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Rekordmeister entzaubert

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Von: red Redaktion

Wetzlar (red). Wieder sorgte die HSG Wetzlar für eine Überraschung in der Handball-Bundesliga gegen den THW Kiel und fuhr einen 29:27-Heimsieg ein. Die Stars aus dem hohen Norden kommen mit den kämpfenden Wetzlarern nicht zurecht.

Die HSG Wetzlar hat ihre beeindruckende Bilanz gegen den Rekordmeister aus Kiel fortgesetzt. Schon in den vergangenen zehn Spielen konnten die Hessen fünf Mal triumphieren. Damit sind für Kiel die Hoffnungen auf den Titelgewinn nochmals geringer geworden - zumal Spitzenreiter SC Magdeburg schon tags zuvor mit 27:24 beim Bergischen HC gewonnen hatte und nun 30:0-Punkte vorweist. Kiel hat nun 24:8-Zähler auf Rang drei. Wetzlar rangiert dagegen auf dem fünften Platz.

Die Anfangsphase in Wetzlar stand im Zeichen der Torhüter. Bei den Kielern war Niklas Landin sofort ein Rückhalt, und auf der anderen Seite zeigte Till Klimpke, warum er es mit seinen 23 Jahren bis in die deutsche Nationalmannschaft gebracht hat. Unter anderem parierte der 1,98-Meter-Hüne nach acht Minuten einen Siebenmeter von Niclas Ekberg. Erinnerungern wurden wach an die Partie aus dem Oktober des vergangenen Jahres, als Klimpke die Kieler reihenweise entnervte und maßgeblich dazu beitrug, dass die »Zebras« letztlich ein 22:31-Debakel erlebten.

Klimpkes Paraden

Diesmal bildeten seine Paraden die Basis dafür, dass die HSG nach 25 Minuten mit 11:8 führte. Kiels Trainer Jicha reagierte wenig später darauf und nahm eine Auszeit. Eine umgehende Besserung stellte sich aber nicht ein, zur Pause lag der Rekordmeister mit 9:12 zurück. Ein deutliches Wetzlarer Zwischenhoch in der 36. Minute: Zunächst hielt Klimpke einen Wurf von Harald Reinkind mit seinen Händen fest, und dann warf er den Ball umgehend zum 16:12 ins leere THW-Tor. Die Kieler kämpften sich später bis auf 26:27 (57.) heran, doch dann unterliefen ihnen bei zwei Angriffen in Folge technische Fehler. Die HSG nutzte diese Schwächephase aus, Magnus Frederiksen traf zum 29:27-Endstand.

HSG Wetzlar - THW Kiel 29:27 (12:9). HSG Wetzlar: Novak (5), Nyfjäll (5), Cavor (3), Holst (3/3), Mellegard (3), Rubin (3), Forsell Schefvert (2), Fredriksen (2), Danner (1), Feld (1), T. Klimpke (1) . THW Kiel: Sagosen (9), Ekberg (5/1), Wiencek (5), Duvnjak (4), M. Landin (2), Dahmke (1), Weinhold (1). Zuschauer: 1250. Strafminuten: 6/6.

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