Sportwoche unter der Lupe: Immer wieder freitags...

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Es war fast schon hitverdächtig, ähnlich wie der Song-Klassiker "Immer wieder sonntags" von Cindy und Bert. Es schien nämlich so, als ob "immer wieder freitags" die Heimspiele des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim ausfallen würden. Am 13. November das Match gegen Bayreuth wegen eines mit Corona infizierten "Tigers". Sieben Tage später das Duell mit dem EV Landshut, weil sich das bayerische Team vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben musste.

Und gestern die Begegnung gegen den ESV Kaufbeuren - natürlich wegen eines Corona-Falls beim ESV. Aber: Diesmal schlossen die Wetterauer Kufen-Cracks blitzschnell die Lücke im Terminkalender und zogen ihr eigentlich im Dezember geplantes Heimspiel gegen die ebenfalls beschäftigungslosen Heilbronner Falken vor. Die hätten eigentlich bei den ebenfalls von Corona heimgesuchten Lausitzer Füchsen antreten sollen. Dafür fällt diesmal kurzfristig das Sonntagsspiel der "Roten Teufel" in Bad Tölz aus. Ein absoluter Termin-Wahnsinn, der die Bad Nauheims Fans allerdings kaltlassen dürfte. Sie müssen wegen Corona ohnehin vor dem Stadiontor bleiben. Immer wieder freitags - und sonntags. nAußen vor sind auch die heimischen Amateurvereine. In diesem Jahr wird es nichts mit der Rückkehr in den Trainingsbetrieb. Stattdessen verschärfte die Bundesregierung am Mittwoch die Kontaktbeschränkungen. Selbst der größte Optimist dürfte nun begriffen haben, dass er in der anstehenden Winterzeit auf das gemeinsame Mannschaftsschwitzen verzichten muss. Und die für viele Vereine finanziell so wichtigen Faschingsfeten scheinen ebenfalls tabu. Trotzdem sollte jeder Sportler, Vereinsvorstand und Ehrenamtler "durchhalten statt abspringen", der Entfremdung entgegenwirken und für die (hoffentlich baldige) Rückkehr ins Vereinsleben bereit sein. Wie sangen Cindy und Bert einst: "Ich komm' bald wieder". Das gilt auch für den Mannschaftssport mit allem Drum und Dran.

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