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Überraschendes Patz-Comeback

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Nidda (flo). Da musste Nadin Patz selbst grinsen, als ihr aushilfsweises Comeback doch etwas holprig startete. Nach ihrer Einwechslung dauerte es nur wenige Sekunden, ehe sich die 38-Jährige eine Zeitstrafe abholte. So oder so: Dass die langjährige Leistungsträgerin die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda beim 28:23-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf unterstützte, damit war Trainer Christian Breiler eine echte Überraschung gelungen.

Tor zum Einstand

Eigentlich hatte Patz ihre Laufbahn schon 2017 beendet. In der Zweitligasaison 2018/19 hatte sie dann und wann noch einmal ausgeholfen. Und nun? Tauchte die Kreisläuferin mehr oder weniger aus dem Nichts wieder auf. Zwei Mal hatte Patz in der vergangenen Woche aufgrund der anhaltenden Personalsorgen bei der HSG mittrainiert. »Nadin hat rund zwei Jahre nicht mehr gespielt, allenfalls mal sporadisch bei uns trainiert. Man kann nur alle Hüte davor ziehen, dass sie sich bereit erklärt hat, uns zu unterstützen«, so Breiler. Ein paar Minuten durfte sie gegen Düsseldorf in der ersten Hälfte ran, im zweiten Abschnitt stand Patz zehn Minuten auf der Platte, erzielte vom Kreis einen Treffer. »Dass Nadin aus dem Stand so mitspielt, zeigt auch ihre Klasse«, lobte der HSG-Coach. »Für uns ging es nicht nur darum, dass sie spielt, sondern einfach auch darum, dass nochmal eine erfahrene Führungsspielerin dabei ist. Sie unterstützt die Mannschaft und das Trainerteam im Training, weil sie weiß, wie ich spielen lassen will. Die jüngeren Spielerinnen können sie Dinge fragen, sie erklärt ihnen Sachen. Nadin hilft einfach mit ihrer Anwesenheit«, sagte Breiler. Der betonte: »Da hegt von den anderen Spielerinnen keine Groll, dass sie nun ein paar Minuten weniger hat. Die Mädels sind froh, dass Nadin da ist.«

Ob die in Bad Vilbel lebende Patz auch in den nächsten Partien als Aushilfe dabei sein wird, ist indes noch offen.

Was sagt die Spielerin selbst? »Mein Körper zeigt mir schon, dass ich nicht mehr die Jüngste bin und drei Jahre nichts mehr gemacht habe. Es hat mega Spaß gemacht, bei der Mannschaft und Teil der Mannschaft zu sein.«

Claudia Pfaff, die derzeit ebenso mittrainiert und am Samstag als Betreuerin auf der Bank saß, hatte Patz am Dienstag kontaktiert. »Es war schön, mit Claudi zu trainieren und zu merken, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. Dass die Mädels das so mit ins Spiel nehmen konnten, ist umso schöner.«

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