Trainerwechsel bei der UTSG

  • schließen

USINGEN - (dio). Platz 17 mit sechs Punkten und 11:27-Toren nach zehn Saisonspielen ist ganz sicher nicht das, was Fußball-Gruppenligist Usinger TSG vor der Saison 2021/22 für diesen Zeitpunkt ersehnt hatte. Nun ist daraus folgernd eine personelle Etscheidung gefallen: Die Usinger TSG und Trainer Cagakan Kiran sind in beiderseitigem Einvernehmen auseinandergegangen.

Ebenso ist Co-Trainer Kevin Kanschat nicht mehr im Amt. Klubführung und Trainer betonen jeweils im Gespräch mit dem UA die Einvernehmlichkeit.

"Mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen und zuletzt fünf Niederlagen in Folge liegen wir deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das hat sich natürlich auch auf die Stimmung innerhalb der Mannschaft ausgewirkt. Dazu kommt ein fast schon unglaubliches Verletzungspech. Um nicht schon vor der Winterpause den Anschluss an die Nichtabstiegsränge zu verlieren, waren wir uns in der Abteilungsleitung einig, etwas ändern zu wollen und zu müssen", kommentiert UTSG-Spielausschuss-Boss Olaf Best die Entscheidung des Vereins. "Caga und Kevin sind Fachleute mit einer Top-Ausbildung. Gerade in den letzten zwei bis drei Wochen ist es uns aber immer deutlicher geworden, dass es leider nicht mehr passt. Wir wünschen Beiden wirklich nur das Beste für ihre sportliche und persönliche Zukunft."

Ex-Trainer Cagakan Kiran spricht von einer "zuletzt recht chaotischen Zeit in einem gut geführten Verein". Es sei immer schwieriger geworden, nicht zuletzt wegen der Verletzungsmisere. "Nach dem Spiel in Seckbach habe ich das Team zusammengetrommelt und über einen möglichen Abschied gesprochen." Am Dienstagabend haben Vorstand und Kiran dann in einem Gespräch die Trennung beschlossen. "Es ist wirklich im Einvernehmen und für beide Seiten besser. Ich bin 120 Kilometer hin und zurück gefahren, hatte aber nur acht bis zehn Spieler im Training. Das ist nicht professionell und war für mich und meine Ansprüche eine Qual zuletzt. Wenn aber im Winter die Verletzten zurückkehren, dann hat die UTSG sicher eine schlagkräftige Truppe", sagt Kiran.

Tilger, Bretschneider, Merkel

Der Gruppenligist setzt in Zukunft auf eine interne Lösung. Das Trio Tim Tilger, Pascal Bretschneider und Kai Merkel übernimmt mindestens bis zur Winterpause. Olaf Best freut sich auf die Zusammenarbeit: "Alle drei stehen hinter dem Verein und sind Gesichter der UTSG. Tim ist mit seiner höherklassigen Erfahrung aus der Regionalliga ein Führungsspieler, Pascal ist die Identifikationsfigur überhaupt und Kai Merkel ein Usinger Bub und Kenner des Vereins. Wir trauen ihnen zu, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zusammen mit der Mannschaft einzufahren."

Das könnte Sie auch interessieren