Sportwoche unter der Lupe: Mehr Wetterau

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WETTERAUKREIS - "Weniger Asien, mehr Wetterau" - so lautet das Motto von Axel Hellmann, Vorstandssprecher des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Hellmann schwört seinen Club darauf ein, um die Zuschauer, die nun seit fast eineinhalb Jahren nicht mehr dabei sein durften, zu kämpfen. "Wir müssen die Anfassbarkeit der Eintracht in den Mittelpunkt stellen.

Ich sehe weniger Asien und mehr Wetterau", sagte er. Worte, die die Kreis-Anzeiger-Leser und heimischen Frankfurt-Fans sicherlich gerne lesen werden. Hellmann und Kollegen wollen jedenfalls ein Gesamtkonzept vorlegen, "um die Eintracht noch näher an die Region zu rücken". Dabei würde es sicherlich auch helfen, wenn der "Wetterauer Bub" Timothy Chandler wieder mehr Einsatzzeiten beim Bundesligisten bekommen würde. Der aus Altenstadt-Waldsiedlung stammende Außenbahnflitzer spielte beim Pokal-Aus gegen Waldhof Mannheim und im ersten Bundesliga-Match gegen Borussia Dortmund (2:5-Pleite) keine Rolle. Seine nächste Möglichkeit auf die ersten Einsatzminuten in der neuen Saison kommt bereits am heutigen Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg. Und vielleicht sollte Trainer Oliver Glasner, der Chandler am vergangenen Wochenende sogar aus dem Kader strich, dem Spieler mit der Rückennummer 22 eine Chance geben. Angesichts der jüngsten Ergebnisse würde auch der Mannschaft auf dem Platz etwas mehr Wetterau guttun.

Der Frankfurter Ligarivale aus Mainz setzte am vergangenen Wochenende jedenfalls auf die hohe Fußballkunst aus der Wetterau - und das mit Erfolg. Der Nieder-Mockstädter Paul Nebel feierte am Sonntag sein Startelf-Debüt beim 1. FSV 05, zeigte eine starke Leistung und feierte mit seinen Teamkollegen einen 1:0-Überraschungssieg gegen Vizemeister RB Leipzig. So stand Nebel zum Bundesliga-Auftakt auf der Sonnenseite des Fußballer-Lebens, weil Corona in diesem speziellen Fall sein persönliches Glück war. Unter normalen Umständen hätte der 18-Jährige vielleicht nicht einmal im Kader gestanden. So aber durfte Nebel im Team der Corona- und Quarantäne-Geplagten von Beginn an ran und drückte dem Offensivspiel seinen Stempel auf. Dementsprechend hat der "Wetterauer Bub", der in der abgelaufenen Saison auf 47 Bundesligaminuten kam und zwischen Bundesliga-Bank sowie Mainzer U23 pendelte, gute Chancen, auch am heutigen Samstag im Auswärtsmatch beim VfL Bochum zur Startformation des Erstligisten zu gehören.

Apropos Wetterau: Die Triathlon-Elite gab sich am vergangenen Wochenende in Teilen unseres Landkreises die Ehre. Unter anderem radelten die Extrem-Sportler durch Stammheim, wo Kreis-Anzeiger-Fotograf Ralph Lehmberg Patrik Nilsson vor die Linse bekam (Bild). Der Schwede kam nach 3,8 Kilometer Schwimmen, rund 180 Kilometer Radfahren und einem Marathon in 7:59:21 Stunden als Erster im Ziel an und gewann den EM-Titel beim Ironman Frankfurt.

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