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Trainerwechsel in Oberau

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Christoph Werner hört im Sommer auf. © Achim Senzel

Daniel Böhmer übernimmt im Sommer für Christoph Werner bei den Sportfreunden.

Oberau (fsr/tfr). Die Sportfreunde Oberau präsentieren einen neuen Trainer für die kommende Fußball-Saison. Daniel Böhmer, noch in Diensten des Hanauer Kreisoberligisten 1. FC Erlensee II, beerbt im Sommer Christoph Werner beim heimischen Gruppenligisten.

Ex-Profi Werner steht seit September vergangenen Jahres ganz oben auf der Oberauer Kommandobrücke, ist nach der Entlassung von Mario Anthis vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegen. Obwohl die Sportfreunde nach 19 Partien (17 Punkte) Abstiegsplatz 17 einnehmen, ist Spielausschusschef Peter Kuhl mit Werners Arbeit rundum zufrieden. »Christoph hat hier in den vergangenen Monaten einiges aufgebaut. Die Stimmung ist trotz der sportlich nicht so berauschenden Lage sehr gut. Zuletzt hatten wir immer weit über 20 Spieler im Training.« Aus beruflichen Gründen geht es für den 35-Jährigen im Sommer aber nicht mehr weiter. »Das war natürlich ein Schock für uns. Wir wollten unbedingt mit Christoph in die Saison 2022/2023 gehen«, sagt Kuhl.

Berufliche Gründe sind entscheidend

Werners Schichtdienstpläne machen ein weiteres Engagement unmöglich. »Das ist natürlich schade. Aber nach dieser Saison werde ich eine Fußballpause einlegen«, berichtet der Angestellte im öffentlichen Dienst, der mit den Sportfreunden die Klasse halten und den Kreispokal verteidigen möchte.

Kuhl verspricht indes, »dass Christoph sich nicht so aus Oberau verabschieden wird. Seine Mission ist noch nicht beendet.« Der Spielausschusschef sieht den ehemaligen Zweitligaspieler des 1. FC Kaiserslautern und Ex-Bernbacher Oberliga-Torjäger in Zukunft noch einmal auf dem Cheftrainerstuhl der Sportfreunde. Auch Werner, der mit Oberau schon als aktiver Spieler große Erfolge feierte, will das nicht ausschließen.

Ab Sommer übernimmt erst einmal Böhmer - auch im Abstiegsfall. »Ich glaube, dass es Daniel mit seiner Ansprache und der Motivation ähnlich wie Christoph hält. Er hat beim 1. FC Erlensee II bewiesen, was er kann«, sieht der Oberauer Spielausschusschef optimistisch in die Zukunft.

»Es ist für mich eine reizvolle Herausforderung, eine erste Mannschaft übernehmen zu können«, betont Böhmer. Zunächst sah es so aus, als würde der in Ginsheim-Gustavsburg lebende 41-Jährige weiter beim FCE an Bord bleiben. Böhmer war in Erlensee im Hinblick auf die Spielzeit 2022/23 bereits in die Personalgespräche involviert. Jetzt kommt es anders.

Nur allzu gerne würde sich Daniel Böhmer mit der Meisterschaft vom Fliegerhorst verabschieden. Aktuell belegt sein Klub Platz zwei. »Die Entscheidung ist mir sehr schwergefallen, denn ich habe beim FC Erlensee sehr viele Freunde gefunden, der Verein ist mir ans Herz gewachsen.« Andererseits sieht der Trainer auch die Zeit für einen Tapetenwechsel, sein künftiger Verein Oberau könnte von Böhmers großem Netzwerk profitieren und dank des neuen Trainers auch neue Spieler an Land ziehen. »Ich möchte als Trainer den nächsten Schritt machen«, so Böhmer.

Seit zehn Jahren in Hessen tätig

Der in der Pfalz aufgewachsene Böhmer, von Beruf selbstständiger Eventmanager und Discjockey, ist seit rund zehn Jahren in Hessen tätig. Der in jungen Jahren höherklassig spielende Torwart fungierte zunächst beim FSV Bischofsheim und der SG Bruchköbel als Jugendtrainer und wechselte in gleicher Funktion zum 1. FC Erlensee. Im November 2019 löste er dort Michael Jung als Coach des Kreisoberliga-Teams ab. Die zweite Trainerstation im Seniorenbereich folgt nun in Oberau, wo Böhmer mit dem Fußballkreis Büdingen für sich persönlich fußballerisches Neuland betritt. Aber gerade das reizt den 41-Jährigen ungemein.

In welcher Klasse das sein wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten. In Oberau gilt die volle Konzentration dem Restrundenauftakt mit dem Heimspiel gegen die SG Nieder-Roden (27. Februar).

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Daniel Böhmer übernimmt zur neuen Runde. © Red

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