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Rückkehr nach Konradsdorf

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Rica Wäscher (2. von rechts) bestreitet mit der HSG Gedern/Nidda ein wichtiges Spiel gegen den 1. FC Köln. © Ralph Lehmberg

Gedern/Nidda (flo). Nach ziemlich genau 75 Monaten und exakt 59 Heimspielen am Stück in der Niddaer Gymnasiumhalle sind die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda zurück in der Sporthalle Konradsdorf. Wie schon 2015 weichen die Wetterauerinnen in die kleine Siedlung zwischen Selters und Effolderbach aus. Die erste Begegnung in der Übergangsheimat hat es gleich in sich:

Gegen den 1. FC Köln geht es heute Abend (18 Uhr) um wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Es ist derzeit alles etwas anders für die Mannschaft von Christian Breiler. Der Boden in Konradsdorf ist glatter, die Einheiten sind auf drei- statt bislang viermal beschränkt, die Videoanalyse im Rahmen der Vorbereitung auf den Gegner muss mangels Freitagstraining bereits am Donnerstag stattfinden.

»Der normale Ablauf ist etwas gestört«, sagt der Trainer. Aber: »Die Mannschaft darf sich davon nicht beirren lassen. Wir müssen das ausblenden und das Beste aus der Situation machen.«

Gegen den direkten Konkurrenten aus Köln steht schließlich einiges auf dem Spiel. Die HSG Gedern/Nidda ist nach 17 absolvierten Partien Rangsechster mit 16:18 Punkten, die Domstädterinnen sind nach 16 Begegnungen Tabellenachter mit 13:19 Zählern. »Ich denke, mit 22 Punkten schafft man es auf den sechsten Platz«, mutmaßt Breiler. Ein Heimsieg heute würde seine Truppe dieser Marke einen erheblichen Schritt näherbringen.

»Wir werden sicherlich nicht jedes Spiel so bestreiten wie zuletzt gegen Eddersheim, aber vom Grundprinzip her wollen wir so auftreten. Mit Leidenschaft und Freude, ohne Angst vorm Verlieren und mit der Überzeugung, dass wir alle Möglichkeiten haben, wenn wir unsere Qualitäten aufs Spielfeld bringen«, betont Breiler, der personell - mit Ausnahme der Langzeitverletzten - weitgehend aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig hinter Youngster Emma Niebergall (krank) steht noch ein Fragezeichen.

Der Gegner wartet übrigens bereits seit vier Spielen auf ein Erfolgserlebnis, hat alle seine Partien in diesem Kalenderjahr bisher verloren. Dass Köln dabei auf drei Vertreter der tabellarischen top vier traf, relativiert das freilich. »Köln ist eine kampfstarke Mannschaft, die schnell nach vorne spielt und von den Halbpositionen im Rückraum gefährlich ist«, weiß Breiler, dessen Team das Hinspiel knapp mit 19:18 gewann.

Damit das dieses Mal erneut gelingt, setzt der HSG-Trainer auch in fremder Umgebung auf den Heimvorteil: »Wir hoffen, dass so viele Zuschauer wie möglich uns auch nach Konradsdorf begleiten. Die Mannschaft braucht diese Unterstützung. Wem daran gelegen ist, irgendwann wieder Drittliga-Handball in Nidda zu sehen, der sollte die Mädels auch in dieser Situation unterstützen.«

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