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Trainer Matschke muss gehen

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Aus nach 507 Tagen: Benjamin Matschke ist nach dem 28:30 gegen den HSV Hamburg nicht mehr Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar. © Imago Sportfotodienst GmbH

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und Chefcoach Benjamin Matschke entlassen.

(ra/jl). Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat Cheftrainer Benjamin Matschke mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zu dieser Entscheidung sind Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Sportliche Leitung nach 13 Spieltagen mit neun Niederlagen in der Handball-Bundesliga gekommen. Nach dem 28:30 den HSV Hamburg und der damit bereits fünften Heimniederlage der Saison sahen die Verantwortlichen am späten Samstagabend die Notwendigkeit zum Handeln. Die HSG Wetzlar steht aktuell mit 7:19 Punkten auf Platz 15 der Tabelle.

»Die Entscheidung, Ben Matschke freizustellen, haben wir uns nicht leicht gemacht. Allerdings betrachten wir die gesamtheitliche Entwicklung und Stabilisierung der Mannschaft in den vergangenen Wochen mit Sorge. Es fehlt uns nicht zuletzt nach dem Heimspiel gegen Hamburg die Überzeugung, dass in der derzeitigen Konstellation ein notwendiger Turnaround geschafft werden kann«, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. »Wir haben die Gesamtverantwortung für die HSG Wetzlar und wollen unsere Ziele erreichen, die Stand heute nur Klassenerhalt heißen können. Daher sind wir in der Gesamtabwägung zu dem Schluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls benötigen.«

Benjamin Matschke hatte Anfang vergangener Saison die Position des Cheftrainers bei der HSG Wetzlar übernommen und die Mannschaft in seiner ersten Spielzeit, trotz einer deutlich schwächeren Rückrunde, auf Platz sieben geführt. Auch Hanna Huber, die Matschke zu Amtsbeginn als Mentaltrainerin mitgebracht hatte, wurde mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden.

Die Aufgaben von Benjamin Matschke werden ab sofort interimsmäßig vom Sportlichen Leiter Jasmin Camdzic und dem bisherigen Assistenztrainer Filip Mirkulovski übernommen. Die Suche nach einem neuen Cheftrainer hat begonnen. »Hier wird es allerdings keine Schnellschüsse geben. Wir werden den Markt sehr genau sondieren«, so Björn Seipp.

Die Mittelhessen hatten den Vertrag mit Cheftrainer Ben Matschke in diesem Sommer noch vorzeitig bis 30. Juni 2025 verlängert und dem 40-Jährigen einen personellen Umbruch und eine xtreme Verjüngung des Kaders anvertraut. Über die Auflösungsmodalitäten werden sich beide Seiten in den kommenden Tagen einigen müssen.

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