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Richter hält den Sieg fest

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Region (op). Rund 250 mitgereiste Fans wussten, wen sie nach Spielende zu feiern hatten. »David Richter«-Sprechchöre hallten am Sonntag durch die Ostalb-Arena. Und der Torwart der Offenbacher Kickers bedankte sich auf seine Art beim treuen Anhang, stieß einen gewaltigen Jubelschrei aus und ballte vor der Fantribüne energisch die Fäuste. Der Auftritt des 23-Jährigen nach dem Abpfiff dokumentierte eindrucksvoll, wie viel den Kickers der 2:

0 (0:0)-Erfolg beim VfR Aalen auch emotional bedeutete.

Mit dem fünften Sieg in Folge in der Fußball-Regionalliga Südwest hat der OFC nicht nur einen erfolgreichen Restart nach zweiwöchiger Corona-Zwangspause geschafft.

Die Kickers machten auch deutlich, dass mit ihnen im Aufstiegsrennen weiter zu rechnen ist. »Der Schlüssel waren die Effizienz und David Richter«, meinte OFC-Trainer Sreto Ristic. Der Vertreter des verletzten Kapitäns Stephan Flauder hielt seiner Mannschaft mit mehreren Glanzparaden die Null fest. Gegen Mark Müller (14.) und Leon Volz (35.) sowie nach dem Wechsel gleich dreimal gegen Aalens Torjäger Steffen Kienle (46., 69., 71.) blieb Richter der Sieger.

»Wir hatten richtig Lust, hier zu spielen. Es war wichtig, dass wir die Null gehalten haben«, erklärte Richter. Seine Bilanz ist durchaus bemerkenswert: Im vierten Regionalliga-Spiel für den OFC von Beginn an blieb er erneut ohne Gegentor. Es benötigte nach einer kniffligen ersten Hälfte noch einen weiteren Schreckmoment in der 46. Minute, als Kienle mit einem Scherenschlag am glänzenden Richter scheiterte. Dann kamen die Kickers besser ins Spiel - und schlugen gnadenlos effizient zu. Nach schöner Seitenverlagerung von Philipp Hosiner stand Lucas Hermes rechts frei - und traf satt ins linke Eck: Der berühmte Dosenöffner. »Lucas hat sich endlich mal belohnt«, meinte Ristic. Anschließend boten sich den Kickers immer mehr Räume gegen nunmehr »Alles oder Nichts« spielende Gastgeber. Eine solche Situation nutzte dann Hosiner zur Entscheidung. Der Winterzugang der Kickers, der zuvor schon als Vorlagengeber für Hermes und mit einer Reihe von schlauen Anspielen geglänzt hatte, nahm den Ball klasse mit, tanzte noch einen Gegner aus und vollendete präzise ins linke Eck (82.).

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