Stolperstart der SG Büdingen

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BÜDINGEN - Büdingen. 0:7 in der zweiten Kreispokalrunde gegen den Ligakonkurrenten FC Rommelhausen, 0:3 zum Rundenauftakt gegen Blau-Weiß Schotten II, 2:6 am vergangenen Wochenende gegen die SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten - die SG 05 Büdingen hat den Saisonstart in den Sand gesetzt. Lediglich im Pokalauftaktmatch feierte der Fußball-A-Ligist einen Erfolg, schlug den klassentieferen SSV Lindheim mit 7:

6 nach Elfmeterschießen.

Gründe für diese bescheidenen Ergebnisse liefert Spielertrainer Akin Kirsan prompt. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich noch entwickeln, finden und einspielen muss. Da war die lange Corona-Pause sicherlich nicht förderlich." Dem 39-jährigen Coach stünden kaum erfahrene Akteure zur Verfügung. "Ich spiele in der Innenverteidigung, Kamil Kuzu steht im Tor. Der Rest ist 22, 23 Jahre alt oder jünger."

Immerhin: Mit Volkan Bina bekommt die SG für die kommenden Aufgaben einen weiteren Routinier. Der 27-Jährige, der zuletzt für den Gelnhäuser Kreisoberligisten Ayyildizspor Wächtersbach aktiv war, steht vielleicht schon am Sonntag im Auswärtsmatch bei der SG Ulfa/Langd im Kader. "Es kommt natürlich darauf an, in welcher Verfassung Volkan aus dem Urlaub zurückkehrt. Wenn er fit ist, wird er für uns in der Innenverteidigung spielen. Dann kann ich auf die linke Außenbahn oder ins Mittelfeld rücken", betont Kirsan.

Ein weiterer Grund für den Stolperstart des punktlosen Tabellenletzten: die holprige Saisonvorbereitung. Rasen- und Hartplatz standen der Mannschaft aufgrund des Januar-Hochwassers nicht zur Verfügung. "Wir mussten meistens nach Orleshausen fahren und dort trainieren. Und zwar ohne Tore. Das war nicht immer einfach", so Kirsan. Dennoch sei er mit der Einstellung seiner Jungs zufrieden gewesen. "Meistens waren mehr als zehn Akteure pro Einheit anwesend."

Immerhin: Seit einigen Tagen können die Rothosen wieder auf dem Büdinger Hartplatz kicken. Wann das erste Saisonspiel vor heimischem Publikum stattfindet, steht allerdings noch nicht fest. "Wir haben für die ersten Partien das Heimrecht getauscht, weil wir im Sommer keine Mannschaft auf den staubigen Hartplatz schicken wollen", erläutert der SG-Spielertrainer. Laut Plan findet die erste Saison-Begegnung in Büdingen am 12. September statt.

Aber nicht auf dem Rasenplatz. Dort steht kein Grashalm an der richtigen Stelle. "Der Platz war nach dem Hochwasser richtig verschlammt. Wir mussten die komplette Rasenfläche abtragen", erläutert Bauamtsmitarbeiter Hans Peter Henrich. Aufgrund des durchwachsenen Sommers würden sich die Arbeiten "leider erheblich verzögern". Der Plan: Wenn die Fläche begradigt und bearbeitet ist, soll Rollrasen verlegt werden. "Wann genau die Büdinger dort wieder spielen dürfen, kann ich heute leider noch nicht sagen", so Henrich.

In den kommenden Wochen will Kirsan mit seiner Mannschaft auswärts oder auf dem Hartplatz so viele Punkte wie möglich gegen den Abstieg sammeln. "Ich glaube an mein junges Team. Und im Winter wollen wir uns mit zwei, drei Akteuren verstärken. Gespräche laufen bereits." Sicherlich keine schlechte Idee: Schließlich könnte es in dieser Saison laut Regelwerk bis zu fünf Absteiger geben.

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