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»Verteidigung ist unser Prunkstück«

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Von: Peter Maresch

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René Kosch (links) von der SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten und Robin Lein vom SV Rainrod gehen beherzt in diesen Zweikampf. © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (pem). Der FC Lorbach führt in der Fußball-Kreisliga A Büdingen die Tabelle an - und reist am Sonntag zum Spitzenspiel zu den Sportfreunden Oberau II . »Dass wir als Aufsteiger auf dem ersten Platz stehen, ist doch super«, sagt Lorbachs Spielertrainer Philip Bielinski, der den FC zusammen mit Daniel Brill seit vielen Jahren trainiert.

Die Lorbacher, laut Bielinski nur wenig von Urlaubern und verletzungsbedingten Ausfällen betroffen, wussten bisher als Aufsteiger zu überzeugen. Nur in Rudingshain gab es eine 1:3-Niederlage: »An diesem Tag hatten wir absolutes Pech. Wir waren überlegen, trafen aber nicht, der VfR hatte drei Standardtore.« Davon abgesehen, ließ sich die Saison exzellent für den FC an: »Wir sind Stadtmeister, haben in der ersten Pokalrunde gegen Wenings 5:1 gewonnen, sind jetzt Tabellenführer.«

Die Sportfreunde Oberau II stehen auf dem dritten Tabellenplatz. Dass die Sportfreunde einen solch starken Start hinlegten, damit war vor der Saison nicht unbedingt zu rechnen. Die Mannschaft von Trainer Michael Dorn musste Abgänge verkraften und verlor in der Offensive als Abgänge David Juschzak und Robin Kinzer-Valencia, während Torjäger Enis Gjoshi in die erste Mannschaft aufrückte. Doch gerade in der Offensive wusste die Mannschaft in den ersten Spielen zu überzeugen. Besonders Kapitän Endrit Gjoshi und Samuel Redae setzten Schlaglichter. »Angst« hätte sein Team vor Oberau nicht, sagt FC-Trainer Bielinski, und führt weiter aus. »Die Verteidigung ist unser Prunkstück.« Gegen Oberau trifft also eine Topabwehr auf einen Topsturm.

Der SV Rainrod spielt gegen die SG Usenborn/Bergheim . Die Rainröder sind auf den Fersen von Lorbach und Ober-au - auch die Truppe von Spielertrainer Sven Diedrich ist noch unbesiegt. Einen bisher herausragenden Neuzugang sicherten sich die Rainröder in Form von Özgür Güngür. Der Stürmer, der einst für einen Offenbacher Verein spielte, führt mit aktuell fünf Treffern die Torschützenliste an. Gegen Usenborn sind die Rainröder haushoher Favorit. Kürzlich kam es hier zum ersten Trainerwechsel - Mario Anthis trat zurück, Sven Petznick übernahm als Interimstrainer. Anthis kam Anfang 2022. Nur die ersten Spiele unter der Ägide des erfahrenen Spielers waren erfolgreich, bei seinem Abschied bemängelte er auch die schwache Trainingsbeteiligung im SG-Kader. Im ersten Spiel unter Petznick gelang der SG immerhin der ersten Punktgewinn. Allerdings gab es danach eine 0:4-Niederlage am Mittwoch gegen den FC Lorbach. Doch schafft die SG es nicht bald, das Ruder rumzureißen, dürfte sie in dieser Saison zu den Abstiegskandidaten gehören.

Im Derby treffen der FC Rommelhausen und der VfR Hainchen aufeinander. Die Rommelhäuser starteten mit einer Niederlage in Geiß-Nidda und einem Sieg gegen Usenborn/Bergheim in die Saison. Klar ist: Aushängeschild ist wieder der Sturm mit Gheor-ghe Anghel und Andrei Butiu. Aber auch insgesamt wirft die Rommelhausener Stammelf mittlerweile viel Erfahrung in die Wagschale. Für den VfR lief der Saisonstart alles andere als erfreulich: Vier Niederlagen gab es in den ersten Spielen, und die Mannschaft steht aktuell auf dem letzten Tabellenplatz.

»Wir mussten ersatzgeschwächt in die Runde starten«, sagt Trainer René Lotze über das Abschneiden der Hainchener, und führte weiter aus: »Bei der 2:3-Niederlage gegen Nieder-Mockstadt vor einer Woche konnten wir unseren Stammkader zu 90 Prozent aufbieten. Dabei wäre ein Unentschieden verdient gewesen.«

Nach Rommelhausen stehen für den VfR Spiele gegen Seemental II und Usenborn/Bergheim auf dem Programm - erst bei diesen Partien, so Lotze, herrsche eine »Pflichtsieg«-Atmosphäre.

Der VfR Rudingshain steht der SG Rohrbach/Aulendiebach gegenüber. Die Elf von Trainer Michael Krause schlug sich akzeptabel. Bei den erst zwei Spielen hielt der VfR beim 1:2 bei den Sportfreunden Oberau II lange die Abwehr zusammen, gegen Lorbach gelang trotz gegnerischer Überlegenheit dank Heimstärke und einer guten Leistung von Torwart Max Trunk ein 3:1.

Somit reisen die Gäste aus Rohrbach zwar als Favorit an, dürften es jedoch nicht automatisch leicht haben. Die Rohrbacher begannen die Saison, wenn nicht perfekt, so doch solide. Siege gab es gegen Seemental II und Altenstadt, beim SV Rainrod blieb die SG jedoch ohne Chance. Gegen Altenstadt zeigten die Rohrbacher bisher wohl ihre stärkste Leistung, wobei anzumerken war, dass Spielertrainer Ali Haiahem ab Mitte der zweiten Hälfte verletzt raus musste. Er wird voraussichtlich nicht länger ausfallen.

Schließlich treffen mit der SV Seemental II und dem FC Alemannia Gedern II noch zwei der Reservemannschaften in der Liga aufeinander. Der SV Seemental II, so zeichnet sich ab, wird es als Aufsteiger in dieser Saison eher schwer haben. Obwohl der SV zum Teil erfahrene Einzelspieler wie Umut Yasar oder Leonard Werner aufweisen kann, gelang bisher kein Sieg. Die Gederner Reserve musste sich hingegen nach einer schwachen Rückrunde wieder neu sammeln, dies gelang dem neuen Trainer Sven Hack allerdings bis dato gut - bisher ist die Mannschaft in drei Spielen ungeschlagen. Hack musste einige neue Spieler einbauen, die jedoch zum Teil gut einschlugen - wie Sascha Milanovic, der schon drei Tore in den ersten Spielen erzielte.

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