1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Souverän zum Titel

Erstellt:

kaspor_3103_hsgoberhesse_4c
Meisterkronen für die Spielerinnen der HSG Oberhessen. © pv

Weibliche A-Jugend der HSG Oberhessen wird ohne Punktverlust Bezirksliga-Meister.

Büdingen/Nidda (flo). Zehnmal gespielt, zehnmal gewonnen, dazu zwei kampflose Siege: Die A-Jugend-Handballerinnen der HSG Oberhessen, die in dieser Saison mit der HSG Gedern/Nidda kooperierten, haben sich mit maximaler Punkteausbeute souverän die Meisterkrone aufgesetzt. Mit 24:0 Zählern beendete die Mannschaft von Christian Wenzel und Mathias Jendrysik die Spielzeit auf Rang eins der Bezirksliga A Offenbach/Hanau.

Dass die Oberhessinnen ein heißer Titelanwärter sind, das war schon in der Winterpause klar. Doch auch nach dem Re-Start ließ die Spielgemeinschaft keinen Deut nach: Drei der vier Partien in diesem Kalenderjahr wurden mit mindestens neun Toren Differenz gewonnen. Zum Abschluss gab es gegen den ärgsten Verfolger TSG Offenbach-Bürgel noch einen 29:27-Heimerfolg.

Sehr breit aufgesteller Kader

Was die HSG so stark macht, liegt auf der Hand: Die Tiefe und Ausgeglichenheit der Mannschaft. »Wir sind auf jeder Position gleichwertig doppelt besetzt«, erklärt Trainer Wenzel. Kein Team der Liga warf im Durchschnitt pro Partie so viele Tore wie die Oberhessinnen. Unter den besten zehn Torschützinnen der Liga findet sich dennoch keine HSG-Spielerin. »Das sagt viel aus und zeigt, dass wir sehr breit aufgestellt waren. Das war definitiv unser Trumpf«, weiß Wenzel.

Nicht zu vergessen: »Je länger wir ohne Verlustpunkt waren, je näher wir dem Ziel Meisterschaft gerückt sind, desto unruhiger wurde die Mannschaft ja. Dazu sind zwischenzeitlich beide Kreisläuferinnen ausgefallen und wurden mehrere Spiele wegen Corona kurzfristig verschoben. All das haben die Mädels mental sehr gut gemeistert«, lobt der Trainer seine starke Truppe.

Das Meisterteam löst sich auf

Was folgt auf den sportlichen Gipfelsturm? Zumindest in der A-Jugend: Nichts. Gerne hätten die HSG Oberhessen und die HSG Gedern/Nidda weiter kooperiert, mit etwas mehr Vorbereitungszeit auch als offizielle Jugendspielgemeinschaft. Doch es fehlen die Spielerinnen, um in der nächsten Saison eine A-Jugend auf die Beine zu stellen. »Wir hätten nur acht Spielerinnen gehabt, darunter keine Torhüterin. Das wäre einfach zu wenig gewesen, um eine Saison durchzuhalten. Das ist sehr schade«, bedauert Wenzel, freut sich aber zumindest, mit der aktuellen Truppe »einen super schönen Abschluss« gehabt zu haben.

Für die Verbliebenen gibt es nun zwei Möglichkeiten: Mittels Gastspielrecht in der A-Jugend eines anderen Vereins mitzuwirken oder direkt in den Frauenbereich zu wechseln. »Von der Leistung her«, ist Wenzel überzeugt, »sind alle bereit, bei den Damen mitzuspielen.« Auch die mittelfristige Perspektive stellt sich nicht viel besser dar: Weder Oberhessen noch Gedern/Nidda haben in der laufenden Saison eine weibliche B-Jugend gemeldet. Gedern/Nidda hat zumindest eine C-Jugend, Oberhessen erst wieder eine D-Jugend.

Es dürfte also etwas Zeit vergehen, ehe wieder eine weibliche A-Jugend aus der Region um eine Meisterschaft spielen wird.

Auch interessant