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SG Büdingen: Mit Mohr zum Klassenerhalt

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Sind am Wochenende wieder gefordert: Benjamin Schäfer (SG Rohrbach/Büches, links) und Deniz Türk von der SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten). © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (pem). Nachdem sich in der ersten Hälfte der Rückrunde in der Fußball-Kreisliga A Büdingen viele Spitzenteams duellierten, steht aktuell eher der Abstiegskampf im Fokus. Obwohl mit dem SV Blau-Weiß Schotten II bereits ein Absteiger feststeht, bleibt die Lage spannend.

Besonders die SG Büdingen konnte sich wieder herankämpfen: Sie spielt morgen gegen die Sportfreunde Oberau II (alle Termine auf dieser Seite). Die Mannschaft holte aus den letzten vier Spielen sieben Punkte - ein Fakt, auf den Trainer Michael Mohr sehr stolz ist. Seit dem Spiel Ende März in Hainchen (1:1) steht Mohr wieder an der Seitenlinie. Sein Vorgänger Akin Kirsan unterstütze ihn zusammen mit Volkan Bina im Team. Für Mohr ist es das dritte Engagement in Büdingen; zuletzt trainierte er die Mannschaft 2019. Danach war er bis Anfang 2020 für die SG Usenborn/Bergheim tätig, machte dann eine Fußball-Pause. Schließlich sei der Verein wieder an ihn herangetreten, aber noch etwas anderes trieb ihn um: »Die SG Büdingen darf nicht in der B-Liga spielen. Bereits jetzt haben uns andere Mannschaften in der Nachbarschaft überholt.« Die Aufgabe ist schwierig - und doch wirkt Mohr optimistisch. Schließlich kann er auf starke Neuzugänge wie den anderen Rückkehrer Almin Karalic setzen, der bereits neun Tore schoss. »Wenn Yusuf Kaan Ceribas nach seiner Verletzung zurückkehrt, haben wir noch einen starken Mann im Sturm,« führt Mohr außerdem aus. «Er wird aber wohl noch ein Spiel ausfallen.« Lob findet Mohr aber auch für die vielen jungen Spieler wie etwa Philipp Wegner oder Denis Geringer, die seit dem Neustart der SG in der Kreisliga A 2020 dem Verein treu die Stange halten, als die Büdinger wie ein sicherer Absteiger aussahen. »Sie sind in jedem Training dabei, sind charakterlich sehr gute Spieler.« Mohr ist bis zum Saisonende verpflichtet. Allerdings kommt mit den Oberauern ein knackiger Gegner. Mit Enis Gjoshi/David Juschzak bieten die Sportfreunde aktuell die beste Sturmreihe der Liga auf. Die Sportfreunde-Reserve spielt ihre beste Saison seit Jahren, stieß bis auf den dritten Platz vor.

Die schwierigste Ausgangslage im Abstiegskampf hat die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim II - sie empfängt im Kellerduell den VfR Hainchen . Den Nieder-Mockstädter fehlen zehn Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Das ist schwer aufzuholen. Auch muss die Mannschaft von Interimstrainer Felix Müller traditionell noch viel häufiger durchwechseln als andere Reserven. Doch auch wenn wohl ein Wunder zum Klassenerhalt nötig ist - aufgegeben hat die Mannschaft sich noch nicht, wie sie beim 3:1-Sieg in Gedern vor zwei Wochen bewies. Auch beim 2:4 in Rudingshain war die Elf gut gestartet. Die Hainchener konnten in den letzten Wochen noch nicht so viel Boden gutmachen. Das lag auch daran, dass sie häufig gegen besserplatzierte Teams spielten. Mit der Partie in Stammheim beginnt für den VfR eine Serie von vier Kellerduellen, in denen er es selbst in der Hand hat. »Wir sind in den letzten Spielen zusammengerückt und haben uns eigentlich gut vorbereitet. In Stammheim sehe ich uns aber auch als Favorit,« sagt Trainer Rene Lotze. Nachdem zeitweise etliche Spieler wegen Corona erkrankt waren, kann er wieder aus dem Vollen schöpfen. Selbst mit den bisherigen Ergebnissen in der Rückrunde war Lotze nicht unzufrieden. So habe sein Team in Rainrod zwar mit 1:2 verloren, gegen den Favoriten aber trotzdem gut dagegen gehalten.

Im Spielplan genau umgekehrt verhält es sich bei der SG Usenborn/Bergheim , die morgen gegen Tabellenführer SG Wallernhausen/Fauerbach antritt. Sie spielt außerdem zum Beispiel noch in Rohrbach und Rainrod. Daher war es auch das Ziel des neuen Trainers Mario Anthis, in der ersten Phase der Rückrunde viele Punkte zu sammeln. Anfangs gelang das sehr gut, zuletzt gab es Rückschläge. Anthis verweist auf das 2:2 in Rudingshain, aber vor allem auf das 1:3 gegen Ulfa/Langd: »Das war ein ganz wichtiges Spiel, das Ergebnis ist schon enttäuschend. Es fielen aber fünf Stammspieler aus, und es zeigte sich, dass wir aktuell nicht in der Lage sind, so viele Ausfälle zu kompensieren.« So hätten Daniel Simon, Jan-Erich Scheffler, Daniel Langlitz, Marvin Röder oder Daniel Knebel gefehlt. Zumindest mit der Rückkehr von Simon und Scheffler sei in Bälde zu rechnen. Zwar werde seine Mannschaft gegen Wallernhausen defensiv antreten, »aber nur mauern macht auch keinen Sinn«. Zumindest, so wünscht es sich Anthis, soll seine Elf das 0:9 aus dem im Hinspiel vergessen machen. Die SG befindet sich auf Titelkurs. Zuletzt gab es ein 5:1 gegen Hainchen. Auch wenn die starke Offensive mal nicht so läuft, lassen die auch in der Abwehr gut besetzten Wallernhäuser nichts anbrennen. Dadurch, dass Rainrod letzte Woche spielfrei war, konnte die SG Wallernhausen/Fauerbach die Führung gegenüber dem SVR auf immer noch knappe vier Punkte ausbauen.

Die SG Eintracht Ober-Mockstadt steht der SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten gegenüber. Die SGE, betreut von Interimstrainer Martin Böcher, hält immer noch den heiß begehrten zehnten Platz, welcher den Klassenerhalt garantieren würde. »Die letzten Wochen waren ungünstig für den Spielrhythmus«, sagt Pressewart Florian Deis. Im April hatte sein Team zweimal spielfrei, trat nur in Wallernhausen (0:2) an. Dafür sei die Mannschaft wieder völlig fit. Deis ist auch optimistisch: »Am Potenzial mangelt es nicht. Auch wenn wir zum Beispiel kürzlich 2:3 in Oberau verloren haben, so zeigten wir eine gute Leistung. Und ich glaube, dass wir gegen fast jeden Gegner was holen können.« Den Gegner hält er für »eine kleine Wundertüte«. So hatten sie Schwierigkeiten bei ihrem Sieg gegen Ulfa oder der Niederlage in Hainchen. »Aber mit Deniz Türk sind sie eine Wucht nach vorne. Da kommt es drauf an, dass wir hinten stabil stehen und dann unsere schnellen Spieler einsetzen.« In der Tat: Ganz an die bisher besten Phasen der Vorrunde kommt das Spiel von Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten noch nicht heran. Aber die Mannschaft der Trainer Deniz Türk und Sven Schaumburg hat schon fast genügend Punkte zusammen, um sicher im oberen Mittelfeld zu landen.

Die SG Ulfa/Langd bekommt es mit der favorisierten SG Rohrbach/Büches zu tun. Auch für die Ulfaer wird es schwer bei acht Punkten Abstand auf das rettende Ufer. Bereits gegen Geiß-Nidda (4:5) und Gedern II (2:4) zeigte die Mannschaft aber Kampfgeist. Dieser Elan wurde beim 3:1-Sieg in Bergheim endlich belohnt. Es war der erste Sieg seit September. Der leichte Aufschwung ist auch dadurch bedingt, dass in der Offensive David Volpp wieder regelmäßiger mitwirkt und der Anfang der Rückrunde noch ausgefallene Jan Michael Döll zurückgekehrt ist. Die Rohrbacher liefern eine passable Rückrunde ab, können aber in den Titelkampf nicht mehr eingreifen.

Der FC Rommelhausen trifft auf den zweitplatzierten SV Rainrod . Auch der FCR war sicher noch nicht in Bestform zu sehen, spielt aber solide und holte zuletzt drei Unentschieden. Das Sturmduo Andrei Butiu/Gheorghe Anghel ist auch noch nicht ganz so treffsicher wie in der Vorrunde. Doch diese Spieler alleine stellen für jeden Gegner eine Gefahr dar. Die Rainröder stehen hingegen wegen der Wallernhäuser Führungsrolle in diesem Spiel stärker unter Zugzwang. Bereits im Hinspiel holten die Rommelhäuser in Rainrod einen Punkt.

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