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Sechserpack als Ausrufezeichen

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Maximilian Vonalt (links) vom gastgebenden FC Alemannia Gedern wird von Sayan Mazlum im roten Trikot des VfB Offenbach attackiert. © Achim Senzel

Region (fsr). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost spitzt sich der Kampf um den Klassenerhalt langsam aber sicher zu. Mit dem FC Alemannia Gedern hat zumindest noch ein Vertreter aus dem Kreis Büdingen weiter realistische Chancen auf den Ligaverbleib. Mit einem 6:1-Erfolg gegen den direkten Mitkonkurrenten VfB Offenbach setzte die Alemannia ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Im Lager der Gäste waren die Verantwortlichen nach dem unerwarteten Sechserpack bedient, schließlich waren dem VfB zuvor drei Siege in Serie geglückt. »Das war eine absolut desolate Leistung, wir haben gespielt wie ein Abstiegskandidat. Jeder sollte seine Leistung hinterfragen«, haderte der Vereinsvorsitzende Andreas Griesenbruch. Während Gedern durch den überraschend hohen Erfolg wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt schöpft, stiegen die VfB-Kicker frustriert in den Reisebus, mit dem der VfB die Auswärtsfahrt in Richtung Vogelsberg angetreten hatte.

»Wenn unsere Spieler auf dem Platz noch Käsekuchen gegessen hätten, dann wäre die Kaffeefahrt perfekt gewesen«, ätzte Griesenbruch und kündigte für diese Woche Gespräche an. »Ich habe Redebedarf«, stellte der Vorsitzende klar.

Hoch her ging es in der Partie zwischen dem SVG Steinheim und Kickers Obertshausen. Ein nicht gegebenes Tor erhitzte am Pfaffenbrunnen die Gemüter. Gästespieler Jan Gebhardt schweißte das Spielgerät in der 74. Minute in den Winkel, doch die Schiedsrichter waren der Meinung, dass der zurückprallender Ball vorher nicht im Tor war.

»Jeder auf dem Sportplatz hat gesehen, dass der Ball drin war«, echauffierte sich Kickers-Trainer Marcel Dindorf, der wegen Reklamierens die Rote Karte sah. »Uns hat er dafür zwei Tore von Pio Busch und Nikola Andrejic aberkannt«, war auch SVG-Sprecher Bernd Hartmann nicht gut auf den Unparteiischen zu sprechen.

»Das Spiel war am Ende recht wild, doch angesichts der anderen Ergebnisse war dieser Punkt für uns Gold wert«, bilanzierte der Steinheimer Funktionär.

Auch Marcel Dindorf hatte sich alsbald wieder beruhigt, denn seine Kickers werden als Tabellenzweiter den souveränen Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt ohnehin nicht mehr einholen können. Die »Roten« glänzten diesmal etwas weniger, fuhren aber dennoch einen 1:0-Sieg bei der SG Marköbel ein. Und das, obwohl die Elf von Trainer Lars Schmidt nach der Roten Karte für Marcel Fleckenstein einige Zeit in Unterzahl spielen musste. Für den FSV Bad Orb wird die Lage nach der 3:4-Heimniederlage gegen die SG Rosenhöhe Offenbach immer prekärer. Unabhängig ob dem Team der beiden Trainer Ralf Krieger und Dominik Stenger der Klassenerhalt doch noch gelingt, verlieren die Kurstädter nach Saisonende ihren mit Abstand gefährlichsten Angreifer. Mirza Becirovic (13 Saisontreffer) steigt nämlich auf und wechselt zur benachbarten SG Bad Soden in die Verbandsliga Nord. Die zweite Mannschaft des FC Hanau 93 lässt sich trotz prekärer Tabellenlage nicht hängen und feierte gegen die favorisierte SG Klein-Krotzenburg einen 3:1-Erfolg. »Jeder ist für jeden gelaufen«, lobte HFC-Trainer Adolfo Alonso das Auftreten seines Teams, das diesmal in Erstmannschafts-Keeper Armend Brao einen sicheren Rückhalt hatte. In der Tabelle kletterten die Hanauer auf Rang 18, das rettende Ufer ist aber noch weit entfernt.

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