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Schicksalsträchtig

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Spielertrainer Ferdijan Idic von der FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf treibt den Ball in die gegnerische Hälfte und wird dabei von den Dauernheimern Jannis Klomfaß (links) flankiert und Nicolas Scherer (rechts) verfolgt. FOTO: SEZ © Achim Senzel

Kreis Büdingen (fsr). Am drittletzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Büdingen könnten einige Entscheidungen fallen. Der SV Ranstadt kann Meister werden (sie separaten Artikel), der KSV Aulendiebach im ungünstigen Fall neben Germania Ortenberg als zweiter Absteiger fix sein. Da immer noch unklar ist, ob drei oder vier Vereine am Ende den Weg in die Kreisliga A antreten müssen, dürfen sich die Vereine ab Platz zehn ihrer Sache noch nicht sicher sein.

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf - VfR Wenings (Samstag, 18.15 Uhr in Eichelsdorf). Die Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft sind im Lager der FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf nach der Auswärtsniederlage in Dauernheim nicht mehr allzu groß. Im heutigen Heimspiel gegen den Rangsiebten VfR Wenings will es die FSG aber dennoch krachen lassen. »Wenings gehört für mich zu den besten Teams der Liga. Besonders Constantin Toba ist schwer in den Griff zu kriegen«, sagt FSG-Spielertrainer Ferdijan Idic. Nach der Pleite in Dauernheim setzt er nun voll und ganz auf die vorhandene Heimstärke. »Mit der Unterstützung unserer Zuschauer wollen wir die drei Punkte einfahren«, sagt Idic und kündigt dazu die eine oder andere Veränderung in der Startelf an. Teilweise sind die Umstellungen notgedrungen, denn Marvin Bohmann, Marcel Schmidt, Angelo Moore und Louis Fischer fallen aus. Fraglich sind zudem die Einsätze von Julien Schmittberger, Johannes Herzen und Idic selbst.

SG Hettersroth/Burgbracht - KSV Eschenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Die Formkurve der SG Hettersroth/Burgbracht zeigt weiter nach oben. Trainer Markus Sinner war mit der Vorstellung seines Teams beim 3:3 in Wenings sehr einverstanden. Trotz guter Ergebnisse ist sein Team in der Tabelle jedoch nur knapp über dem Strich platziert und hat jetzt die Duelle gegen die beiden Topteams aus Eschenrod und Ranstadt vor der Brust, bevor am letzten Spieltag womöglich das Endspiel gegen die FSG Altenstadt steigt. Das würde Sinner gerne vermeiden und hofft am Sonntag auf überraschende Punkte. »Wir haben den Klassenerhalt in eigener Hand und müssen nur auf uns schauen«, sagt er. Obwohl der KSV Eschenrod zuletzt wieder in guter Besetzung gespielt hat und auch eine kleine Siegesserie starten konnte, rechnet sich Sinner eine kleine Chance aus. Die Rot-Sperre von Alexander Brenkmann trifft den Tabellenfünftletzten aber hart. »Da ist bitter, weil er der einzige Linksfuß im Team ist«, erzählt Sinner. Immerhin kann Brenkmanns Bruder Viktor wieder mitwirken.

KSV Aulendiebach - SV Phönix Düdelsheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Nach der 1:3-Heimniederlage gegen die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim deutet vieles auf den Kreisoberliga-Abstieg des KSV Aulendiebach hin. Ausgerechnet gegen den Derbyrivalen Phönix Düdelsheim soll die theoretische Chance auf den Klassenerhalt aufrechterhalten werden, was nur mit einem Sieg funktionieren kann. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Niedenthal wird wohl alle drei noch ausstehenden Partien gewinnen müssen und dazu noch auf Patzer der Konkurrenz hoffen müssen. Die Gäste können entspannt ins prestigereiche Derby gehen. Der aktuelle sechste Tabellenplatz kann noch verbessert werden. Abrutschen kann die Elf von Andreas Sommer schlimmstenfalls auf Rang acht. Im Hinspiel ließ der SVP seinem Nachbarn kaum Luft zum Atmen und feierte einen 7:1-Kantersieg.

Germania Ortenberg - FSG Altenstadt (Sonntag, 15.15 Uhr). Für die abgestiegene Germania geht es darum, sich in den drei noch ausstehenden Spielen so teuer wie möglich zu verkaufen und womöglich noch den einen oder anderen Punkt einzustreichen. Ganz anders die Lage bei der FSG Altenstadt: Nach dem 2:1-Derbysieg gegen den VfB Höchst ist das Selbstvertrauen gestiegen, doch der Druck, im Kampf um den Ligaverbleib punkten zu müssen, ist unverändert. »Uns ist bewusst, dass es für FSG ein ganz wichtiges Spiel ist und man dort die drei Punkte gegen uns womöglich schon fest eingeplant hat. Wir werden allerdings, so wie in den vergangenen Wochen auch, wieder alles reinwerfen, was wir haben und versuchen, etwas Zählbares einzufahren«, erklärt Ortenbergs Spielausschuss-Vorsitzender Christian Funk. Personell sieht es bei den Gastgebern wieder etwas besser aus. Funk: »Ich persönlich freue mich auf das Aufeinandertreffen mit FSG-Stürmer Engin Akgün, gegen den ich schon vor 25 Jahren im Kreis Gießen gekickt habe, und auf den wir ein besonderes Auge werfen müssen. Der Junge weiß nämlich immer noch, wo der Kasten steht.«

TV Kefenrod - FSV Dauernheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Für den TV Kefenrod dürfte Saison eher heute als morgen beendet sein. Viel gepunktet haben die 08er in den vergangenen Wochen nicht, so dass mittlerweile sogar der vor wenigen Wochen noch tief im Abstiegssumpf steckende Gegner FSV Dauernheim an der Elf von Klaus Peuker vorbeigezogen ist. Während die Gäste mit nunmehr 35 Punkten auf dem Konto entspannt nach Kefenrod reisen können, steht der TVK (31 Zähler) verstärkt unter Zugzwang. «Uns erwartet mit Dauernheim ein kampfstarkes Team, das sich durch die letzten erfolgreichen Spiele bereits den Klassenerhalt gesichert hat, was mich für meinen Freund und langjährigen Mitspieler Michael Dietrich sehr freut«, erzählt Klaus Peuker. Gerne würde er mit seinem Team nachziehen: »Nach unserer Durststrecke erhoffen wir uns für Sonntag endlich wieder mal ein positives Ergebnis. Dazu müssen wir die formstarke Offensive des Gegners in den Griff bekommen und selbst wieder mehr Torgefahr ausstrahlen«, meint Peuker. Mut macht ihm die gute Leistung in der ersten Hälfte bei der jüngsten Niederlage auf dem Schottener »Bockzahl«. Personell sieht es beim TV Kefenrod nicht rosig aus. »Zu den vier Langzeitverletzten gesellen sich auch diesmal wieder drei Ausfälle. Aber trotzdem rechnen wir uns mit dem zur Verfügung stehenden Kader etwas aus«, so Peuker abschließend.

SG Nieder-Mockstadt/Stammheim - SV Blau-Weiß Schotten (Sonntag, 15.15 Uhr in Stammheim). Die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim hat im Abstiegskampf wieder Lunte gerochen. Interimstrainer Klaus Potschka war nach dem wichtigen 3:1-Sieg am Dienstagabend im Kellerduell beim KSV Aulendiebach hochzufrieden. »Der Sieg war verdient. Ich denke die Mannschaft weiß auch am Sonntag, um was es geht«, hofft Potschka auch gegen Blau-Weiß Schotten auf eine Top-Einstellung. Mit einem leidenschaftlichen Auftritt will die SG den spielerisch stärken Gegner auf dem Stammheimer Terrain in die Knie zwingen. Dass es für die Blau-Weißen sportlich um nicht mehr viel geht, könnte der Florstädter Spielgemeinschaft in die Karten spielen. Potschka geht zudem davon aus, eine passable Startelf aufs Feld schicken zu können. Andre Peppel ist nach abgelaufener Rot-Sperre wieder dabei, wogegen Alexander Krohm wegen seines Platzverweises weiter pausieren muss.

VfB Höchst - SV Seemental (Sonntag, 15.15 Uhr). Der VfB Höchst will die gegen die FSG Altenstadt erlittene Derbyniederlage vergessen machen und im Heimspiel gegen den SV Seemental punkten. Keine leichte Aufgabe, denn der SVS präsentierte sich zuletzt in guter Verfassung. »Nach dem Derby hatten wir alle lange Gesichter. Unsere schlechte Chancenverwertung ist derzeit unser großes Manko«, teilt VfB-Spielertrainer Christopher Knoblauch mit. Mit der Spielanlage ist er dagegen zufrieden. »Wir kombinieren gut bis vor das Tor, dann ist aber auch Schluss«, so Knoblauch. Gegen Seemental soll nun der Knoten platzen. Im Hinspiel beim 6:1-Auswärtssieg lief die Höchster Tormaschine noch auf Hochtouren. »Seemental hat eine gute Rückrunde gespielt und sie wollen das Ergebnis aus dem Hinspiel sicher vergessen machen«, warnt Knoblauch sein Team vor einem motivierten Gegner. Personell ist der VfB wieder einmal zu Umstellungen gezwungen.

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