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Gespannt fiebert Gedern/Niddas Kreisläuferin Klara Engel auf der Tribüne der Niddaer Gymnasiumhalle mit, ist aber relativ guter Dinge, dass trotz ihrer Verletzung ein Einsatz für den Drittligisten am Samstag in Köln drin ist.

Hoffnung auf Comeback

Sehnsucht nach dem Kreis: Gedern/Niddas Klara Engel hofft auf Einsatz in Köln

Seit 9. Oktober ist die Kreisläuferin der HSG Gedern/Nidda, Klara Engel, verletzt. Nach dem Heimsieg vom vergangenen Wochenende hofft sie nun umso mehr auf ein baldiges Comeback.

Nidda (flo). Als die Schlusssirene dann endlich ertönt war, als der 25:18-Heimsieg der Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda gegen den 1. FSV Mainz 05 II amtlich war, hielt es Klara Engel endgültig nicht mehr auf ihrem Platz. Die Kreisläuferin, die wie bereits in Eddersheim verletzungsbedingt nur zuschauen hatte können, flitzte aufs Spielfeld, herzte ihre erfolgreichen Mitspielerinnen.

60 Minuten lang hatte Engel zuvor von Reihe eins der Tribüne aus aufgemuntert, angefeuert und mitgelitten. Das Gefühl, dass die 21-Jährige viel lieber auf der Platte gestanden hätte, täuschte nicht.

»Auf der Tribüne zu sitzen, das geht gar nicht«, lachte Engel. »Da bin ich aufgeregter, als wenn ich selbst spiele.« Genau das aber verhindert derzeit ihre Verletzung.

Am 9. Oktober war Engel bei der 25:26-Heimniederlage gegen Rodgau Nieder-Roden bei einem Tempogegenstoß infolge eines Gegnerkontakts unglücklich aufgekommen und auf die Hüfte gefallen. »Ich bin dann zurückgelaufen, habe aber, als ich beim nächsten Angriff wieder nach vorne wollte, schon gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt«, erzählt die Lehramtsstudentin. Dennoch: Sie ließ sich nichts anmerken und spielte durch. »Nach dem Spiel konnte ich dann keinen Schritt mehr vor den anderen setzen.«

An Training war seitdem nicht zu denken. Die Adduktoren waren in Mitleidenschaft gezogen, Hüfte und Schambein geprellt, die Schambeinfuge, also die Verbindung beider Schambeine, gequetscht. Fast vier Wochen musste Engel deshalb zuschauen, am vergangenen Freitag konnte sie erstmals wieder mittun. Ein Einsatz gegen Mainz war jedoch kein ernsthaftes Thema.

»Die Gefahr, dass etwas passiert und Klara dann länger ausfällt, wäre zu groß gewesen«, begründete HSG-Trainer Christian Breiler. Und: »Sprinten ist noch nicht wieder drin«, ergänzt die Spielerin.

Im Innenblock agierte an der Seite von Hanna Rösner deshalb erneut die 18-Jährige Leonie Hutin. »Wir haben Leonie ins kalte Wasser geworfen, aber sie hat das gut gemacht und soll ihre nächsten Schritte gehen«, befand Breiler. »Das zeigt, dass wir Alternativen haben, auch wenn Klara wieder da ist.«

Am Kreis indes spielten wechselweise Hutin und Yeruti Krauß, ohne aber viele Impulse zu setzen.

Ob sie beim anstehenden Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am nächsten Samstag wieder dabei sei? »Ich bin guter Dinge. Unser Physiotherapeut meint auch, es fühle sich nicht mehr so verkrampft an«, sagt Engel voller Zuversicht. Das wäre nicht nur für die HSG Gedern/Nidda, sondern gewiss auch für das Nervenkostüm der Kreisläuferin Klara Engel vorteilhaft.

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