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Marc-Oliver Müller überwindet den Pohlheimer Torwart Pascal Neul und erzielt einen seiner insgesamt drei Treffer für die HSG Gedern/Nidda.

Handball

Verpatzte Anfangsphase rächt sich

Zum Rückrundenauftakt der Handball-Bezirksliga A (Gruppe B) mussten die Männer der HSG Gedern/Nidda ihren zweiten Tabellenplatz räumen.

Gedern/Nidda (frs). Zum Rückrundenauftakt der Handball-Bezirksliga A (Gruppe B) mussten die Männer der HSG Gedern/Nidda ihren zweiten Tabellenplatz räumen. Im Verfolgerduell gegen die HSG Pohlheim II setzte es für das Team von Trainer Matthias Zunk eine bittere 30:33-Heimniederlage.

Bezirksliga A Gießen, Männer (Gruppe B): HSG Gedern/Nidda - HSG Pohlheim II 30:33 (10:18). Mit Stammtorwart Benedikt Becker mussten die Gastgeber einen ihrer Schlüsselspieler ersetzen. »Leider hat sich die Schulterverletzung von Benedikt als schwerer herausgestellt und über die Feiertage wieder verschlimmert, dadurch haben wir unseren Kader auf dieser Position mit Marcus Tetzlaff aufgestockt, der seinen Job aber sehr gut erfüllte«, berichtet HSG-Trainer Zunk, der zudem noch eine weitere Hiobsbotschaft zum Jahresbeginn verkündete: Rückraumnachwuchstalent Florian Orth wird aufgrund einer heftigen Sprunggelenk- und Bänderverletzung genauso wie sein vor Saisonstart am Knie verletzter Bruder Fabian seiner Mannschaft auf dem Feld diese Saison wohl eher nicht mehr helfen können.

Die Verletztenliste wollte - so viel vorab - Matthias Zunk nicht als Entschuldigung für die Heimniederlage stehen lassen. Eher die verpatzte Anfangsphase, die Zunk als »unterirdisch« bezeichnete. So langen die Handballer aus Gedern und Nidda nach zehn Minuten bereits 3:8 hinten. »Wir haben es bis zur 25 Minute nicht hinbekommen, die sehr starken Rückraumspieler auf den Halblinken und halbrechten Angriffspositionen von Pohlheim II in den Griff zu bekommen. Viel zu oft konnten sie ohne Bedrängnis aus neun oder zehn Metern werfen und erzielten so viele Treffer«, erzählt Zunk. Bezeichnend: Elf der ersten 14 Treffer erzielten die Gäste aus Pohlheim aus dem Rückraum. Der 10:18-Rückstand zur Pause war happig und stellte sich später für den weiteren Spielverlauf für die HSG Gedern/Nidda als zu großer Rucksack heraus. Wieder einmal waren auch Abschlussschwächen zu konstatieren. »Zu oft wurde im Angriff der Ball vertändelt oder die Abpraller vom Pfosten landeten direkt in den Händen des Gegners«, ergänzt Matthias Zunk.

Umstellung wirkt

In der Halbzeit versuchte er sein Team wachzurütteln und an der Ehre zu packen. Einige Umstellungen zeigten sogleich auch positive Wirkung. Zwar war in der 34. Minute mit zehn Treffern Differenz der größte Rückstand zu verzeichnen, doch danach ging ein Ruck durch die Mannschaft.

Mit ganz starken elf Minuten kämpfte sich die HSG Gedern/Nidda bis zur 45. Minute auf 22:26 heran. Das Spiel wurde jetzt härter, da die Gäste aus Mittelhessen auf die verbesserte Einstellung ihres Gegners mit nun körperbetonterer Spielweise reagierten. Der Schiedsrichter gewährte beiden Mannschaften die sogenannte »lange Leine« - die Spannung nahm zu. Richtig in Gefahr geriet der Auswärtssieg der HSG Pohlheim II nicht mehr.

Yannik Kaiser erzielte in der vorletzten Minute aus Sicht der zurückliegenden Heimmannschaft zwar das 30:32, doch näher kam die gastgebende HSG Gedern/Nidda nicht mehr heran.

»Es darf nicht sein, das wir unsere Heimspiele auf solch ein Art und Weise herschenken, das war verdammt ärgerlich«, zog Matthias Zunk trotz der klaren Leistungssteigerung in Abschnitt zwei ein kritisches Gesamtfazit dieser ersten Partie im neuen Jahr.

HSG Gedern/Nidda: Skouteris, Tetzlaff; Stork (2), Müller (3), Voß, Eckhardt (4), Kaiser (2), Fladerer (4), Perez, Aldathan (1), Maris (1), Xhoni (7/5), M. Weber (2), D. Weber (4).

Zuschauer: 40. Zeitstrafen: 2:6 Minuten.

Zupackend ist die Defensive der HSG Gedern/Nidda in Person von Johannes Eckhardt (Zweiter von rechts).

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