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Vorbereitung auf Abstiegsrunde

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Gedern/Nidda (flo). Der Blick geht nach vorne. Den vorzeitigen Klassenerhalt haben die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda abgehakt. Platz sechs ist nach den Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten 1. FC Köln und TuS Königsdorf in weite Ferne geraten. Für die Wetterauerinnen beginnt daher nun die Vorbereitung auf die Abstiegsrunde.

3. Liga: HSG Gedern/Nidda - SG Mainz-Bretzenheim (heute, 18 Uhr). Das Heimspiel heute Abend (Sporthalle Konradsdorf) gegen den Spitzenreiter SG Mainz-Bretzenheim will die Mannschaft von Trainer Christian Breiler nutzen, um frei von Druck wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.

Üblicherweise gehört die Videoanalyse des kommenden Gegners zum Standrepertoire der Spielvorbereitung bei der HSG Gedern/Nidda. Dieses Mal aber verzichtete der Übungsleiter darauf. »Nach unseren letzten Spielen brauchen wir uns nicht groß mit dem Tabellenführer befassen, sondern müssen auf uns selbst gucken«, sagt Breiler. Eine Videoanalyse gab’s für seine Spielerinnen trotzdem: Jene der 25:27-Auswärtspleite beim TuS Königsdorf am vergangenen Sonntag. »Wir hatten so viele technische Fehler und Fehlwürfe. Das müssen wir verbessern und befreiter auftreten«, betont der HSG-Trainer.

Andernfalls - das liegt auf der Hand - droht gegen Mainz-Bretzenheim eine herbe Abfuhr. Eine einzige Niederlage bei demgegenüber 18 Siegen haben sich die Rheinhessinnen bisher erlaubt, nämlich kürzlich gegen Bayer Leverkusen II (22:23). Dies auch, weil die Bretzenheimerinnen nach vielen Corona-Fällen erst allmählich wieder in Tritt kommen. Dass am Mittwoch Fortuna Düsseldorf trotzdem lockerleicht mit 30:22 besiegt wurde, spricht für die Überlegenheit des Teams der früheren ungarischen Nationalspielerin Ildikó Barna. Nachlässigkeiten sind nicht zu erwarten, schließlich will sich Mainz für die anstehende Aufstiegsrunde wappnen.

Doch die derzeitige Belastung setzt auch dem Spitzenreiter zu. An diesem Wochenende stehen gleich zwei Partien an - samstags in Konradsdorf, sonntags daheim gegen Wülfrath. »Für mich«, so Barna in der Allgemeine Zeitung, »ist das ein absolutes No-Go und nicht richtig, dass wir an zwei Tagen hintereinander spielen. Was erwarten sie von uns in der 3. Liga, wo die Spielerinnen arbeiten gehen oder studieren?« Kritik in Richtung des Deutschen Handballbundes (DHB) formuliert auch HSG-Trainer Breiler: »Beim DHB hat sich offenbar keiner Gedanken darüber gemacht, dass Corona den Spielplan durcheinanderwirbeln könnte. Da finden jetzt Spiele nach dem Ende der Saison statt und Mannschaften können schauen, welches Ergebnis für sie besser wäre mit Blick darauf, in welche Gruppe der Abstiegsrunde sie kommen.«

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