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Sportfreunde spüren Derby-Druck

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Spielertrainer Christoph Pilch (am Ball) möchte heute mit Viktoria Nidda im Derby gegen Oberau gut abschneiden. © Ernst Goetz

Nidda/Oberau (jore). Derby-Zeit! In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost rollt am heutigen Donnerstagabend der Ball. Auf dem Terminplan steht das Büdinger Kreisderby zwischen dem SC Viktoria Nidda und den Sportfreunden aus Oberau, das um 19.30 Uhr im Stadion Gänsweid angepfiffen wird.

Donnerstag, 19.30 Uhr: Vikt. Nidda - SF Oberau

Beide Mannschaften nehmen aktuell einen Abstiegsplatz ein und dennoch ist der Stellenwert dieser Partie nicht in beiden Lagern identisch. Für die gastgebende Viktoria, die in bisher 27 Ligaspielen gerade einmal neun Punkte eingefahren hat, ist der Abstieg längst besiegelt. Selbst die Rote Laterne werden die Viktorianer bis zum Saisonende wohl nicht mehr abgeben. Für den Gast aus Oberau indes besteht noch ein wenig Hoffnung, auch wenn diese am Ostermontag einen weiteren Dämpfer erhalten hat. Ein Dreier gegen Türk Gücü Hanau hätte so gut getan, doch am Ende musste man sich mit einem 1:1-Remis zufriedengeben. Bei elf noch ausstehenden Spielen und neun Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist rechnerisch noch alles möglich, doch können sich die Sportfreunde neuerliche Punkteinbußen im heutigen Kreisderby natürlich nicht erlauben. Bereits im Hinspiel (1:1) fanden die Grün-Weißen über ein Unentschieden nicht hinaus.

Viktoria-Spielertrainer Christoph Pilch erinnert sich noch gut an diese Partie im Oktober letztes Jahres und räumt ein, »dass die Oberauer damals schon die besseren Chancen hatten, um das Spiel zu gewinnen«. Beim heutigen Gastgeber wartet man ja immer noch auf den ersten Punktgewinn im neuen Jahr. Sollte vielleicht sogar der erste Dreier gelingen, dann hätte man den Büdinger Kreisrivalen wohl frühzeitig mit nach unten gezogen. »Wenn die Sportfreunde bei uns nicht gewinnen, dann wird es schwierig werden, die Klasse noch zu halten«, weiß auch Pilch, dass beim Gegner eine hohe Drucksituation vorhanden ist. Von Gastgeschenken hält der Niddaer Coach nicht viel, ist man dem eigenen Anhang doch auch wieder einmal ein Erfolgserlebnis schuldig. Gegen den VfB Offenbach (0:1) war man am Gründonnerstag nahe dran am ersten Punktgewinn. Dass es nicht zum Teilerfolg reichte, lag nach Auskunft von Pilch wieder einmal an der fehlenden Durchschlagskraft im letzten Drittel. Heute Abend fällt mit Garik Rafaelyan (Sprunggelenkverletzung) auch noch der bisher torgefährlichste Spieler aus, was die Aufgabe dann nicht einfacher macht. Auch hinter dem Einsatz des angeschlagenen Routinier Michell Rauch steht nach Auskunft von Pilch noch ein dickes Fragezeichen.

Personell am Krückstock gehen die Gäste aus Oberau schon seit einigen Wochen. Coach Christoph Werner muss vor allem im Defensivbereich immer wieder neu improvisieren. Nach dem letzten Heimspiel gegen Türk Gücü Hanau sah sich Oberaus Spielausschussvorsitzender Peter Kuhl wieder einmal in seiner Einschätzung bestätigt, »dass unsere junge Mannschaft mit Drucksituationen nicht sonderlich gut umgehen kann«. Erst nach einer etwas lauteren Halbzeitansprache von Coach Christoph Werner wurde es im zweiten Durchgang deutlich besser. Das letzte Heimspiel hat gezeigt, dass es an der Moral nicht liegt. Die Sportfreunde haben jetzt dreimal in Folge (ein Sieg, zwei Remis) nicht verloren und hoffen heute Abend trotz anhaltender Personalprobleme auf den nächsten Dreier. »Die Viktoria wird uns nichts schenken«, stellt sich Kuhl auf ein hartes Stück Arbeit ein und warnt davor, den Gegner am Tabellenplatz und der bisherigen Punktausbeute zu messen. »Die Ergebnisse der Viktoria waren zuletzt nicht so schlecht. Sie haben sich sehr oft achtbar aus der Affäre gezogen«, teilte Kuhl mit. Was die personellen Planungen für die nächste Saison betrifft, so gibt es laut Kuhl noch keine Zugänge, aber bereits Abgänge zu vermelden.

Drei Abgänge

Paul Kipper wechselt im Sommer zum Verbandsligisten SG Kinzenbach. Der 23-jährige technisch starke Außenbahnspieler wohnt bereits seit geraumer Zeit in Gießen und will den Sprung in die nächste höhere Spielklasse jetzt wagen. René Becker wird sich dem FC Erlensee anschließen und Keeper Tobias Kling zu seinem Heimatverein Nieder-Mockstadt zurückkehren.

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