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Reizvolles Derby

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Zum Kopfballduell steigen Martin Leist (links) vom VfB Höchst und dessen Kontrahent Dominik Schmidt vom KSV Eschenrod hoch. © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (fsr). Mit dem Derby zwischen der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen wird am heutigen Samstagnachmittag der Spieltag in der Fußball-Kreisoberliga Büdingen eröffnet. Am Sonntag stehen einige wegweisende Partien im Abstiegskampf an. Unter Zugzwang steht der auf den vorletzten Rang abgerutschte KSV Aulendiebach in Kefenrod. Auch für die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim (gegen Düdelsheim) und die FSG Altenstadt (beim SV Seemental) geht es gegen etwas stärker eingeschätzte Gegner um wichtige Punkte für den Ligaverbleib.

Im Ringen um die Vizemeisterschaft rückt das Nachbarschaftsduell zwischen der FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf und dem SV Blau-Weiß Schotten in den Fokus.

SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen - VfR Wenings (Samstag, 17 Uhr in Bindsachsen). Für die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen fühlte sich das 2:2 in Dauernheim wie eine Niederlage an, schließlich kassierte die Elf der beiden Trainer Simon Greco und Sebastian Hopp beide Gegentreffer in der Schlussphase. Einen mentalen Knacks erwartet Greco dadurch aber nicht, denn dafür trat seine Mannschaft in der Rückrunde viel zu stabil auf. Im Derby gegen den VfR Wenings will die Dreierspielgemeinschaft auf heimischem Terrain in Bindsachsen nun erneut für den vorzeitigen Klassenerhalt punkten. »Wenn wir mutig und aggressiv spielen, ist vieles möglich«, meint Simon Greco. In der Hinrunde war die SG gegen den ehemaligen Gruppenligisten bei der 0:3-Niederlage recht chancenlos. Doch auch im VfR-Lager weiß man, dass sich beim Gegner die Vorzeichen etwas geändert haben. Der VfR Wenings geht derweil ausgeruht ins Spiel. Am vergangenen Wochenende strich die Mannschaft von Trainer Adrian Ionescu die Punkte gegen Ortenberg kampflos ein und auch unter der Woche waren die Grün-Weißen nicht im Einsatz.

SG Nieder-Mockstadt/Stammheim - SV Phönix Düdelsheim (Sonntag, 15.15 Uhr in Stammheim). Herrschte vor einer Woche nach dem mageren 0:0 gegen Germania Ortenberg bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim noch Tristesse, so ist nach dem 2:1-Heimerfolg gegen den TV Kefenrod wieder Zuversicht bei der Florstädter Spielgemeinschaft eingekehrt. Der Klassenerhalt scheint plötzlich wieder machbar. »Gegen die starken Düdelsheimer wollen wir wenigstens einen Punkt, für den Blick nach oben besser noch einen Sieg«, sagt SG-Interimstrainer Klaus Potschka. Der erfahrene Übungsleiter hofft auf einen ähnlich kämpferisch starken Auftritt wie am vergangenen Sonntag. »Die Mannschaft hat das Maximale rausgeholt, deswegen war unser Sieg auch verdient.« Dass er trotz des ersten Dreiers des Jahres erneut personelle Änderungen vornehmen muss, wollte Potschka nicht ausschließen. Rot-gesperrt fehlen wird Alexander Krohm.

TV Kefenrod - KSV Aulendiebach (Sonntag, 15.15 Uhr). Der TV Kefenrod konnte nur eines seiner sechs zurückliegenden Punktspiele gewinnen und schaut nach dem bitteren 1:2 bei Abstiegskandidat SG Nieder-Mockstadt/Stammheim wieder etwas genauer auf die Ergebnisse der Vereine aus der hinteren Tabellenhälfte. »Wir haben in Stammheim unser schwächstes Spiel in der Rückrunde absolviert und sind leider leer ausgegangen. Obwohl wir personell arg geschwächt waren, war ich mit dem Auftritt überhaupt nicht zufrieden«, blickt Kefenrods Trainer Klaus Peuker zurück und berichtet von einer Aufarbeitung des jüngsten Spiels in dieser Trainingswoche. Gegen den abstiegsbedrohten KSV Aulendiebach, der am Donnerstag sein Heimspiel gegen den VfB Höchst 0:3 verloren hat, soll die Scharte ausgewetzt werden. Mit Jan Albus und Yannick Becker stehen den 08ern zwei Führungsspieler wieder zur Verfügung. »Durch sie erhoffe ich mir mehr Struktur und Stabilität im Spiel, sodass die drei Punkte bei uns bleiben«, so Peuker abschließend.

SV Seemental - FSG Altenstadt (Sonntag, 15.15 Uhr in Ober-Seemen). Das 1:1-Unentschieden beim SV Blau-Weiß Schotten nahmen die Verantwortlichen des SV Seemental am Mittwochabend mit Wohlwollen zur Kenntnis. »Nach vier Punkten gegen die Topteams aus Eschenrod und Schotten wollen wir auch am Sonntag wieder punkten«, spornt SVS-Spielertrainer Dominic Höhl sein Team vor dem Heimspiel gegen die FSG Altenstadt an. Auf der guten kämpferischen Einstellung aus dem Schotten-Spiel soll aufgebaut werden. Höhl: »Personell stellt sich die Sache aktuell bei uns etwas schwierig dar. Es sind angeschlagene oder privat verhinderte Stammkräfte zu beklagen.« Die Gäste aus Altenstadt versuchen daraus, Kapital zu schlagen, denn im Abstiegskampf zählt für die FSG bis zum Saisonende jeder Punkt.

Germania Ortenberg - KSV Eschenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Der KSV Eschenrod setzte am Donnerstagabend mit dem 1:0-Sieg beim souveränen Spitzenreiter SV Ranstadt ein Ausrufezeichen und beendete eine wochenlange Durststrecke mit einem Dreier. Mit frischem Selbstbewusstsein reisen die Vogelsberger nun als klarer Favorit zum Tabellenletzten Germania Ortenberg. »Nachdem uns letztes Wochenende sagenhafte 31 Spieler nicht zur Verfügung standen und wir leider das Spiel gegen Wenings kurzfristig absagen mussten, gab es die letzten Tage wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. So konnten wir die Woche mit zwölf beziehungsweise 14 Spielern trainieren und können Sonntag wieder eine einigermaßen schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken«, berichtet Ortenbergs Spielausschuss-Vorsitzender Christian Funk. Gegen den stark besetzten Gegner verwundern seine taktischen Ideen nicht: »Wir werden ordentlich Beton anrühren müssen und auf den ein oder anderen Nadelstich hoffen, damit am Ende ein akzeptables Ergebnis herausspringt. Dies ist uns die vergangenen Spiele immer gelungen und lässt auch für Sonntag hoffen.«

SG Hettersroth/Burgbracht - FSV Dauernheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Knapp über dem Strich der Abstiegszone ist die SG Hettersroth/Burgbracht zu finden. Die Elf von Trainer Markus Sinner holte trotz passabler Leistungen aus den beiden Partien gegen die Topteams aus Ober-Schmitten und Schotten nur einen Punkt und will am Sonntag im Heimspiel gegen den ebenfalls noch nicht gesicherten FSV Dauernheim nachlegen. »Das wird ein richtungsweisendes Spiel, in dem die Tagesform entscheiden wird«, meint Sinner. Im Gegensatz zum Spiel bei Blau-Weiß Schotten, als sich im Kader der SG kurzfristig einige Lücken auftaten, sieht die Personallage bei den Gastgebern wieder besser aus. Unter anderem stehen die Brenkmann-Brüder für das wichtige direkte Duell im Kampf um den Klassenerhalt zur Verfügung.

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf - SV Blau-Weiß Schotten (Sonntag, 15.15 Uhr in Eichelsdorf). Im Kampf um die Vizemeisterschaft kommt es in Eichelsdorf zum reizvollen Derby zwischen der gastgebenden FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf und dem SV Blau-Weiß Schotten.

»Wir sind heiß auf die Begegnung. Das Team hat gut trainiert wir haben einen ordentlichen Lauf, den wir im Derby natürlich fortsetzen wollen«, unterstreicht FSG-Spielertrainer Ferdijan Idic. In der Tabelle steht seine Truppe zwei Punkte besser als die Blau-Weißen da. »Ich sehe den größeren Druck auf Schottener Seite, denn sie müssen gewinnen, um aus eigener Kraft an uns vorbeizuziehen«, betont Idic, der gleichzeitig hofft, dass der Heimvorteil am Ende für die eigene Elf den Ausschlag geben wird. Der Spielertrainer hat schon Ideen im Kopf, wie seine Jungs die kompakte Defensive der Blau-Weißen knacken kann.

Nicht am Matchplan der FSG beteiligen können sich diesmal Marvin Bohmann und Johannes Herzen, die beide ausfallen werden.

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