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Viele Baustellen

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Leonie Hutin setzt für die HSG Gedern/Nidda nicht nur in der Defensive Akzente, sondern ist auch im Angriff für den Drittligisten erfolgreich. © Achim Senzel

Drei Mal verloren, aber wichtige Spielpraxis gesammelt: Das Vorbereitungsturnier in Hattersheim beendeten die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda als Letzter und ohne Erfolgserlebnis.

Nidda/Hattersheim (flo). Gegen die beiden Drittliga-Spitzenteams TSG Eddersheim (13:22) und TSV Haunstetten (17:27) fing sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler klare Niederlagen ein, gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach unterlagen die Wetterauerinnen knapp mit 24:26.

Aufgrund von Coronafällen in den eigenen Reihen hatte nach der HSG Wittlich kurzfristig auch Germania Fritzlar absagen müssen. Weshalb die Partien allesamt über je zwei Mal 20 Minuten gingen. »Für uns war es ganz wichtig, dass das Turnier stattgefunden hat und wir diese Spiele machen konnten«, resümierte HSG-Coach Breiler. »Wir haben zuletzt mit sechs Feldspielerinnen trainiert. Da kann man spielerisch und taktisch nicht viel machen.« Personelle Entspannung ist aktuell kaum in Sicht. Im Gegenteil: Torfrau Sandra Elisath verletzte sich im Freitagstraining am Arm, Rückraumspielerin Kristin Amos knickte beim zweiten Turnierspiel gegen Kappelwindeck/Steinbach um.

Defesive in Kritik

Insbesondere die Leistung bei der 13:22-Pleite gegen Staffelkontrahent Eddersheim missfiel Breiler. »Dass wir uns im Angriff nicht zurechtgefunden haben, ist aufgrund der Umstände vertretbar. Aber in der Abwehr haben wir keine Gegenwehr gezeigt und das Ganze über uns ergehen lassen«, kritisierte der Trainer, der seinem mutmaßlichen Innenblock nicht die erhoffte Zeit zum Einspielen gewähren konnte. Denn: Klara Engel setzte aufgrund eines ausstehenden Testergebnisses vorsichtshalber aus. Deshalb bildeten zwei Mal Leonie Hutin/Hannah Niebergall und einmal Hutin/Isabell Schüler das Deckungszentrum.

»Die Spiele haben uns gezeigt, dass wir wahnsinnig viel Arbeit vor uns haben«, konstatierte Breiler. »Wir müssen in der Abwehr um jeden Zentimeter kämpfen und jeder muss bereit sein, Abwehr zu spielen.« Viel Zeit aber haben sie bei der Spielgemeinschaft nicht: Am kommenden Samstag (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) erfolgt mit dem letzten noch ausstehenden Hinrundenspiel gegen Fortuna Düsseldorf der Re-Start. Die Rheinländerinnen indes tankten gestern Selbstvertrauen mit einem 27:26-Auswärtserfolg im Nachholspiel in Königsdorf.

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