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Willkom entscheidet Partie in Überzahl

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Wallernhausen (red/tfr). Eishockeys-Landesligist EC Walernhausen ist nach zwei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die auf dem zweiten Tabellenplatz stehenden Pirates bezwangen den Rangdritten Eintracht Frankfurt 1b mit 8:5.

EC Wallernhausen - Eintracht Frankfurt 1b 8:5 (2:1, 3:4, 3:0). Wichtig für den ECW: Mit Sebastian Becker und Spielertrainer Volker Harmert kehrten zwei Stabilisatoren für die Defensive zurück in den Kader. Das Spiel begann munter und der ECW machte Druck auf das Tor der Gäste. Es dauerte bis zur vierten Spielminute, ehe der quirlige Mario Willkom Frank Guldner vorm Tor freispielte und dieser zur Führung einnetzte. Neun Minuten später glänzte die Paradereihe um Willkom, Guldner und Simon Platzer erneut: Diesmal vollendete Platzer eine schöne Kombination zum 2:0. Als die Hausherren wohl noch im Torjubel waren, konnte Patrick Fritsch überraschend für die Eintracht auf 2:1 verkürzen. Wallernhausen agierte nun verunsichert, wirkte im Aufbau unkonzentriert und im Abschluss unentschlossen. Marcel Kempf im Tor verhinderte ein ums andere Mal den Ausgleich, sodass die Pirates einen 2:1-Vorsprung in die Pause retteten.

Im zweiten Drittel marschierte Wallernhausen wieder direkt in den Angriff. So verwertete Frank Guldner nach 90 Sekunden einen Abpraller von Harmert zum 3:1. Wallernhausen verpasste, in dieser Zeit weitere Treffer nachzulegen.

Unterbrechung nach Plexiglas-Schaden

Unglücklich dabei war insbesondere ein Defekt am Plexiglas, welcher in einer 15-minütigen Pause mündete. Die Eintracht aus Frankfurt konnte nach 29 Minuten erneut durch Fritsch eine Unachtsamkeit in der Abwehr nutzen, doch Frank Guldner stellte mit einem satten Schuss in den Winkel den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Die Gäste aus der Mainmetropole blieben dennoch durch ihre Konter gefährlich. Daher war es umso wichtiger, als Jan Hofmann sich die Scheibe erkämpfte und Willkom freispielte. Dieser bewies ein ausgezeichnetes Auge und legte quer zu Simon Platzer, der zum 5:2 abschloss. Anstatt sich nun mit der Sicherheit im Rücken den letzten Minuten im zweiten Drittel zu widmen, wurde es nicklig. Drei Strafzeiten binnen zwei Minuten auf Seiten der Hausherren und eine desaströse Abwehrleistung ermöglichten den Gästen innerhalb einer Minute zwei Tore durch Weber und den Ausgleich durch Dumor. Mit 5:5 ging es in die letzte Drittelpause - und diese wurde mit einer Rudelbildung eingeläutet.

Die Pausenansprache in der Kabine war deutlich, denn die ECW-Abwehrarbeit sollte intensiviert werden. Dies schien zu fruchten, denn beide Reihen erspielten sich weitere Chancen und ließen im eigenen Drittel nur wenig zu. Tore sollten jedoch vorerst nicht fallen, da Wallernhausen am starken Lukas Adrian Wehrheim oder am eigenen Unvermögen scheiterte.

Es dauerte bis zur 56. Spielminute, hier sollte Mario Willkom mit seinen beiden Toren in Überzahl den Unterschied machen. Zweimal nutzte er gekonnt die Zuspiele von Platzer und Harmert, um das Ergebnis auf 7:5 zu schrauben. Als Lukas Momberger erneut auf der Strafbank saß, erhöhten die Gäste den Druck und nahmen den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Die Gastgeber um Sebastian Becker hielten das Tor sauber. Einen Befreiungsschlag von Harmert nutze Frank Guldner mit seinem vierten Treffer an diesem Abend ins leere Tor zum umjubelten 8:5. Was danach passierte, war Frust oder eben eine Duftmarken für das bevorstehende Final-Four-Turnier, denn es folgten noch einige Handgemenge.

»Wir waren kurz davor, innerhalb von ein bis zwei Minuten uns die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Da müssen wir mental stärker werden«, so Trainer Harmert.

Am Sonntag um 17.30 Uhr geht es mit einem Heimspiel gegen Diez-Limburg weiter.

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