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Serdar Seren legt alle Ämter nieder

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Serdar Seren hört bei der Viktoria auf. © Torben Frieborg

Nidda (tfr). Fußball-B-Ligist SC Viktoria Nidda II muss sich wenige Tage vor dem Rückrundenstart nach einem neuen Trainer umschauen. Serdar Seren tritt mit sofortiger Wirkung zurück, er wird dem Verein auch nicht mehr als Co-Trainer der in der Gruppenliga spielenden ersten Mannschaft zur Verfügung stehen.

Chemie stimmt nicht

»Meinen Job beim A-Team übe sich schon seit zwei Wochen nicht mehr aus. Die Chemie zwischen der ersten und zweiten Mannschaft stimmt in Nidda einfach nicht«, stellt Seren klar. Dass der 29-Jährige nun auch den B-Ligisten verlässt, hängt unter anderem mit der schlechten Trainingsbeteiligung zusammen. »Es hat nicht mehr gepasst. Da fehlt mir einfach die Motivation. Mehr möchte ich nicht sagen, weil mir der Verein am Herzen liegt«, berichtet Seren. Trotzdem steht seine Entscheidung fest, er wird der Viktoria auch nicht mehr als Spieler zur Verfügung stehen. Seren hofft, »dass trotz meines Rücktritts alle Spieler die Rückrunde durchziehen und der Verein in keine personelle Schieflage gerät«. Der scheidende Coach liegen bereits zwei andere Angebote vor. »Ob ich eins annehme oder mich erstmal auf meine Trainer-Lizenzen konzentriere, entscheide ich in den kommenden Tagen.«

Steht das B-Team die Runde durch?

Die Vereinsführung der Viktoria muss derweil den dritten B-Team-Trainer der laufenden Runde aus dem Hut zaubern. Der in die Saison gestartete Sergej Svistun hielt nur etwas länger als einen Monat durch. Nach vier sieglosen Spielen und wegen zeitlicher Probleme, Svistun konnte das Training aus beruflichen Gründen nur selten leiten, kam es zur einvernehmlichen Trennung.

Wie es weitergeht, will der SC-Vorstand am morgigen Donnerstag besprechen. »Noch haben wir keinen Trainer. Wir müssen auch mal schauen, ob Serdars Freunde dem Verein weiter zur Verfügung stehen und wir eine spielfähige Mannschaft haben«, berichtet Vorsitzende Karin Wirth, die sogar einen Rückzug des im Sommer 2020 »wiederbelebten« B-Teams nicht ausschließen kann. Das erste Ligaspiel hätte der Tabellenvorletzte der B-Liga (Gruppe 1) am 20. März.

»Irgendwie ist kein Gemeinschaftsgefühl aufgekommen. Das liegt aber auch an einigen Akteuren der zweiten Mannschaften, die sich kaum oder nie ein Spiel des A-Teams anschauten und dort bei Personalnot nicht aushelfen wollten. Dieser Vorwurf richtet sich nicht an Serdar, er half mehrmals in der ersten Mannschaft aus«, stellt Wirth klar.

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