichtsreicher Position an VfB-Keeper Di Bella (86.). Für den Schlusspunkt in dieser Partie sorgte Imran Gulzar, dem in der Schlussminute der Treffer zum 6:1-Endstand gelang (90.). Ein am Ende auch in dieser Höhe verdienter Sieg des FCA.

FCA Gedern: Schaller - Barschtipan (76./Gölz), Grüning (57./Laubach), Heck, Volz, Krutenko, Öchler, J. Lohrey, Kraus, Emrich (86./Weisenbach), Vonalt. VfB Offenbach: Di Bella - S. Röhl, D. Röhl, Lang, Martorelli, Wehner, Gulzar, Botic (74./Oegretmen), Mazlum, Gumus (57./Mihai), Ünal. Tore: 1:0 (3.) J. Lohrey, 2:0 (28.) Emrich, 3:0 (49.) Krutenko, 4:0 (66./FE) Heck, 5:0 (69.) Emrich, 6:0 (77.) Kraus, 6:1 (90.) Gulzar. Schiedsrichter: Georgios Gouziotis. Zuschauer: 120.

FC Germania Dörnigheim - SC Viktoria Nidda 6:0 (3:0). Nach zwei ungeschlagenen Spielen in Folge fuhr das Tabellenschlusslicht aus Nidda guten Mutes nach Dörnigheim. Auch deshalb, weil die gastgebende Germania zuletzt sechs Mal in Folge nicht gewonnen hatte. Die sehr lange anhaltende Negativserie des Gastgebers ist dann aber am gestrigen Mai-Feiertag zu Ende gegangen. Dank des eingeplanten Pflichtsiegs über den Tabellenletzten kann der FC Germania Dörnigheim mit nunmehr 44 Punkten auf dem Konto recht entspannt den kommenden Gruppenliga-Aufgaben entgegenblicken. Die überlegenen Maintaler machten gegen einen über weite Strecken harmlosen Gegner aus Nidda das halbe Dutzend voll und rückten auf Platz acht vor. »Wir haben von Anfang an Druck gemacht und auch die besseren Torchancen herausgespielt«, lobte Dörnigheims Pressewart Joseph Büffel das gefällige Kombinationsspiel der eigenen Mannschaft. Emanuel Becker brachte die Germania nach 19 gespielten Minuten in Führung, Mimoun Attanin erhöhte mit einem verwandelten Foulelfmeter. Nidda wehrte sich tapfer. »Deshalb war das 3:0 vor der Pause auch wichtig«, meinte Büffel. Torschütze war wieder Becker. Kurz vor der Halbzeit schied auf Gästeseite Keeper Andre Schmid verletzungsbedingt aus und wurde fortan durch Sergej Svistun ersetzt. In Hälfte zwei ließ die Gegenwehr der Viktoria mit zunehmender Spieldauer nach und die Kostiris-Elf schoss sich ein wenig den in den vergangenen Wochen aufgestauten Frust von der Serie. Nach langer Verletzungspause kam Ugur Erdogan wieder zum Einsatz und verwandelte nach seiner Einwechslung einen Strafstoß zum 6:0-Endstand. Für die Treffer vier und fünf waren Vincent Borack und Mert Özkan zuständig.

FC Germania Dörnigheim: Marggraf - Friedel (73./ Roth), Boos, Schäfer, Hofmann, Lichtenfels, Attanin (65./ Erdogan), Borack, Becker, Turan (73./ Cardaci), Özkan. SC Viktoria Nidda: Schmid (44./Svistun) - Pilch, G. Dashyan (52./Storz), Scheffler, Geyer, Razin (77./Flick), Kurdjan, Rauch, A. Dashyan, Jungmann, Jusufi. Tore: 1:0 Becker (19.), 2:0 Attanin (21./FE), 3:0 Becker (40.), 4:0 Borack (72.), 5:0 Özkan (78), 6:0 Erdogan (85./FE). Schiedsrichter: Sorg (Reichelsheim). Zuschauer: 60.

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Gederns Anton Krutenko läuft Marcel Wehner davon. © Achim Senzel

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