Sportwoche unter der Lupe: Spannendes Saison-Halali

  • schließen

Die Eintracht-Fans in Wetterau und Vogelsberg sind schier aus dem Häuschen: Sechs Spieltage vor dem Saison-Halali sind die Bundesliga-Fußballer aus Frankfurt auf Rang vier angekommen, haben sich schon sieben Zähler vom prominenten Verfolger Dortmund abgesetzt und den ersehnten Champions League-Platz (fast) schon in der Tasche. Egal ob der gute Sportvorstand Fredi Bobic in die Hauptstadt abwandert, oder Trainer Adi Hütter nun doch dem Ruf der Borussen folgt und in Gladbach anheuert, oder der vermeintliche Nachfolger Ralf Rangnick doch nicht ins Anforderungsprofil passt - das Stimmungsbarometer im Fan-Lager steigt in froher Erwartung:

Viele waren gut beim nervenaufreibenden 4:3 gegen den VfL Wolfsburg, einer war besser. Daichi Kamada hat noch nie so gut gespielt wie in seinem 57. Spiel im Trikot mit dem Adler. Kamada hat nicht nur den wichtigen 1:1-Ausgleich erzielt und das genauso wichtige 3:2 mit energischem Einsatz vorbereitet, er hat dem ganzen Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Er war diesmal ein echter Spielmacher und hatte die überraschende Entscheidung des Trainers ihn aufzustellen und den leicht angeschlagenen Amin Younes erstmals auf der Bank zu lassen mehr als gerechtfertigt. "Daichi war der beste Mann auf dem Platz", lobte Adi Hütter, "ich bin mit seiner Leistung, mit und ohne Ball, sowie seiner Laufbereitschaft hundertprozentig zufrieden." Der 24 Jahre alte Japaner hat tolle Pässe gespielt, viele Zweikämpfe geführt und sie vor allem auch gewonnen. Oft wurde er für seine nicht überzeugende Körpersprache gerügt, diesmal hatte auch diese zu hundertprozentig dem Kampfspiel entsprochen. Fünf Tore weist Kamadas aktuelle Statistik aus, dazu 13 Assists. Da wächst ein neuer Star heran. Ein anderer arbeitet sich daran, diesen Status wieder zurückzuerlangen. Luka Jovic, im Winter nach eineinhalb Jahren Frust bei Real Madrid zurückgeholt, wird von Woche zu besser. Sein Treffer zum 2:1 für die Eintracht nach Vorarbeit von André Silva war ein Knaller im wahrsten Sinne des Wortes. "Er hat sich mit einem typischen Luka-Jovic-Tor für eine Top-Leistung belohnt", sagte Fredi Bobic. Der Trainer kann sich bestätigt fühlen mit der Formsteigerung des Stürmers. "Es freut mich für Luka", sagte Hütter, "er ist jetzt fit und wenn er die Bälle bekommt, dann macht er sie auch rein." Es war schon der vierte Saisontreffer des 23 Jahre alten Serben. So, aber nun erst einmal Schluss mit der Lobhudelei, denn da war doch nochs was? Ach so, am Samstag um halb vier geht's in Hütters neuer Heimat weiter im Bundesliga-Takt, denn die Champions League ruft... n Feierabend, die Roten Teufel sind raus. Der EC Bad Nauheim ist nicht dabei, wenn am nächsten Donnerstag, 22. April, der Startschuss für die Playoffs in der Deutschen Eishockey-Liga 2 fällt. Qualifiziert für das Viertelfinale haben sich die Kassel Huskies, der EHC Freiburg, die Tölzer Löwen, die Bietigheim Steelers, die Löwen Frankfurt, der ESV Kaufbeuren, die Ravensburger Towerstars und die Heilbronner Falken. Der Start der Endrunde wurde inzwischen noch einmal um zwei Tage verschoben, um vermutlich der aktuellen Corona-Lage in der DEL2 Rechnung zu tragen. Zudem hat man sich darauf verständigt, die Viertelfinal-Begegnungen aufzuteilen. Die Serien Kassel gegen Heilbronn und Bad Tölz gegen Ravensburg beginnen am 22. April, die Duelle zwischen Freiburg und Kaufbeuren sowie Bietigheim und Frankfurt starten am 23. April. Gespielt wird nach dem Modus "Best-of-Five" und die Begegnungen werden im Zwei-Tages-Rhythmus absolviert. Nach dem Viertelfinale beginnen die Spiele des Halbfinales am 2. Mai und das Finale wird dann ab dem 14. Mai gestartet. Gleichzeitig haben die Clubs einer intensiven Teststrategie während der Endrunde zugestimmt. Diese sieht eine erneute Initialtestung mit zwei PCR-Tests im Vorfeld des Playoff-Viertelfinales vor. Zudem werden regelmäßige PCR-Tests im Drei-Tages-Rhythmus sowie ergänzende Schnelltests an Spieltagen durchgeführt. "Wir freuen uns auf die Playoffs, auch wenn wir uns im Vorfeld ein etwas entspannteres Umfeld gewünscht hätten. Allerdings legen wir neben dem Sport höchsten Wert auf den Schutz der Gesundheit unserer Spieler und haben Vorkehrungen getroffen, die uns hoffentlich ermöglichen, die gesamten Playoffs zu spielen und sportlich zu entscheiden", sagt DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch. Im Falle einer notwendigen Quarantäne-Maßnahme einer Mannschaft und damit einem möglichen Nicht-Antreten in ausreichender Spielerzahl von neun Feldspielern und einem Torhüter, kommt es gemäß der Spielordnung zu einer Spielwertung zugunsten des anderen Vereins. Ein Szenario, das sich in der heißen Saisonphase freilich niemand wünscht.

Das könnte Sie auch interessieren