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Von: Peter Maresch

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Yannick Müller (links, Ortenberg) lässt Endrit Gjoshi (Oberau II) nicht zur Entfaltung kommen. © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (pem). Nach schauderhaftem Wetter am vergangenen Wochenende spricht die Vorhersage dafür, dass es in der Fußball-Kreisliga A Büdingen mit den Spielen endlich weitergehen kann. Das heißeste Derby des Wochenendes ist die Partie zwischen der SG Büdingen und der SG Rohrbach/Aulendiebach . Hierbei handelt es sich um die vielleicht letzte Chance der Büdinger, mit einem Sieg noch mal in die Spitzengruppe aufzuschließen.

Für die SG Rohrbach/Aulendiebach (Rang vier) ist ein Sieg nicht minder wichtig, denn aktuell verfolgen sie noch das Führungstrio. »Die Wetterbedingungen sind nicht so optimal gewesen«, sagt Heiko Schneider aus dem Spielausschuss der Rohrbacher angesichts der Vorbereitungen auf dieses Spiel. »Dies könnte auch bedeuten, dass wir auf dem Büdinger Hartplatz spielen, was wir nicht so gewohnt sind. Die Büdinger haben außerdem einige gute individuelle Spieler und kommen sicherlich auch über den Kampfgeist.« Die SG R/A kann in Bestbesetzung antreten, nur hinter dem Einsatz von Kevin Scheller, der sich gegen Altenstadt gezerrt hatte, steht noch ein Fragezeichen. Doch für Schneider ist auch klar: »Für uns ist jetzt alles ein Endspiel, damit wir in der Spitzengruppe bleiben. Daher wollen wir auch in Büdingen gewinnen.«

Im Tabellenkeller stehen sich der SV Seemental und VfR Hainchen gegenüber. Die Seementaler spielten zuvor bereits ein Kellerduell gegen Usenborn (0:1). Dabei zeigte sich der SV kampfstark, hatte aber in der Offensive wenig Fortüne. Jetzt besteht erneut die Chance auf den zweiten Punktgewinn. Allerdings ist der Tabellenvorletzte aus Hainchen motiviert und begierig, doch noch den Klassenerhalt zu erreichen. Bei ihrem ersten Spiel in Nieder-Mockstadt zeigten die Hainchener bereits eine reife Leistung, auch wenn es am Ende nicht zu einem Sieg reichte (1:2). Aber auch für den VfR tickt die Uhr - bereits sieben Punkte fehlen zum rettenden Ufer. Keine einfache Situation, wenn auch die Konkurrenz punktet.

So war es der Fall beim FC Germania Ortenberg , der beim FC Lorbach antritt. Beeindruckend meldete sich die Elf von Trainer Sven Schaumburg aus der Winterpause zurück. Der FC startete mit einem 5:1-Sieg in Geiß-Nidda, legte dann ein 5:2 in Oberau nach. Offensivstark wie nie trat der FC auf. »Wenn man wüsste, wie es genau funktionierte, wäre es einfach« sagt Schaumburg. Ein paar Antworten kann er doch liefern. Florian Zöll habe er aus dem Abwehr ins defensive Mittelfeld geschickt. »Mit seiner Präsenz und Schnelligkeit bringt er auch dort viel ein«, so der Trainer der Germania. Zöll schoss zwei Tore seit der Winterpause. Drei Tore steuerte Philipp Schlorke bei - auch der Neuzugang aus Rosbach habe überzeugt, »wenn er Platz hat, nutzt er seine Räume sehr gut«. Allerdings steht nun eine schwierigere Aufgabe davor. Das ist auch Schaumburg bewusst: »Im Hinspiel verloren wir 0:3, und die Lorbacher waren das stärkste Team, dass ich in dieser Saison erlebt habe. Sie haben sehr viele schnelle Spieler.«

Der SV Rainrod spielt gegen den FC Alemannia Gedern II . Im Auftaktspiel des neuen Jahres gewann der SVR 3:0 gegen Geiß-Nidda. »Da haben wir richtig gute gespielt, alles was wir uns vorgenommen haben, hat funktioniert,« sagte Spielertrainer Sven Diedrich vor der ausgefallenen Partie gegen Usenborn/Bergheim. Doch der SVR hat andere Probleme - etliche Spieler sind aktuell verletzt: Tim Bausch und David Schneider fallen für mehrere Wochen aus, Tom Lakewand verletzte sich gegen Geiß-Nidda und dürfte laut Auskunft von Diedrich ebenfalls vier Wochen ausfallen. Vor allem fehlt aber Diedrich selbst nach einem Kreuzband- und Meniskusriss - er werde wohl diese Saison nicht mehr auf dem Platz eingreifen können. »Das ist alles nicht schön, aber der Kader bleibt gut genug. Trotz der Verletzungen bleiben die Ziele die gleichen.« Gegen Geiß-Nidda kam Marko Jurisic erstmals als Einwechselspieler bei den Senioren zum Einsatz. Er gilt als talentierter Jugendspieler. Die Gederner unterlagen in ihrem ersten Spiel 2023 mit 3:4 in Rommelhausen. Der FCA bot dabei eine schlagkräftige Truppe auf, bekam aber in der Nachspielzeit noch das Gegentor.

Die FSG Altenstadt tritt gegen die SG Usenborn/Bergheim an. Die FSG spielte bisher nur gegen Rohrbach und unterlag dabei 0:2. Dabei blieb sie gegen den Favoriten chancenlos. Aber für den Absteiger geht es ohnehin nur noch um einen Mittelfeldplatz. Gegen die Gäste dürfte die FSG favorisiert sein. Allerdings spielen die Usenborner unter Daniel Knebel sehr abwehr- und kampfstark. Die Altenstädter müssen noch eine Schippe drauflegen, um das Abwehrbollwerk der Gäste zu brechen.

Der VfR Rudingshain spielt gegen die SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten . Im bisher einzigen Spiel gingen die Rudingshainer gegen die Sportfreunde Oberau II mit 1:4 unter. Dadurch rutschte die Elf von Trainer Michael Krause auf den Relegationsplatz ab, und die Usenborner zogen an den Vogelsbergern vorbei. Auch für die Geiß-Niddaer war der Saisonstart alles andere als optimal mit den beiden Niederlagen gegen Rainrod und Ortenberg. Der Vorteil der SG ist, dass sie mit 28 Punkten bereits über ein solides Punktepolster verfügt.

Der FC Rommelhausen tritt gegen die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim an. Der FCR zeigte offensiv auch ohne den verletzten Andrei Butiu eine gute Partie. Den Siegtreffer erzielte dabei Roman Cazac mit seinem ersten Tor für den FCR. Auch für die Nieder-Mockstädter dürfte Rommelhausen nicht leicht berechenbar sein. Die Nieder-Mockstädter erledigten die Pflichtaufgaben gegen Usenborn/Bergheim (2:0) und Hainchen (2:1) nicht spektakulär, aber erfolgreich.

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