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Schäfer-Abschied hat etwas mit der Pandemie zu tun

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Eichelsdorf/Hirzenhain (fsr). Dass der Eichelsdorfer Claus Schäfer am Saisonende sein Traineramt beim Fußball-Gruppenligisten SG Bruchköbel abgegeben wird, damit hatten die wenigsten gerechnet (wir berichteten). Schließlich hat der 54-jährige Fußball-Lehrer den Traditionsverein in den vergangenen knapp zweieinhalb Jahren in einer allgemein schwierigen Lage sportlich stabilisiert.

Schäfers Expertise war und ist im Verein geschätzt, er war zuletzt klar das Gesicht der Bruchköbeler Fußballabteilung.

Der Nachfolger steht mit dem in Hirzenhain lebenden Andreas Redmann fest. Der 52-Jährige kann auf das bewährte Trainerteam Schäfers und auch auf dessen Mithilfe als künftiger Sportlicher Leiter setzen. »Ich hatte damit nicht gerechnet und fühle mich geehrt, das Vertrauen vom Verein zu bekommen. Ich stelle mich dieser Herausforderung sehr gerne und traue mir die Aufgabe auch zu«, erklärt Redmann, der seit Oktober vergangenen Jahres die in der Kreisliga A Hanau spielende zweite Mannschaft der SGB betreut.

Corona-Fesseln

Claus Schäfer wiederum spricht von einer wohlüberlegten und seit Wochen gereiften Entscheidung. »Dass ich erst mal keinen Trainerjob in einem Verein mehr ausüben möchte, hat auch etwas mit der Pandemie zu tun«, erklärt der aus Eichelsdorf stammende Übungsleiter, der hauptberuflich für den Deutschen Fußball-Bund als Koordinator Talentförderung im Bereich des Hessischen Fußball-Verbandes tätig ist. Die zeitlichen Anforderungen im von ihm betreuten Verbands-Ausbildungswesen hätten sich durch die Begleitumstände der Pandemie stark ausgedehnt - und auch in seinem Hobby als Vereinstrainer spürt Schäfer zunehmend die »Corona-Fesseln«. In Summe für ihn zu viel. Priorität genießt der Job.

Losgelöst von festgezurrten Vereinsterminen kann er die SG Bruchköbel in neuer Rolle auch ab Sommer weiter unterstützen. Mit der Nachfolgerwahl ist Claus Schäfer zufrieden. »Andreas hat diese Chance verdient. Er ist im Verein groß geworden und passt als Typ sowohl in die Spieler- als auch die Trainerkabine.«

Redmann coachte über einen Zeitraum von knapp drei Spielzeiten die Sportvereinigung Roßdorf in der Kreisoberliga Hanau. Im Fußballkreis Büdingen arbeitete der mittlerweile in Hirzenhain lebende Fußballer für den TV Kefenrod, die SG Hirzenhain/Merkenfritz und Viktoria Nidda. Als aktiver Fußballer spielte der im westfälischen Velbert geborene und seit dem sechsten Lebensjahr in Bruchköbel aufgewachsene Redmann über viele Jahre für die SG Bruchköbel und später für die SG Marköbel in der Verbands- und Gruppenliga. Beruflich ist Redmann für die Stadt Nidda tätig, neben dem Fußball ist der Moderatoren-Job bei Radio Hanau ein weiteres Steckenpferd in der Freizeit des künftigen SGB-Trainers.

Die sportliche Ausrichtung des Gruppenligisten soll sich nicht ändern. Die SGB will auch mit Redmann an der Spitze den Weg mit möglichst vielen jungen Eigengewächsen weitergehen. Die Co-Trainer Uwe Ebert und Dennis Rauch sowie Torwarttrainer Stefan Alraum und Teambetreuer Thomas Weber bleiben im Boot.

Kurz übernimmt das B-Team

Als neuer B-Teamtrainer kommt Rodney Kurz dazu. »Die SGB-Fußballer möchten mit diesen Personalentscheidungen auch weiterhin auf Kontinuität aus den eigenen Reihen setzen und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Trainerteam um Claus Schäfer und der intakten und erfolgshungrigen Mannschaft weiter fortsetzen. Im Fokus steht daher nach wie vor die Ausbildung, Entwicklung und Förderung junger Fußballer aus der Region und dem eigenen Nachwuchs in unseren Seniorenbereich. Durch diese Personalentscheidungen verstehen wir unsere Aufgabe und Verantwortung nicht nur als Spieler-Entwickler sondern, begünstigt durch die Personalie Claus Schäfer, auch als Trainer-Entwickler«, erklärt SGB-Vorstandsmitglied Andreas Trostmann.

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