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Spitzenspiel steigt in Rainrod

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Daniel Kämmerzell (grünes Trikot) stolperte am vergangenen Wochenende mit Rainrod und verlor die Tabellenführung. Jetzt steht das Spitzenspiel gegen Gedern II an. © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (pem). Blickpunkt Fußball-Kreisliga A Büdingen: Im Spitzenspiel des Wochenendes triff der SV Rainrod am Sonntag ab 15.15 Uhr auf den FC Alemannia Gedern II (alle Paarungen im Terminkasten auf dieser Seite). Der SVR verlor nach dem 1:1 in Glashütten die Tabellenführung an die SG Wallenhausen/Fauerbach. Beim SVR waren dabei einige Spieler in Quarantäne - auch Spielertrainer Sven Diedrich musste zuschauen.

»Es schaut aber ganz gut aus, dass wir gegen Gedern wieder mehr Spieler dabei haben«, sagt Diedrich. Niklas Nies und Jannik Scharmann stießen wieder zur Mannschaft. Allerdings verletzte sich Raphael Reiß nach gutem Start im Spiel gegen Wallernhausen (3:1) vor zwei Wochen und wird lange ausfallen. Diedrich: »Ich denke, dass Gedern ebenfalls auch nicht vollzählig auflaufen wird.« Ansonsten freue er sich - ungeachtet aller Aufstiegsüberlegungen - sehr auf dieses Spiel. »Gedern ist eine der spielstärksten Mannschaften in der Liga. Sie versuchen mitzuspielen und es macht einfach Spaß, gegen sie anzutreten. Da wir beide sehr nach vorne spielen, rechne ich mit einem offenen Match, das wahrscheinlich durch Kleinigkeiten entschieden wird.« Die Gederner gaben bei ihrem Rückrundenstart in Rohrbach ebenfalls zwei Punkte ab, während das Heimspiel gegen den VfR Hainchen ausfiel.

Tabellenführer SG Wallernhausen/Fauerbach tritt bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim II an. Hier öffnet sich eine gute Gelegenheit für die Elf von Trainer Christian Haardt, den Vorsprung auszubauen. Auch die Wallernhäuser hatten coronabedingt in ihrem Spiel gegen Rommelhausen einige Ausfälle. Trotzdem gelang ein wichtiger 2:1-Sieg, der die Wallernhäuser Truppe wieder auf Platz eins führte. Die Stammheimer, die gegen den Abstieg kämpfen, dürften es schwer haben, gegen die Wallernhäuser zu punkten.

Der VfR Hainchen tritt gegen die SG Rohrbach/Büches an. Beim VfR fielen am vergangenen Wochenende, wie Vorsitzender Hubert Hacker berichtet, »zehn bis 15 Personen« aus der Mannschaft wie dem Betreuerstab aus - auch ihn persönlich traf es. Er ist zuversichtlich, dass der VfR wieder antreten kann, aber nicht glücklich mit der Situation: »Wir werden sicher mit Verlusten spielen müssen, es ist zumindest bei der zweiten Mannschaft zweifelhaft, dass das Spiel zustande kommt.« Hacker glaubt auch, dass nach den coronabedingten Ausfällen noch Fitness-Handicaps bestehen. Dass das ausgefallene Spiel gegen Gedern schon kommende Woche nachgeholt werden soll, stelle den VfR vor einige Mühen. Dabei war der abstiegsgefährdete VfR gut in die Rückrunde gestartet, mit einem 3:0-Sieg gegen Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten. Länger verletzt ist Julian Kunkel. Bei den Rohrbachern stotterte der Angriffsmotor noch etwas, doch zumindest punktemäßig bleibt die Mannschaft nach einem 0:0 gegen Gedern II und einem knappen 1:0-Sieg im Derby gegen SG Büdingen auf Kurs und wahrt die Chance, im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitzureden.

Im Kellerduell spielt die SG Büdingen gegen die SG Usenborn/Bergheim . Die Büdinger sind zu einer »Wundertüte« geworden. Nachdem die Mannschaft zu Saisonbeginn kaum mithalten konnte, kam im Winter ein Zustrom neuer Spieler. »Wir werden die Büdinger nicht unterschätzen«, sagt Usenborns Trainer Mario Anthis. «Dort sind jetzt einige aktiv, die Kreisoberliga-Erfahrung haben. Wer diese Mannschaft unterschätzt, hat schon verloren.« Besonders die Rückkehrer Yusuf Kaan Ceribas und Almir Karalic werten die SG auf, während Routinier Volkan Bina in der Defensive ohnehin eine starke Saison spielt. In seinen beiden ersten Spielen holte Anthis als neuer Trainer Usenborns vier Punkte, schob das Team ein Stückchen weiter in Richtung Klassenerhalt. Mit einem Sieg gegen Büdingen könnte die Mannschaft bereits ein dickes Polster auf die Abstiegsränge schaffen. Doch mit Rechnereien will sich Anthis noch gar nicht befassen: »Wir denken von Spieltag zu Spieltag und warten ab, bis wir es wirklich rechnerisch geschafft haben.« Mit den Leistungen in seinen ersten Spielen ist er zufrieden. Zwar sei in der Offensive noch Potenzial nach oben. Doch dafür sei es bereits zweimal gelungen, zu null zu spielen.

Die SG Eintracht Ober-Mockstadt , die morgen gegen den VfR Rudingshain antritt, legte einen Fehlstart hin. Obendrein muss die Mannschaft einen Trainerwechsel bewältigen: Trainer Ralf Eberhardt trat vor einer Woche zurück. Als Interimstrainer übernahm Martin Böcher das Amt bereits beim 0:1 gegen die SG Usenborn/Bergheim. Der langjährige ehemalige Torwart der SGE trainierte die Mannschaft schon einmal vor vielen Jahren. Der VfR konnte die Erfolgsgeschichte mit dem neuen Trainer Michael Krause auch in der Rückrunde fortsetzen. Mit den Siegen in Langd und gegen Schotten II konnte die Mannschaft schon acht Punkte zwischen sich und die Abstiegszone bringen.

Der SV Blau-Weiß Schotten II tritt gegen die Sportfreunde Oberau II an. Die Elf von Trainer Niko Doll gerät immer mehr in Abstiegsgefahr. Beide Rückrundenspiele gingen verloren. Die Mannschaft steht auf dem letzten Tabellenplatz und kommt nicht voran. Die Gäste sind favorisiert. Ihnen gelangen zwei deutliche Siege, allerdings stellten Nieder-Mockstadt/Stammheim und Ulfa/Langd keine starke Konkurrenz dar. Die Brüder Endrit und Enis Gjoshi befinden sich in guter Frühform und agierten bisher vor dem Tor sehr erfolgreich.

Außerdem kommt es noch zum Aufeinandertreffen des FC Rommelhausen und der SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten . Der FC Rommelhausen schlug sich in Wallernhausen nicht schlecht, auch wenn das Spiel am Ende 1:2 endete. Trotzdem dürfte der FC auf einen gleichstarken Gegner treffen. Die Elf von Spielertrainer Deniz Türk verlor zwar das erste Rückrundenspiel in Hainchen, doch dann gelang der 1:1-Achtungserfolg gegen Rainrod. Auch hier war Türk der entscheidende Torschütze.

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