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Jannik Jung (rechts, hier im Stadtmeisterschaftsspiel gegen Robert Behrendt von der SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten) gibt sein Comeback und verliert das Derby mit Gedern.

Gruppenliga Frankfurt-Ost

SC Viktoria Nidda jubelt im Gruppenliga-Derby dank Keeper Popa

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Ausgerechnet im Gruppenliga-Derby gegen den FC Alemannia Gedern feiert Adrian Becker seinen ersten Sieg als Fußball-Trainer des SC Viktoria Nidda. Ein überragender Torhüter hält den Erfolg fest.

Die Viktoria aus Nidda stellte gestern Abend nicht die bessere Mannschaft. Sie nutzte aber ihre Torchancen, während der FC Alemannia Gedern immer wieder an Gäste-Schlussmann Gheorghe Popa scheiterte. So sah es auch Niddas Trainer Adrian Becker, der seinen Torhüter lobte und dank des 2:1-Derbyerfolgs den ersten Gruppenliga-Sieg als Trainer des SC Viktoria feiern durfte. »Ich hoffe natürlich, dass der Knoten jetzt geplatzt ist«, sagte er nach zuvor sieben erfolglosen Versuchen.

Jannik Jung feiert Comeback

Die Gäste, die den letzten Tabellenplatz an Gedern abgaben, erzielten ihre Tore bereits in Halbzeit eins. In der 14. Minute war der extrem schnelle Flügelspieler Leutrim Jusufi nach einem missglückten Gederner Klärungsversuch zur Stelle und schoss das Leder aus 14 Metern ins rechte Eck. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff stellte Jan Eric Flick auf 0:2. Nach einem Einwurf drosch er den Ball aus 35 Metern in den rechten Torwinkel. »Ein Tor des Monats«, lobte Becker. Und Gedern? Der Gastgeber hatte vor dem Seitenwechsel mehrere richtig gute Möglichkeiten. Gianluca Kraus, Nick Volz und Maximilan Vonalt scheiterten aber immer wieder an Popa. Direkt nach dem 0:1 hätte Vonalt den Ausgleich erzielen müssen, lief alleine auf den Niddaer Schlussmann zu und zeigte Nerven.

»Sicherlich erwischte Niddas Keeper einen guten Abend. Aber wir machten es ihm auch zu einfach«, kritisierte Gederns Spielertrainer Jannik Jung den leichtfertigen Umgang mit den sich bietenden Chancen.

Jung, der gestern sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte, spielte auch noch nach der Halbzeitpause mit und stellte fest, »dass wir spielerisch eine Schippe drauflegten«. Allerdings blieben zunächst die ganz großen Torchancen aus. In der 64. Minute hatte Niddas Jermaine Hofmann das 0:3 auf dem Fuß, verfehlte aber das Gehäuse.

Viel Hektik und viele Fehlpässe

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Erst brachte Gederns Justin Lohrey den Ball nicht aus fünf Metern im kurzen Eck unter, dann gelang den Hausherren doch noch der Anschlusstreffer. Nachdem Niddas Popa einen Rückpass in Bedrängnis mit der Hand aufgenommen hatte, gab es indirekten Freistoß aus fünf Metern. Jungs Schuss wurde zunächst auf der Torlinie abgewehrt, Paul Harmann staubte ab.

Unter dem Strich feierte Nidda einen glücklichen Sieg in einem nicht sonderlich guten Derby. Beide Mannschaften wirkten im Spielaufbau oft zu hektisch und erlaubten sich viele Fehlpässe. So wird es für beide Büdinger Kreisclubs ganz eng im Abstiegskampf.

FCA Gedern: Schaller - Barschtipan, Wagner, Heck, Volz (46. Horchler), Mehic, Hainz, Harmann, Kraus (70. Laubach), Vonalt (46. Lohrey), Jung.

SC Viktoria Nidda: Popa - Doda, Pilch, G. Dashyan, Geyer (70. Matheis), A. Dashyan (46. Salman), Jungmann, Jusufi (85. Storz), Hofmann, Flick, Rafaelyan.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 Jusuf (14.), 0:2 Flick (40.), 1:2 Harmann (90.). - Schiedsrichter: Roos. - Zuschauer: 130. - Beste Spieler: Gedern geschlossen - Popa, Doda (Nidda).

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