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Ranstadt baut Führung aus

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Kreis Büdingen (jore). Der Monat April begann in der Fußball-Kreisoberliga Büdingen mit einem stark reduzierten Spielprogramm. Nur vier der insgesamt acht angesetzten Begegnungen fanden am gestrigen Sonntag statt. Wegen widriger Platzverhältnisse wurde das Heimspiel des KSV Aulendiebach gegen den VfB Höchst sowie das Gastspiel von Tabellenschlusslicht FC Germania Ortenberg bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim abgesetzt.

Corona im Lager der SG Hettersroth/Burgbracht führte dazu, dass das Auswärtspiel der Sinner-Elf bei der FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf ebenfalls nicht stattfinden konnte. Bereits am Freitag hatten sich die Verantwortlichen des SV Blau-Weiß Schotten und des SV Seemental über eine Spielverlegung verständigt. Grund waren auch hier einige an Corona infizierte Spieler in Reihen der Blau-Weißen. Nach Rückkehr des Winters in der Nacht zum Samstag hätte das Spiel auf dem »Bockzahl« allerdings ohnehin nicht stattfinden können. Im Einsatz befand sich allerdings das aktuelle Führungsduo im Büdinger Oberhaus. Tabellenführer SV Ranstadt hat nach einem 3:0-Auswärtssieg beim VfR Wenings seine Führungsposition auf nunmehr vier Zähler ausgebaut. Zu Gute kam dem SVR, dass Verfolger KSV Eschenrod im Auswärtsspiel beim SV Phönix Düdelsheim (1:1) zwei Punkte liegen gelassen hat.

Im unteren Tabellendrittel verbuchte der FSV Dauernheim einen 1:0-Heimsieg gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn FSG Altenstadt und nach diesem wichtigen Dreier erst einmal die Abstiegsränge verlassen. Immer weiter von der Abstiegszone entfernt sich die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen, die im Nachbarschaftsderby beim TV 08 Kefenrod (siehe Spiel des Tages) einen 2:1-Auswärtssieg einfuhr.

VfR Wenings - SV Ranstadt 0:3 (0:2). Im Heimspiel gegen den Tabellenführer ließ der VfR in den Anfangsminuten den Ball gut in den eigenen Reihen laufen, ohne zunächst aber klare Torchancen zu kreieren. Die erste Tormöglichkeit für den SVR hatte Dennis Weber, dessen Schuss aber von Jan-Niklas Wiegers abgeblockt wurde (19.). Drei Minuten später gab es Strafstoß für die Gäste, den Nico Weber zum 0:1 verwandelte (22.). Fazit nach einer halben Stunde: Der VfR mit mehr Spielanteilen und der Gast aus Ranstadt verlegte sein Spiel auf Konter. Klare Torchancen der gastgebenden Grün-Weißen blieben auch in der Folge Mangelware. Ein Freistoß von Constantin Toba brachte nichts ein (37.). Auf der Gegenseite scheiterte Daniel Jembere bei einem Standard an VfR-Keeper Maximilian Reissky (39.). Mit dem zweiten verwandelten Foulelfmeter, der nach Ansicht des VfR-Vorsitzenden Stephan Wiegers in der Entstehung zweifelhaft war, traf Nico Weber kurz vor der Halbzeit zum 0:2 (44.).In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs noch eine gute Möglichkeit für den VfR zum Anschlusstreffer, doch scheiterte Jan-Niklas Wiegers am glänzend reagierenden SVR-Keeper Valeri Windermut (45.+1). Auch in der zweiten Halbzeit tat sich der VfR schwer nennenswerte Torchancen herauszuspielen. Viele Nickligkeiten hemmten den Spielfluss. Torgefahr keimte auf VfR-Seite zunächst nur bei Standardsituationen auf. Einen Freistoß von Rogozinaru parierte SVR-Keeper Windermut im Nachfassen (74.). Zwei Minuten später scheiterte auch Toba am Gästekeeper. Die endgültige Entscheidung fiel kurz vor Spielende, als Tobias Kloryczak einen Freistoß zum 0:3-Endstand verwandelte (87.). »In der Offensive haben wir einfach die nötige Durchschlagskraft vermissen lassen«, lautete das Fazit des VfR-Vorsitzenden Stephan Wiegers.

FSV Dauernheim - FSG Altenstadt 1:0 (0:0). Der FSV musste in diesem wichtigen Abstiegsduell erneut auf etliche verletzte und erkrankte Spieler verzichten - doch befand sich Goalgetter Marco Grollmann wieder an Bord und konnte so das Angriffsspiel des FSV unterstützen. Die Partie verlief in der ersten Hälfte sehr zerfahren und man merkte beiden Mannschaften an, dass es um einiges ging. Ohne Torchancen auf beiden Seiten ging es in die Halbzeitpause. Das Spiel wurde im zweiten Durchgang etwas besser. In der 53. Minute verzeichnete der FSV seine erste Tormöglichkeit, als Grollmann nach einem Eckball aus zehn Metern den Ball über das FSG-Gehäuse setzte. Auch die nächste Gelegenheit hatte Grollmann, als er in der 58. Minute nach einem Koonter an FSG-Keeper Schön scheiterte. Auch Altenstadt war nun im Spiel. In der 60. Minute wurde ein Schuss von Engin Akgün kurz vor der Torlinie geblockt. In der 63. Minute folgte die bis dato beste Möglichkeit in diesem Spiel, aber erneut scheiterte Grollmann freistehend an Gästekeeper Schön. In der 75. Minute war es dann im dritten Versuch aber soweit: Wieder nach einem schnellen Angriff lief Grollmann alleine auf das FSG-Tor zu, ließ diesmal Schön keine Abwehrchance und traf zum 1:0 für die Gastgeber. Dauernheim hätte in der Folgezeit die Führung ausbauen müssen, aber die klarsten Chancen blieben reihenweise ungenutzt. In der Nachspielzeit hatte FSG-Spielertrainer Timo Schneider nach einem Eckball die Chance zum Ausgleich, doch FSV-Keeper Maximilian Henns war auf dem Posten. Aufgrund der besseren Chancen in der zweiten Halbzeit, ein am Ende verdienter Sieg für den FSV.

SV Phönix Düdelsheim - KSV Eschenrod 1:1 (0:0). Bei bestem Fußballwetter sahen die 125 Zuschauer ein munteres Kreisoberligaspiel. Die erste Chance hatte der Gast durch Alexander Möller, der eine Hereingabe von Dennis Preusch knapp verpasste (4.). Nach 20 Minuten folgte der erste Torschuss für den SV Phönix durch Robin Sommer, doch strich der Ball über das KSV-Gehäuse. In der 28. Minute eine Möglichkeit für Max Emrich nach Ecke von Robin Sommer und auch hier strich der Ball über die Latte. Danach verflachte die Partie ein wenig und fand vornehmlich im Mittelfeld statt. In der 41. Minute ein Torschuss aus 16 Metern von Dennis Preusch und Phönix-Keeper Rafael Kandora lenkte den Ball über die Latte. Für die zweite Halbzeit hatte sich der SV Phönix viel vorgenommen. In der 50. Minute traf Christian Teifert nur den Pfosten des Gästetores. In der 60. Minute vergab Marvin Schneider nach Zuspiel von Robin Sommer in aussichtsreicher Position. Neun Minuten später folgte die erste Möglichkeit für den Gast und Johannes Kinzer Valencia verwertete ein Zuspiel von Kerem Kayatuz zum 0:1. Danach drängte der SV Phönix auf den Ausgleich und hatte jetzt Chancen im Minutentakt. Nach vielen Torschüssen strich der Ball jeweils knapp am Tor vorbei. In der 89. Minute wurde Maximilian Seidel im KSV-Strafraum gefoult und Marvin Schneider verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich. Die Gäste waren sehr effektiv, während der SV Phönix zu viele Chancen ungenutzt ließ. Schiedsrichter Cihat Ötnü (Dieburg) zeigte eine gute Leistung.

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