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Schneller Weltcup-Kandidat

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Marvin Ulbrich (TGV Schotten) belegt nach 21 Kilometern Rang 15. © Stefan Weil

Grebenhain (sw). Die Saisoneröffnung für die Rollskisportler im Muna-Gelände stand im Zeichen eines großen Wettbewerbes, der Ende Juni in Norwegen stattfinden wird. »Es geht um die erste Standortbestimmung«, sagte Heinrich Hau. Der Organisator des SC Lanzenhain ist seit dieser Saison kommissarischer Referatsleiter für den Rollskilauf innerhalb des Deutschen Skiverbandes.

In Norwegen, wo der nordische Skisport einem ganz anderen Stellenwert hat als in Deutschland, wird in Notodden in der Nähe von Oslo der erste Weltcup der Saison ausgetragen. 20 000 Zuschauer werden dazu erwartet. »Wir wollen mit einer schlagkräftigen Mannschaft dort vertreten sein«, so Hau, der bei der Findung des Nationalteams vom Schottener Maxemilian Böhler unterstützt wird. Der früher zur deutschen Spitzenklasse der Junioren zählende A-Lizenz-Trainer ist verantwortlicher Coach im neu gebildeten Betreuerteam der Rollskisparte.

Fünf Läufer und drei Läuferinnen wird voraussichtlich das Team für den Weltcup umfassen. Auf dem knapp drei Kilometer langen Wendekurs in der Muna gab Birger Hartmann (VfL Bad Berleburg) am nachhaltigsten seine Visitenkarte ab. Der 21-Jährige ließ nach dem Massenstart von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, dass er erster Kandidat für den Sieg auf der 21 Kilometer langen Strecke sein würde. Als der lange Anstieg zum ersten Mal unter die für alle Teilnehmer gleichen Rollskier genommen wurde, lag der hoch aufgeschossene Athlet schon mit kleinem Abstand in Führung. Mit kräftigen Doppelstockschub und mit dem in der Technikzone geforderten Zwischenschritt spulte er das geforderte Pensum wie ein Uhrwerk ab und enteilte seinen Verfolgern zusehends Runde für Runde ein Stückchen mehr. Dahinter formierte sich ein Quartett, zu dem auch Nico Rieckhoff (TSV Grebenhain) gehörte. Der Grebenhainer TSV-Läufer gilt eigentlich eher als famoser Sprinter. 2020 holte er sogar einen Weltcup-Sieg in Lettland. Nico Rieckhoff sorgte in der Verfolgergruppe immer wieder für Tempo, nicht zuletzt am Berg mit dynamischen Stockschüben. Mit zunehmender Distanz fiel die Gruppe im Finale allerdings auseinander. Nico Rieckhoff musste schließlich seinem hohen Kräfteeinsatz Tribut zollen und seine unmittelbaren Mitkonkurrenten ziehen lassen. Nach 54:11 Minuten war es schließlich Platz fünf, der für ihn zu Buche stand.

Der überlegene Sieger Birger Hartmann (51:58 Minuten) hatte im Ziel fast zwei Minuten Vorsprung herausgelaufen vor Max Bernshausen (SC Rückershausen/53:40 Minuten), der im finalen Sprint seinen Teamkollegen Till Hartmann um eine Sekunde auf Platz drei verwies. Vierter wurde Tobias Hartig (BTSV Eintracht Braunschweig/53:56 Minuten).

Hau bester Lokalmatador

Von den heimischen Rollski-Athleten war einmal mehr Heinrich Hau der Schnellste. Er ließ es sich natürlich nicht nehmen, neben den organisatorischen Aufgaben auch den unmittelbaren Wettstreit mit den rund 40 Teilnehmern zu suchen. Am Ende stand für ihn als Sieger der Altersklasse M55 in 59:29 Minuten der elfte Gesamtplatz zu Buche. Nur eine Sekunde dahinter folgte in einem tollen Dreiersprint sein Lanzenhainer Teamkollege Michael Henning auf Platz 13. Marvin Ulbrich (TGV Schotten/1:01:43 Stunden) belegte den 15. Platz, sein Vater Jan (1:07:02 Stunden) wurde 21. Dazwischen beendeten noch die beiden SCL-Starter Dietmar Weinel (19./1:06:16 Stunden) und Vitaly Osipov (20./1:06:38 Stunden) das Rennen.

Der SC Lanzenhain veranstaltet in den kommenden Wochen zwei weitere Rollski-Rennen. Am Sonntag, 12. Juni, in Lanzenhain, und am Sonntag, 26. Juni, der zweite Lauf zur DSV-Skiroller Marathonserie im Muna-Gelände. Für Samstag, 11. Juni, ist der Ellersbachlauf terminiert.

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