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Schwächeln verboten

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Benedikt Spahr von der SG Ulfa/Langd wird vom Hainchener Kontrahenten Daniel Hacker attackiert. © Achim Senzel

Kreis Büdingen (pem). Im Titelrennen der Fußball-Kreisliga A Büdingen konnte die SG Wallernhausen/Fauerbach ihren Vorsprung auf vorübergehend zehn Punkte ausbauen - und das vor der schwierigen Aufgabe bei den Sportfreunden Oberau II . Die SG gab in der Rückrunde erst drei Punkte ab. Zuletzt erlaubte sie sich kaum Schwächen. Doch die Oberauer sind einer der schwersten Gegner seit Langem für die Haardt-Elf.

Die Sportfreunde mauserten sich zur zweitbesten Mannschaft in der Liga in der Rückrunde. Besonders die Torgefahr ist derzeit extrem. Die Sportfreunde haben nach Wallernhausen auch die zweitmeisten Treffer in der Liga geschossen.

Freilich trügt der Schein etwas beim Wallernhäuser Vorsprung: Er ist auch deshalb so hoch, weil jüngst zwei Spiele des SV Rainrod ausfielen bzw. verlegt wurden. Diese sechs Punkte könnte sich der zweitplatzierte noch zurückholen. Er tritt bei der SG Ulfa/Langd an. Durch die Verlegung eines Spiels konnte der SV Rainrod die 2:6-Niederlage in Rommelhausen noch nicht wettmachen. Die Rainröder haben nur noch sieben Spiele Zeit, die SG einzuholen. Freilich - außer dem Stolperer in Wallernhausen - lief für sie die Rückrunde eigentlich gut. Zu den auffälligsten Akteuren nach der Winterpause gehörte Vincent Neumann, der an vielen Toren wie Vorlagen beteiligt war. Die SG Ulfa/Langd bekam im Kellerderby in Hainchen zuletzt einen 1:8-Dämpfer, nachdem sie zwischenzeitlich wieder etwas näher an die Nichtabstiegsränge herangerückt waren. Allerdings zeigte sich die SG zuletzt kämpferischer und bereitete auch nominell stärkeren Teams Schwierigkeiten, wie beim 2:1 vor zwei Wochen gegen Rohrbach - und vielleicht wird die Elf der Spielertrainer Manuel Sparwald/Tobias Wolf hier durch das Derby beflügelt.

Die SG Usenborn/Bergheim spielt gegen den FC Alemannia Gedern II . Die Usenborner waren zwar ganz gut in die Rückrunde gestartet unter dem neuen Trainer Mario Anthis. Doch seit das gesicherte Mittelfeld in Reichweite kam, läuft nichts mehr so richtig zusammen. Vier Niederlagen in Folge gab es zuletzt wieder. Zwar stimmte in Geiß-Nidda beim 3:4 wieder die kämpferische Leistung. Auch zeigte sich die Mannschaft mal wieder offensivstärker, wobei auch Daniel Langlitz und Florian Weinthäter wieder mitwirkten. Jetzt ist die Elf wieder in großer Abstiegsgefahr. Der Gegner aus Gedern erlebte in der Rückrunde einen großen Einbruch: gehörte die Mannschaft vor der Winterpause noch fest zum Favoritenkreis, so holte sie seither nur neun Punkte aus neuen Spielen. Spielertrainer Tino Schmitt erläutert die Gründe: »Zum einen war die Trainingsbeteiligung in der Wintervorbereitung nicht so toll. Dann mussten wir vorrangig die erste Mannschaft unterstützen, die im Abstiegskampf steckt, und Spieler abgeben. So hatten wir kein eingespieltes Team.« Er verhehlt aber auch nicht, dass er zum Teil auch die rechte Einstellung vermisste. Schmitt selbst war lange verletzt, wirkt aber auch wieder auf dem Spiel mit. Nun gehe es darum, »die Saison ordentlich zu Ende spielen.« Immerhin der dritte Platz sei noch erreichbar, das wolle seine Mannschaft auch versuchen.

Der VfR Rudingshain empfängt zu Hause die SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten . Den Rudingshainern erging es zuletzt ähnlich wie Usenborn. Nach ordentlichem Rückrundenstart glückte es zuletzt nicht - das 4:2 gegen Nieder-Mockstadt ausgenommen - die nötigen Punkte zum Klassenerhalt einzusammeln. Gerade auswärts verlor der VfR oft deutlich, so etwa gegen die allerdings auch deutlich stärkeren Wallernhausener (0:4) und Oberauer (2:4). Doch wenn es gelingt, die Heimstärker auszuspielen, könnte gegen die SG ein Punktgewinn gelingen. Allerdings befinden sich die Geiß-Niddaer in einer Serie - fünf Spiele lang sind sie jetzt ohne Niederlage. Oft ging es dabei - wie beim 4:3 gegen Usenborn - knapp zu. Doch im Offensivbereich harmonierten Deniz Türk, Raphael Nawroth und Max Schmidt zuletzt gut und die SG kämpft jetzt sogar wieder mit um den dritten Platz.

Die SG Rohrbach/Büches spielt ebenfalls noch um diese - freilich für den Aufstieg dieses Jahr nicht relevante Position mit. Sie empfängt heute die SG Eintracht Ober-Mockstadt . Obwohl die Resultate zufriedenstellend sind, sind die Rohrbacher noch von der Topform der Vorrunde entfernt. Voll überzeugt hat bisher Neuzugang Finn Schäfer, der in der Rückrunde bis dato zehn Tore erzielt hat. Allerdings ist die Mannschaft von Trainer Ali Haiahem aber auch personell nicht auf der Höhe; so gab es zuletzt zum Beispiel Schwierigkeiten, die Torwartposition zu besetzen, sodass etwa Abwehrspieler Isam Tit im Tor spielte.

Den Ober-Mockstädtern gelang es auch unter Interimstrainer Martin Böcher noch nicht, entscheidende Fortschritte im Abstiegskampf zu machen. Allerdings hatte es die Mannschaft auch mit starken Gegnern zu tun. Zuletzt gab es immerhin ein 2:2 in Gedern.

Schließlich empfängt die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim II den FC Rommelhausen . Die Nieder-Mockstädter dürften kaum noch in der Lage sein, die Klasse zu halten. Die SG-Reserve konnte in den letzten beiden Spielen keine Mannschaft aufbieten; die Partie in Rainrod konnte dabei noch verlegt werden. Einen weiteren Spielausfall können sich die Nieder-Mockstädter nicht leisten, ansonsten droht der Zwangsabstieg. Der FC Rommelhausen ist hier klar favorisiert. Nach den deutlichen Heimsiegen gegen Rainrod (6:2) und Büdingen (5:2) rückt sogar der dritte Platz wieder etwas näher.

»Der Klassenerhalt ist schon mal gesichert für uns,« sagt Vorsitzender Karl-Heinz Höflich: »Wir können jede Mannschaft schlagen.« Die Mannschaft ist wieder in Topform; besonders Gheorghe Anghel, »einer der besten Techniker« beim FC, brillierte zuletzt. Um in Zukunft mal weiter vorne mitspielen zu können, braucht die Mannschaft noch zwei bis drei neue Spieler.

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