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Spannender Abstiegskampf

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Rückkehrer Tobias Silberling (links; hier gegen Ferdijan Idic von der FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf) startet mit Seemental das Unternehmen Klassenerhalt. © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (fsr). In der Fußball-Kreisoberliga Büdingen verspricht der Kampf gegen den Abstieg abermals große Spannung. Am ersten Spieltag des neuen Jahres kommt es im Duell zwischen dem SV Seemental und dem VfB Höchst gleich zu einem direkten Duell. Auch die übrigen Teams im Tabellenkeller wollen gut aus den Startlöchern kommen. Nach guter Vorbereitung steht die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen bei Blau-Weiß Schotten vor einer schweren Aufgabe.

Ähnlich schwer dürfte für den TV Kefenrod das Heimspiel gegen den KSV Eschenrod werden. Auf dem neuen Kunstrasenplatz in Oberau stehen sich am Sonntag die beiden Gruppenliga-Absteiger Sportfreunde Oberau und Viktoria Nidda gegenüber.

SG Dauernheim/Ober-Mockstadt - SG Wallernhausen/Fauerbach (Samstag, 18 Uhr in Dauernheim). Mit einer vorgezogenen Partie am Samstagabend (18 Uhr in Dauernheim) eröffnen die SG Dauernheim/Ober-Mockstadt und die SG Wallernhausen/Fauerbach den Kreisoberliga-Punktspielreigen des Jahres 2023. Die Gastgeber wollen so schnell wie möglich ihren ersten Saisonsieg feiern. Warum nicht gegen Aufsteiger Wallernhausen/Fauerbach, gegen den das Hinspiel 1:1 endete? «Auch wenn wir bisher eine miserable Hinrunde gespielt haben und der Klassenerhalt nahezu nicht mehr zu realisieren scheint, werden wir uns in der Rückrunde keinesfalls hängen lassen und in jedem Spiel alles geben«, betont SG-Trainer Michael Dietrich. Ein besonderes Augenmerk soll sein Team auf die Offensivkräfte Tim Müller und Winterneuzugang Garik Rafaelyan legen. »Beide bringen ein enormes Tempo mit und sind zudem sehr torgefährlich«, sagt Dietrich. Neben einer kompakten und disziplinierten Defensivleistung will der Tabellenletzte jedoch auch selbst im Spiel nach vorne Nadelstiche setzen. Gästetrainer Christian Haardt rechnet mit reichlich Gegenwehr, glaubt aber nicht, dass sein Team den Gegner unterschätzen wird. »Dauernheim kann uns durchaus Paroli bieten. Wer mehr investiert, der wird das Spiel gewinnen«, glaubt Haardt. Gespannt ist er auf den ersten Auftritt des neuen Torjägers Garik Rafaelyan. In der Vorbereitung habe der Ex-Niddaer seinen möglichen Wert für die SG-Elf schon angedeutet. »Ich glaube Garik fühlt sich bei uns sehr wohl und ich bin mal gespannt, wie er auf dem Platz unterwegs sein wird«, so Christian Haardt.

Sportfreunde Oberau - SC Viktoria Nidda (Sonntag, 15.15 Uhr). Im ersten Kreisoberliga-Punktspiel auf dem neuen Oberauer Kunstrasen geht es für die Sportfreunde gegen den letztjährigen Gruppenligakontrahenten SC Viktoria Nidda. Ein Prestigespiel. Die Gäste wollen den Anschluss an Platz zwei nicht verlieren und müssen daher zusehen, etwas Zählbares mit aus dem Altenstädter Gemeindeteil nach Hause zu bringen. Aufgrund vieler Ausfälle spekuliert Oberaus Trainer Daniel Böhmer nur leise auf einen Heimsieg. Zumindest verlieren wollen die Oberauer nicht. »Wir hoffen auf einen positiven Start in die Restrunde. Ein Punktgewinn wäre aufgrund der personellen Situation ein toller Erfolg.« Krankheits- oder verletzungsbedingt fehlen den Gastgebern Kai Schmied, Björn Gniot, Maxi Weitzel, Helge Wagner, Lukas Katzer sowie Falk van Haaren. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Ole Schäfer ein dickes Fragezeichen.

SV Seemental - VfB Höchst (Sonntag, 15.15 Uhr in Fischborn). Das Match auf den Kunstrasenplatz in Fischborn kommt einem Sechs-Punkte-Spiel gleich. Der gastgebende SVS kämpft um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, der VfB Höchst/Nidder könnte mit einem Auswärtssieg zum Auftakt den Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz auf zehn Punkte ausbauen. »Wir gehen mit viel positiven Elan in das Spiel, denn die letzten beiden Trainingswochen waren richtig gut«, meint Seementals Spielertrainer Dominic Höhl. Mit der Verlegung des wichtigen Spiels nach Fischborn wollten Trainerkollege Ronny Steinbeck und er einem Spielausfall vorbeugen. »Es war nicht absehbar, ob unser Platz in Mittel-Seemen bespielbar gewesen wäre, doch wir wollen dieses Spiel unbedingt austragen.« Hintergrund: Die Personallage ist gut, mit Tobias Barwig gibt es lediglich einen verletzten Spieler zu beklagen. Außerdem möchte der Tabellenvorletzte vor den schweren Aufgaben gegen die Topteams aus Gedern und Eschenrod Selbstvertrauen tanken. »Wir spielen auf Sieg«, gibt Höhl die Marschroute vor. Optimistisch stimmt ihn der jüngste 4:1-Testspielsieg gegen das A-Ligatopteam des SV Rainrod.

TV Kefenrod - KSV Eschenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Für den TV Kefenrod startet das Unternehmen Klassenerhalt mit einem Heimspiel gegen den KSV Eschenrod. Auf dem Papier sind die Gelb-Schwarzen gegen den Tabellendritten in der Außenseiterrolle. Allerdings haben die 08er den ambitionierten Vogelsbergern in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal Punkte abgeknöpft. Der KSV hat im Kampf um die Aufstiegsrelegation noch lange nicht aufgeben. Aktuell beträgt der Rückstand auf den Tabellenzweiten FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf fünf Punkte. Da die FSG am Sonntag aber gegen den großen Favoriten Alemannia Gedern spielt, könnte die Elf von Spielertrainer Frederick Ußner mit einem Sieg in Kefenrod dicht an den Vizeplatz heranrücken.

SV Blau-Weiß Schotten - SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen (Sonntag, 15.15 Uhr). Der SV Blau-Weiß Schotten belegt derzeit den fünften Platz im Büdinger Oberhaus. Trotz geringer Punktabstände will Blau-Weiß-Coach Christoph Barschtipan in seiner letzten Halbrunde auf dem Bockzahl tabellarisch nicht abstürzen. Der erfahrene Trainer weiß, dass die aktuell zu Buche stehenden 24 Punkte noch kein Ruhepolster darstellen. Mit einem guten Start sollen daher die Schäfchen frühzeitig ins Trockene gebracht werden. »Das erste Heimspiel gegen die SG Wolferborn ist für uns gleich richtungsweisend«, sagt Barschtipan. Auf dem großen Platz in Schotten sollen die spielerischen Vorteile der Gastgeber zur Geltung kommen. Da alle zuvor vereinbarten Testspiele (insgesamt sechs an der Zahl) ausgefallen sind, stehen die Vogelsberger vor einem Kaltstart. Die Dreierspielgemeinschaft kommt mit reichlich Testspielpraxis an. »Wir haben eben mehr trainiert. Und zwar auf dem Untergrund, auf dem wir auch spielen. Vielleicht kommt uns das ja zugute«, so Barschtipan, der bis auf die Langzeitverletzten Timon Ulm und Tim Meilinger personell aus dem Vollen schöpfen kann.

VfR Wenings - SG Hettersroth/Burgbracht (Sonntag, 15.15 Uhr). Auf dem Sportplatz in Wenings ist gleich am ersten Spieltag Derbystimmung garantiert. Der punktgleiche Tabellennachbar SG Hettersroth/Burgbracht reist an. Der Sieger des Nachbarschaftsduells wird sich um Platz fünf einpendeln, der Verlierer könnte Plätze im Klassement verlieren. Die gastgebenden Grün-Weißen setzen auf ihre Heimstärke und wollen Wiedergutmachung für die klare und verdiente 1:4-Hinspielniederlage betreiben. »Aber es ist Vorsicht geboten, vor allem vor der Offensive um Wismer und Kollegen. Nur der absolute Wille und die Bereitschaft zu kämpfen, werden uns einen Sieg bringen«, so Trainer Matthias Haas. Die Gäste hatten in der Endphase der Vorbereitung mit personellen Problemen zu kämpfen und mussten daher auch die beim Hanauer Kreisoberligisten Victoria Heldenbergen angesetzte Generalprobe absagen. Auch für Sonntag gibt es hinsichtlich der Kaderbestückung noch Fragezeichen. Sicher fehlen wird der SGH der privat verhinderte Dariusz Saflik. »Über die Qualität einzelner VfR-Spieler braucht man nicht reden, doch nach einer langen Pause muss jede Mannschaft erst mal sehen, wie sie aus der Winterpause kommt«, sagt SG-Trainer Markus Sinner in der Hoffnung auf einen offenen Schlagabtausch.

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