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Rückenwind für HSG Gedern/Nidda

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Gedern/Nidda (frs). Dieser Sieg gibt Rückenwind für die anstehende Rückrunde. Im letzten Punktspiel des Jahres feierten die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda II in der Bezirksoberliga Gießen (Gruppe 2) einen 32:30-Derbyerfolg bei der FSG Gettenau/Florstadt und distanzierten den Gegner im Kampf um den Einzug in die Aufstiegsrunde auf vier Punkte.

Bezirksoberliga Gießen Frauen, Gruppe 2: FSG Gettenau/Florstadt - HSG Gedern/Nidda II 30:32 (16:17). Das Nachbarschaftsduell entwickelte sich zu einem Handballkrimi. Die Gäste mussten verletzungsbedingt doch auf Claudia Pfaff verzichten, erzielten aber trotzdem die ersten drei Treffer des Spiels. Den Vorsprung verteidigte die HSG Gedern/Nidda II in Folge bis hin zum 16:17-Halbzeitstand. Vier Minuten vor der Halbzeitsirene hatten die Gäste nach einem Treffer von Jasmin Grube jedoch noch vier Tore vorne gelegen. Einige Pfostentreffer und Probleme im Mittelblock verhinderten aus Sicht der HSG Gedern/Nidda II ein besseres Zwischenergebnis. In Hälfte zwei wechselte die Führung hin und her.

Hinzu kamen eine typische Derby-Hektik und die Diskussion um einen angeblich vom Schiedsrichter und Zeitnehmer unterschlagenen Gästetreffer beim Stand von 17:17. Beim Stand von 26:26 nahm Gästetrainer Chadim eine Auszeit. Zunächst fruchtete diese nicht, denn die nächsten beiden Treffer erzielte Nina Grün für die FSG Gettenau/Florstadt. Dann aber folgte die Wende. Luisa Kosor (2) und Nora Appel drehten die Spieß wieder um und hielten ihr Team, das danach beim 30:29 (57.) letztmals in Rückstand geriet, im Spiel. Ebenso halfen in dieser entscheidenden Phase die guten Paraden von HSG-Torfrau Sandra Stroh. Die letzten drei Spielminuten gehörten jedoch der Drittligareserve, die dank Treffern von Kosor, Grube und der besten Torschützin Helena Appel den Auswärtssieg eintütete.

»Der Sieg war für die Stimmung der internen und Corona-Bestimmungen konformen Weihnachtsfeier natürlich gut. Die anschließende Trainingseinheit am Beer-Pong-Tisch dauerte noch bis in die Morgenstunden hinein«, erzählte Michael Chadim, der mit der Zwischenausbeute von 8:2-Punkten hochzufrieden ist. »Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, wie sie es geschafft hat, sich auf den zweiten Platz hochzukämpfen«, so Chadim. Bedanken möchte er sich auch bei allen Gegnern, die ihre Teams ebenso mit Antigen-Schnelltests durchgetestet haben. »Nur gemeinsam können wir in der aktuellen Situation weiterhin diesen Sport im Wettkampfmodus betreiben«, meint der HSG-Trainer. Die HSG Gedern/Nidda II befindet sich nun in einer kurzen Winterpause. Das nächste Punktspiel steht erst am 16. Januar (auswärts bei der HSG Wettertal) an.

FSG Gettenau/Florstadt: Berthel, Lutz; Grün (3) Börner, Bentrup, Schmeißer (2), Laura Müller (7/6), Leonie Müller (3), Vinson, Schmidt (2/2), Stiefel (4), Borst (3), Schulz (4), Becker (2).

HSG Gedern/Nidda II: Stroh; Menzel, Grube (3), Unger, Heister, Feth (4), Hild (3), Mautz, Prenger, Blum, H. Appel (11/1), Kosor (8/5), N. Appel (3).

Zuschauer: 80.

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