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Richtungsweisende Partie für Oberau

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Oberau/Gedern/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost scheint beim Restrundenauftakt vor einer Woche in punkto Meisterschaft schon eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein. Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt hat seine Führungsposition auf acht Punkte ausgebaut. Am Sonntag gastiert die Elf von Coach Lars Schmidt nunmehr bei der SG Bruchköbel.

Schützenhilfe im Titelrennen erhielt der Spitzenreiter vom VfB Offenbach, der die hoch gehandelte SG Rosenhöhe mit 2:1 in Schach hielt. Im Lager der Sportfreunde Oberau dürfte man über dieses Resultat weniger amüsiert gewesen sein, gehört der VfB doch zu den Abstiegsmitkonkurrenten. Die Oberauer können allerdings schon am heutigen Samstag (Anstoß um 15.30 Uhr) im direkten Duell gegen den VfB Offenbach mit einem Heimsieg punktemäßig zum Offenbacher Kreisvertreter aufschließen. Der FC Alemannia Gedern hat vor Wochenfrist ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet. Nach dem Auswärtserfolg in Marköbel (1:0) wollen Jung & Co am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Oberndorf nachlegen. Der verbleibende Büdinger Kreisvertreter SC Viktoria Nidda indes steht vor einer Herkulesaufgabe. Angesagt zum Gastspiel im Stadion Gänsweid hat sich morgen der Tabellenzweite Kickers Obertshausen.

Sportfreunde Oberau - VfB Offenbach (Samstag, Anstoß 15.30 Uhr). Nach der einkalkulierten Auswärtsniederlage beim Tabellenführer in Seligenstadt hat die schon heute Nachmittag anstehende Partie gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn und Abstiegsmitkonkurrenten für die Sportfreunde natürlich einen ganz anderen Stellenwert. Bei einem Dreier wäre der Anschluss zum rettenden Ufer erst einmal hergestellt. Ein Blick auf die Statistik macht deutlich, dass die Aufgabe für die Sportfreunde lösbar erscheint. Denn auffällig ist: Von bisher 21 Punkten hat der VfB gerade einmal zwei Pünktchen in der Fremde geholt. Der VfB zu Hause und auswärts, das waren zumindest im bisherigen Saisonverlauf meist »zwei verschiedene Welten«. Diese Erfahrung machten die Sportfreunde dann auch im Hinspiel, das mit 0:4 verloren wurde. Oberaus Coach Christoph Werner erinnert sich an die damals »verdiente Niederlage« und hofft natürlich, dass seine Mannschaft den Spieß diesmal umdrehen kann. »Uns erwartet ein sehr unangenehmer Gegner, der bis zur letzten Minute mit viel Kampf dagegen hält. Diesen Kampf müssen wir von Beginn an annehmen«, nennt Werner eine Grundvoraussetzung, damit die drei angestrebten Punkte dann auch zu Hause bleiben. Auch Werner macht noch einmal klar, »dass das ein absolut richtungsweisendes Spiel für uns ist«. Mit dem ersten Dreier im neuen Jahr den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen, das ist das erklärte Ziel der Sportfreunde, die vor Wochenfrist beim Ligaprimus in Seligenstadt in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung zeigten. »Mit 1:1 beim Tabellenführer in die Halbzeit zu gehen, das verdient nachträglich noch einmal ein Lob«, teilte Werner mit.

Gniot und Jacobi sind fraglich

In personeller Hinsicht stehen hinter den Einsätzen von Jonas Jacobi und Björn Gniot, die sich beide am letzten Samstag Verletzungen zuzogen, noch Fragezeichen. Da auch Benny Röhlig (Urlaub) weiterhin nicht zur Verfügung steht, werden die Alternativen im Defensivbereich rar. Helge Wagner konnte in der Woche wieder trainieren, doch zeigte sich Werner eher skeptisch, »dass es bis zum Samstag reichen wird«.

FC Alemannia Gedern - VfB Oberndorf (Sonntag, Anstoß 15.30 Uhr). Der Start ins neue Jahr ist schon einmal gelungen. Mit dem 1:0-Auswärtssieg bei der heimstarken SG Marköbel war nicht unbedingt zu rechnen. Umso erfreulicher, dass die Alemannen mit diesem Auswärtscoup vielleicht eine kleine Serie gestartet haben. Es folgen jetzt zwei Heimspiele, denn schon am kommenden Mittwoch geht es dann gegen den Abstiegsmitkonkurrenten FC Hanau 93 II. Entscheidend für das jüngste Erfolgserlebnis im Hammersbacher Ortsteil war nach Mitteilung von FCA-Coach Jannik Jung vor allem, »dass wir den Kampf angenommen haben, die gesamte Mannschaft gut verteidigt hat und wir deshalb wenig zugelassen haben«.

Jung sieht Chancen in nächsten Spielen

Sechs Punkte aus den beiden jetzt anstehenden Partien sind keineswegs utopisch. »Wir werden jetzt nicht übermütig werden, doch ist natürlich in beiden Partien für uns etwas möglich«, teilte Jung mit. An das Hinspiel in Oberndorf (2:5) erinnert sich Jung nicht gerne zurück. »Wir haben am Sonntag dann auch etwas gut zu machen, denn die Leistung in Oberndorf war einfach schlecht«, führte Jung weiter aus. Gute Individualisten und starke Eins-gegen-eins-Spieler zeichnen den Gegner nach Einschätzung von Jung aus. »Wir müssen auch diesmal an unsere Leistungsgrenze gehen, wollen wir das Spiel für uns entscheiden.« David Malter, Leon Mehic und Benjamin Horchler stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Gleiches gilt wohl auch für Marvin Laubach (Trainingsrückstand). Hoffnung hat Jung noch, was die Personalie Gianluca Kraus (Bluterguss) betrifft.

SC Viktoria Nidda - Kickers Obertshausen (Sonntag, Anpfiff 15.30 Uhr). Für die Viktoria begann das neue Jahr, wie das alte geendet hatte, nämlich mit einer Niederlage. Das Tabellenschlusslicht verkaufte sich bei der 1:8-Schlappe in Klein-Krotzenburg in der ersten Halbzeit phasenweise recht ordentlich, doch zwei Gegentreffer kurz vor dem Pausentee besiegelten frühzeitig diese Auswärtsniederlage. Auch wenn es bei einem 1:8 ein wenig komisch klingen mag, so sprach Viktoria-Spielertrainer Christoph Pilch im Nachhinein von einer spielerischen Steigerung. »Die erste halbe Stunde war aus meiner Sicht sehr ordentlich. Unser Problem war, dass wir die vorhandenen Chancen nicht genutzt haben«, ließ Pilch den letzten Sonntag noch einmal Revue passieren. Der Start ins neue Jahr hat es in sich für die Viktoria. Morgen Nachmittag kommt der Tabellenzweite und nur drei Tage später steht das Gastspiel beim Tabellenführer in Seligenstadt auf dem Terminkalender. Pilch muss man natürlich zustimmen, wenn er darauf hinweist, »dass das Auftaktprogramm natürlich dann auch alles andere als einfach ist«. Mit dem morgigen Gegner aus Obertshausen hat man schon im Hinspiel keine guten Erfahrungen gemacht. Im Fußballkreis Offenbach setzte es eine 0:7-Auswärtsniederlage. »Aus meiner Sicht war Obertshausen bisher mit die stärkste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben«, zeigt Pilch auch vor dem Rückspiel großen Respekt vor dem Tabellenzweiten, der mit einem 2:1-Auswärtssieg bei der Hessenliga-Reserve des FC Bayern Alzenau erfolgreich in das neue Jahr gestartet ist. Trotz klarer Außenseiterrolle will Pilch im Vorfeld der Partie nur von reiner Schadensbegrenzung nichts wissen. »Wir wollen uns spielerisch weiter verbessern und werden versuchen, auch gegen diesen Gegner mitzuhalten«, teilte Pilch mit. Was den Kader betrifft, so ist gegenüber dem Vorsonntag mit keinen großen Veränderungen zu rechnen. Michell Rauch steht allerdings wieder zur Verfügung. Der Routinier ist hoffentlich ein Garant für mehr Stabilität in der Niddaer Defensive, wo mit Raul Doda weiterhin ein ganz wichtiger Spieler fehlen wird.

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