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»Rechenspiele« helfen Gedern nicht weiter

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Gedern/Oberau/Nidda (jore). Während die Meisterschaft zugunsten der Sportfreunde Seligenstadt in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost so gut wie entschieden ist, hat die Spannung im Abstiegskampf nach den letzten Ergebnissen noch einmal deutlich zugenommen. Das Feld der gefährdeten Mannschaften reicht aktuell bis zum Tabellenzwölften SVG Steinheim.

Schlusslicht SC Viktoria Nidda steht seit letzten Sonntag bereits als erster Absteiger fest - und auch für die Sportfreunde Oberau, den FC Hanau 93 II und FSV Bad Orb wird es keine Rettung mehr geben.

Bleiben also fünf Mannschaften, welche die beiden anderen Absteiger unter sich ausmachen werden. Mittendrin im Überlebenskampf befindet sich der FC Alemannia Gedern, der am Sonntag (Anstoß 15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Kickers Obertshausen vor einer ganz hohen Hürde steht.

FC Alemannia Gedern - Kickers Obertshausen (Sonntag, 15.30 Uhr). Zieht man vor diesem Duell nur die aktuelle Tabellenkonstellation ins Kalkül, so spricht natürlich einiges für die Gäste aus dem Fußballkreis Offenbach. Schaut man allerdings auf die aktuelle Rückrundentabelle, dann trifft hier der Tabellenvierte auf den Tabellenzweiten. Allein deshalb von einem Duell auf Augenhöhe zu reden, das wäre dann aber dennoch etwas übertrieben. »Obertshausen ist der klare Favorit und will in diesem Jahr Vizemeister werden«, weiß auch FCA-Spielertrainer Jannik Jung die Ausgangsposition realistisch einzuschätzen. Allerdings wohl wissend, dass man in den letzten Wochen unter Beweis gestellt hat, dass man gegen Mannschaften aus dem vorderen Tabellendrittel schon gewinnen kann.

So zum Beispiel am letzten Sonntag in Klein-Krotzenburg, wo Gedern mit einem am Ende vollauf verdienten 2:1-Erfolg die Hoffnung auf den Ligaverbleib am Leben gehalten hat. »Wenn alles passt, dann können wir auch gegen Obertshausen etwas holen«, zeigt sich Jung zuversichtlich. An das Hinspiel denkt der FCA-Coach ungern zurück. »Es war mit die bitterste Saisonniederlage, weil uns in der 75. Minute ein Tor wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt wurde und wir dann noch in der Nachspielzeit verloren haben.« Nach den Erkenntnissen vom Hinspiel weiß Jung aber auch, was den FCA morgen Nachmittag erwartet: »Da kommt eine eingespielte Mannschaft, die ein klares System spielt und mit Marius Krikser einen Stürmer in den eigenen Reihen hat, der immerhin schon 26 Tore in dieser Saison erzielt hat«.

Mit den Ergebnissen der Nachholspiele in der Woche war Jung übrigens nicht vollauf zufrieden. Vor allem der 4:3-Heimsieg des VfB Offenbach gegen Germania Dörnigheim hat bei den Alemannen alles andere als Jubelstürme ausgelöst. Nichtsdestotrotz trennen den FCA nur vier Punkte vom rettenden Ufer und sechs Spiele sind ja noch zu absolvieren. »Rechenspiele helfen uns nicht weiter. Wir schauen weiterhin von Spiel zu Spiel.« Was die personelle Ausgangsposition betrifft, so steht neben dem weiterhin angeschlagenen Gianluca Kraus (Leistenprobleme) auch Marvin Laubach (beruflich verhindert) nicht zur Verfügung. Lukas Reichert ist nach Mitteilung von Jung dann eine Option für die Startelf, »wenn er sich zu hundert Prozent fit fühlt«.

FC Germania Dörnigheim - Sportfreunde Oberau (Sonntag, 15.30 Uhr). Beide Mannschaften waren in der Woche bereits im Einsatz und mussten Niederlagen einstecken. Die Germania hatte beim VfB Offenbach mit 3:4 das Nachsehen und die Sportfreunde kassierten im Wiederholungsspiel gegen den FSV Bad Orb eine 1:4-Heimpleite. »Letztlich hat Bad Orb einfach die Chancen besser genutzt und uns nach dem Rückstand auch die Durchschlagskraft gefehlt«, nannte Oberaus Interimscoach Kevin Kuhl Gründe für die letzte Niederlage. Die Partie in der Woche hat dann aber auch wieder einmal offenbart, dass es momentan einfach schwierig ist, den Ausfall zahlreicher erfahrener Spieler zu kompensieren. Für die Oberauer geht es jetzt natürlich auch darum, Spannung für das bevorstehende Kreispokalfinale aufzubauen. Gian-Luca Klahr wird wohl wieder in den Kader zurückkehren, für den verletzten Stürmer Stefano Amore (Zehenprellung) kommt das Spiel noch zu früh. »Wir werden da kein Risiko eingehen und hoffen, dass er beim Kreispokalfinale wieder zur Verfügung stehen wird«, teilte Kuhl mit. Der Fokus bei den Sportfreunden ist aktuell ganz klar auf den 26. Mai gerichtet. »Wir nutzen die nächsten Spiele dann auch dazu, verschiedene Dinge einfach mal zu testen«, teilte Kuhl abschließend mit.

FC Hanau 93 II - SC Viktoria Nidda (Sonntag, 15 Uhr). Das Kellerduell avanciert zu einem Spiel um die »goldene Ananas«. Genau 32 Anläufe hat die Viktoria benötigt, um endlich mal kein Gegentor zu kassieren. Maßgeblichen Anteil hieran hatte nach Auskunft von Coach Christoph Pilch Keeper Gheorghe Popa, der mit einigen tollen Paraden Garant dafür war, dass am Ende die Null stand. Doch trotz des 2:0-Heimsieges vor Wochenfrist gegen den SVG Steinheim steht die Gänsweid-Elf als erster Absteiger fest und für den morgigen Gastgeber wird es bei aktuell 13 Zähler Rückstand zum rettenden Ufer bis Mitte Juni auch keine Rettung mehr geben. Bei dieser Ausgangsposition können beide Teams an diesem dritten Mai-Sonntag eigentlich ganz befreit aufspielen. Auch wenn zuletzt in Dörnigheim (0:6) auch mal wieder ein Ausreißer mit dabei war, so freut sich Viktoria-Spielertrainer Christoph Pilch dann doch sehr darüber, »dass es immer besser wird«.

Die verbleibenden Spiele bis zum Saisonende dienen quasi auch schon als Einspielphase für die nächste Runde, wo man in der höchsten Büdinger Spielklasse natürlich wieder ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden will. Bei der Viktoria wieder einsatzfähig ist Garik Rafaelyan, der nach seiner »Gelb-Rot-Sperre« als Option im Offensivbereich wieder zur Verfügung steht. Auch Benedikt Berting wird in den Kader zurückkehren.

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