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Saison-Aus für Gederns Wagner

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Gedern/Nidda/Oberau (jore). Blickpunkt Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost: Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt spielt am Sonntag bereits um 14 Uhr daheim gegen den heimischen Kreisvertreter FC Alemannia Gedern. Auch die beiden anderen Büdinger Kreisvertreter müssen an diesem letzten April-Sonntag reisen. Drei Tage nach der Derbyniederlage beim SC Viktoria Nidda fahren die Sportfreunde Oberau nicht unbedingt mit breiter Brust zur Hessenliga-Reserve des FC Bayern Alzenau.

Im Auswärtsspiel beim FSV Bad Orb will Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda unter Beweis stellen, dass der jüngste Heimsieg gegen Oberau keine Eintagsfliege war.

Sportfreunde Seligenstadt - FC Alemannia Gedern (Sonntag, 14 Uhr). Die Punktausbeute nach der Winterpause kann sich aus Sicht der Alemannia wirklich sehen lassen. 18 Zähler hat der FCA bereits verbucht. Dass zumindest ein weiterer Punkt an diesem Wochenende hinzukommt, das ist dann aber doch eher unwahrscheinlich. Alles andere als ein Heimsieg des übermächtigen Tabellenführers wäre schlichtweg die Sensation dieses 30. Spieltages. Auch im Gederner Lager weiß der seit Freitag frisch vermählte Spielertrainer Jannik Jung die Ausgangsposition realistisch einzuschätzen. »Es ist das typische Bonusspiel, in dem wir nichts zu verlieren haben«, teilte Jung mit. Jeder rechnet mit einem klaren Erfolg des Spitzenreiters und genau diese Ausgangsposition macht die Aufgabe für die Schwarz-Gelben dann auch ein wenig einfacher. Aufgrund der bereits erwähnten guten Punktausbeute in den letzten Wochen darf man beim FCA wieder ein wenig vom Klassenerhalt träumen.

Der letzte 3:0-Heimsieg gegen die zweite Alzenauer Formation war wichtig und nach Mitteilung von Jung auch in dieser Höhe verdient. »Er hätte sogar noch ein wenig höher ausfallen können.« Es war dann aber auch ein Sieg, der am Ende teuer erkauft wurde. Maximilian Wagner zog sich in diesem Wochenspiel einen Knöchelbruch zu und wird in dieser Saison nicht mehr auflaufen. Länger ausfallen wird wohl auch Maximilian Vonalt, der wegen muskulärer Probleme pausieren muss. Es sind allerdings nicht die beiden einzigen Spieler, die am Sonntag aus dem derzeitigen Stamm nicht zur Verfügung stehen werden. Hinzu gesellt sich noch der erkrankte Till Barschtipan, in den letzten Wochen ein absoluter Stabilisator in der Gederner Innenverteidigung. Da ist Coach Jannik Jung natürlich froh, dass Maximilian Heck, Lukas Reichert und Gianluca Kraus wieder in den Kader zurückkehren.

Wie aber geht man nun so ein Spiel als klarer Underdog in Seligenstadt an? »Hinten wenig zulassen und vorne die wenigen Chancen die wir bekommen werden, versuchen zu nutzen«, lautete die Antwort von Jung, der sich aber auch im Klaren darüber ist, »dass wir alleine über den Spielausgang nicht entscheiden werden. Erwischt nämlich Seligenstadt einen guten Tag, dann werden wir dort aller Voraussicht nach verlieren«.

FC Bayern Alzenau II - Sportfreunde Oberau (Sonntag, 15.30 Uhr). War’s das schon für die Sportfreunde? Rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar immer noch möglich, doch so richtig dran zu glauben, fällt nach der Niederlage in Nidda schon ein wenig schwer. Dabei hatte am Donnerstagabend doch alles so verheißungsvoll begonnen. »Wir haben gut ins Spiel gefunden, verschießen dann aber früh den Elfmeter und fallen nach dem ersten Gegentor wie ein Kartenhaus zusammen«, ließ Oberaus Spielausschussvorsitzender Peter Kuhl die entscheidende Anfangsviertelstunde des Derbys noch einmal Revue passieren und sprach in seiner Gesamtbewertung von einer blamablen Vorstellung. »Wir sind alle nur enttäuscht und auch ein wenig sprachlos«, gab Kuhl am Morgen nach der Niederlage einen Einblick in die aktuelle Gefühlslage. Kuhl selbst ging mit einzelnen Spielern bereits während des Spiels hart ins Gericht und überspannte dabei vielleicht auch ein wenig den Bogen. Einen Tag später bereute Kuhl einige Dinge und sagte: »Ich bin nun mal ein emotionaler Mensch. Einiges war sicherlich nicht in Ordnung und dafür entschuldige ich mich auch bei den Betroffenen. Ich stehe nach wie vor hinter dieser Mannschaft, denn sie besitzt Klasse«. Klasse, die sie aber nun einmal gerade in wichtigen Spielen nicht in der Lage ist abzurufen. Zehn Spiele sind bis Mitte Juni noch zu absolvieren. Der nunmehr fast aussichtslosen Tabellensituation gewinnt Kuhl auch etwas Gutes ab. »Jetzt, wo wir wirklich nichts mehr zu verlieren haben, können wir in Alzenau eigentlich befreit aufspielen. Vielleicht hilft diese neue Situation der Mannschaft ja auch«. Die Gastgeber gehen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge auch nicht unbedingt mit breiter Brust in dieses Spiel. Im Hinspiel (2:2) waren die Sportfreunde nahe dran an einem Dreier, kassierten aber in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Es war eine von mehreren Partien im bisherigen Rundenverlauf, wo die Grün-Weißen kurz vor Spielende noch unnötig Punkte abgaben.

FSV Bad Orb - SC Viktoria Nidda (Sonntag, 15.30 Uhr). Monate musste man im Lager des SC Viktoria Nidda auf diesen Moment warten. Am letzten Donnerstag war es dann soweit: Ausgerechnet im Kreisderby gegen die Sportfreunde aus Oberau holte die Gänsweid-Elf nach einer verdammt langen Durststrecke wieder einmal einen Dreier.

Für das erklärte Ziel Klassenerhalt kommt dieser dritte Saisonsieg zwar zu spät, doch konnte Viktoria-Spielertrainer Christoph Pilch (»Es für die Jungs natürlich ein gutes Gefühl endlich wieder einmal gewonnen zu haben«) dem Derbysieg am Ende dennoch etwas Positives abgewinnen. Eine aus Sicht von Pilch mit Spiel entscheidende Szene am letzten Donnerstag, war der von Keeper Andre Schmid schon in der sechsten Minute gehaltene Strafstoß.

Sonderlob für Keeper Schmid

»Überhaupt hat Andre gegen Oberau ein sehr gutes Spiel gemacht«, gab es dann auch noch einmal ein Sonderlob für den erst in der Winterpause vom FSV Dauernheim gewechselten Torsteher. Nach dem Ausfall von Goalgetter Garik Rafaelyan hatte Pilch zudem Umstellungen im Offensivbereich vorgenommen, die letztlich Früchte trugen. Leutrim Jusufi konnte bei der ausgegebenen Kontertaktik seine Schnelligkeit gut ausspielen und war neben Keeper Schmid als zweifacher Torschütze ein weiterer Garant für den Derbysieg. Für die Viktoria geht es am Sonntag nunmehr darum den Aufwärtstrend in der Kurstadt zu bestätigen. »Wir werden alles versuchen und auch gegen Bad Orb nichts abschenken«, teilte Pilch mit. Der Niddaer Coach hofft, dass morgen Nachmittag nicht auf Kunstrasenplatz gespielt wird und schließt große personelle Veränderungen aus. Eine Veränderung gegenüber Donnerstag wird es aber auf jeden Fall geben. Für den beruflich verhinderten Keeper Andre Schmid wird Gheorghe Popa zwischen den Pfosten stehen.

Nach der 1:3-Hinspielniederlage haben die Gäste beim Tabellensiebzehnten noch eine Rechnung offen. Die Tatsache, dass die Orber im bisherigen Saisonverlauf auswärts fast doppelt so viele Punkte eingefahren haben als zu Hause, nährt im Viktoria-Lager die Hoffnung, zumindest zweimal in Folge ungeschlagen zu bleiben.

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