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Unverständnis für Spielgemeinschafts-Aus

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Büches. Rund 20 Jahre durchlebten der Rohrbacher Sportverein und der SV Büches in einer Spielgemeinschaft fußballerische Höhen und Tiefen. Die einstige gute Beziehung der Vereine hat nun tiefe Risse bekommen. Überrascht und enttäuscht haben die Verantwortlichen des SV Büches die Entscheidung des Rohrbacher Vorstands aufgenommen, künftig mit dem aktuellen Kreisoberligisten KSV Aulendiebach gemeinsame Sache zu machen und die Zusammenarbeit mit dem SVB zum Saisonende aufzukündigen.

Hintergrund: Die SG Rohrbach/Büches war erst im vergangenen Jahr verlängert und vom Hessischen Fußball-Verband bis zum Jahr 2024 genehmigt worden. Hinsichtlich ehrlicher Kommunikation scheint es - gewollt oder ungewollt - in den vergangenen Wochen gehakt zu haben, vonseiten des SV Büches ist gar von einem abgekarteten Spiel die Rede.

»Die Art und Weise, wie man uns vor vollendete Tatsachen gestellt und den SVB bei allen Beteiligten dargestellt hat, ist hinterhältig und entspricht einfach nicht der Wahrheit«, sagt der stellvertretende Vorsitzende des SV Büches, Sascha Lang.

Erst vergangene Woche schenkte der Vorstand des Rohrbacher SV dem (Noch)-Spielgemeinschaftspartner reinen Wein ein, parallel dazu sollen in den Vereinsheimen in Aulendiebach und Rohrbach die Spieler der jeweiligen Vereine über die neue Spielgemeinschaft informiert worden sein. »Beim Rohrbacher SV waren sogar auserwählte Spieler des SV Büches ohne unser Wissen eingeladen«, kritisiert Lang.

Rückblende: Vor 20 Jahren war es der SV Büches, der den damals nach einer Partnerschaft suchenden Rohrbachern den Beitritt in die damalige Zweierspielgemeinschaft mit dem SV Orleshausen ermöglicht hat, jetzt wird diese Beziehung jäh geschieden. Offiziell am Saisonende, doch eigentlich schon sofort, da der Bruch zwischen den Vereinen nicht mehr zu kitten scheint. »Wir werden als SV Büches das jetzige sportliche Konstrukt nicht mehr tatkräftig unterstützen und den Klassenleiter bitten, die in der Rückrunde eigentlich in Büches vorgesehenen Partien in Rohrbach anzusetzen«, so Lang.

Bücheser Spieler wollen nicht mehr

Rückendeckung erhielt der SV Büches von den eigenen Spielern, die laut Lang und der Vereinsvorsitzenden Silke Montag die von Rohrbacher Seite forcierte Entscheidung ebenfalls nicht nachvollziehen können und in der Rückrunde nicht mehr für die SG aktiv ins Spielgeschehen eingreifen wollen. Bislang lief es für die SG Rohrbach/Büches aktuell in der Kreisliga A Büdingen sportlich rund, als Tabellenvierter hat die Truppe von Spielertrainer Ali Haiahem sogar noch theoretische Aufstiegschancen.

Das bevorstehende SG-Aus sei nicht im Sinne des SV Büches »Wir wären auch hinsichtlich einer Dreierspielgemeinschaft gesprächsbereit gewesen, doch unserer aktueller Spielgemeinschaftspartner teilte uns vor Wochen mit, dass weder an einer Dreier-SG noch an einer Spielgemeinschaft mit dem KSV Aulendiebach Interesse bestünde«, erzählt Sascha Lang. Die für seinen Verein bittere Wahrheit stellt sich nun anders dar. »Als ein Trennungsgrund hat man uns die schlechte Infrastruktur in Büches genannt. Wir hätten kein Flutlicht und keinen Ausweichplatz mehr«, ergänzt Lang. Der kleine Trainingsplatz des SVB hat bekanntlich der neuen Umgehungsstraße weichen müssen.

Dass es zwischen den Vereinen KSV Aulendiebach, SV Rohrbach und SV Büches keine Gespräche in großer Runde gegeben hat, bedauert Lang im Nachhinein, gerade weil die Vereine aktuell sowohl im Jugend- als auch im Alt-Herren-Bereich zusammenarbeiten. »Wir müssen die Entscheidung so akzeptieren, denn wir können ja niemanden zwingen mit uns zusammenzuarbeiten und einen perfekten Zeitpunkt für eine Trennung zu finden, ist sicher schwierig. Die Begleitumstände sind für uns aber das Allerletzte. Das hätten wir nach einer solch langen Zusammenarbeit von diesen Leuten niemals erwartet«, meint der stellvertretende Vorsitzende.

Viele offene Zukunftsfragen

Die große Frage ist, wie es nun beim SV Büches sportlich weitergeht? Wir wollen den Spielbetrieb auf jeden Fall aufrechterhalten«, gibt sich Sascha Lang kämpferisch. Für konkrete Pläne, auch hinsichtlich der künftigen Spielklasse, sei es noch zu früh, erst einmal müssten entsprechende Gespräche geführt werden. Demnach sei es völlig ergebnisoffen, ob der 1975 gegründete Verein in der kommenden Runde eigenständig oder womöglich innerhalb einer anderen Spielgemeinschaft am Spielbetrieb teilnehmen wird.

Frank Schneider

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