+
Die Szene zum 2:6-Endstand. Heiko Oechler überlistet die Eintracht-Abwehr.

Schotten legt Respekt schnell ab

Schotten (sw). Die großen Namen flößten doch eine gehörigen Respekt ein. Nachdem der frühere Reck-Weltmeister Eberhard Gienger per Fallschirm aus der Luft den Spielball gebracht und die Blau-Weiß-Kinder die beiden Teams auf das Feld geführt hatten sowie die obligatorische Mannschaftsfotos gemacht waren, konnte es losgehen,

Blau-Weiß Schotten Ü35 - Eintracht Traditionself 2:6 (0:5). Dass es bereist nach neuen Minuten 3:0 für die Traditionself der Eintracht stand, schien die Vorahnung von Ü35-Mitstreiter Christian Könighaus, die er im Vorfeld geäußert hatte, kräftig Nahrung zu geben. Lothar Sippel, Michael Thurk und Mark Husterer bugsierten das runde Leder scheinbar mühelos nach schnellen Kombinationen ins Schottener Tor. Die Blau-Weißen hatten einen schweren Stand, so wie es auch erwartet worden war. Ballbehandlung, Technik und Spielübersicht der früheren verlernen sich nicht so schnell.

Erst in der 19. Minute kamen die Gastgeber zum ersten Mal in die Nähe des Eintracht-Tors. Doch Christoph Laun ließ die Chance ungenutzt. Immerhin ab Mitte der ersten Halbzeit kamen die Schottener besser ins Spiel, auch dank einiger Auswechslungen. Aber da hatte die Eintracht bereist durch zwei Treffer von Slobodan Komljenovic auf 5:0 erhöht. Das übliche zweistellige Ergebnis, das die Eintracht-Oldies bei ihren anderen Gastspielen im Rahmen des »Eintracht in der Region«--Projektes abgeliefert hatten, schien auch auf dem Bockzahl seinen Lauf zu nehmen.

Richtung Halbzeit ebbte der Elan der Traditionself aus Frankfurt ein wenig ab. Die Schottener trauten sich jetzt mehr zu und konnten sich einige Chancen herausarbeiten. Beinahe hätte es mit dem ersten Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff von Kevin Eberheim geklappt. Aber das nötige Glück fehlte.

Das hatte dann Simon Edelmann nach der Pause, als er zum vielumjubelten 1:5 einlegte. Die Blau-Weißen hatten sich verjüngt gegenüber der Aufstellung in der ersten Halbzeit. Der anfängliche Respekt war einem gewissen Ehrgeiz gewichen, den Männern im rot-schwarzen Dress noch das eine oder andere Ei ins Nest zu legen. Erstmals überhaupt für die Eintracht-Traditionself war in den zweiten 45 Minuten Ioannis Amanatidis im Einsatz. Der Grieche hatte es sich trotz Knieprobleme nicht nehmen lassen, auf den Bockzahl zu kommen. Er sorgte auch in der 61. Minute für das 6:1 für die Mainstädter, denen in der letzten halben Stunde kein Tor mehr gelang.

Sehenswert war eine schöne Rettungstat von Blau-Weiß-Keeper Sven Emrich, der gegen den frei durchgekommen Michael Thurk mit einer tollen Parade in höchster Not rettete. Den umjubelten Schlusspunkt setzte Heiko Oechler, der der nicht mehr ganz konzentriert wirkenden Eintracht-Abwehr den Ball wegfischte und zum 2:6-Endstand einlegte. Unmittelbar danach war Schluss. Kevin Eberheim gab den Ball nicht mehr frei.

Eberhard Ginger bringt den Spielball aus der Luft.