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Problemzonen

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Der stark auftrumpfende Nicolas Berndt ist im mittleren Paarkreuz ein Punktegarant für seinen TTC Höchst und bleibt in der Vorrunde ungeschlagen. © Ralph Lehmberg

In der Tischtennis-Hessenliga Gruppe Nord/Mitte wird der Klassenerhalt für die Mannen des TTC Höchst in der Saison 2021/2022 sehr schwierig, denn sie überwintern auf dem vorletzten Rang

Höchst (wn). In der Tischtennis-Hessenliga Gruppe Nord/Mitte wird der Klassenerhalt für die Mannen des TTC Höchst in der Saison 2021/2022 sehr schwierig, denn aktuell überwintern sie auf dem vorletzten Rang. Zwar wird man in der Rückrunde Oliver Scherer für den vorbildlich kämpfenden Mario Vidovic einsetzen und dieser sollte auch hinten ein Punktegerant werden, doch das Team von der Nidder aus dem Altenstädter Stadtteil drücken Probleme vor allem im vorderen Paarkreuz.

Bei Spitzenkraft Karlheinz Sommer darf man erst mit Einsätzen zum Saisonende rechnen, und Sascha Jäger ist bedingt durch seine Knieproblemen noch weit weg von seiner Bestform, sein Mitwirken teilweise oder komplett ist noch lange nicht sicher.

Kohlstetter und Berndt überzeugen

Im mittleren Paarkreuz dagegen ist der TTC bestens aufgestellt, denn dort konnte Nicolas Berndt - in der Mitte in der Vorrunde ohne Niederlage - total überzeugen, und Peer Kohlstetter hat in der Vorrunde eine tolle Bilanz gespielt, meistens schon in der Mitte. Mit Simon Winterstein, der nach hinten rückt, sollte ein weiterer Punktegarant die Hoffnungen auf den Klassenerhalt mindestens lange Zeit aufrecht erhalten. Durch die Hereinnahme von Oliver Scherer fällt auch der Sperrvermerk für Andreas Gnann weg, so dass man mit ihm noch einmal eine Alternative mehr hat, eine gute.

In der abgelaufenen Vorrunde wurde der eigentlich nur als Mitfavorit gestartete Gießener SV II mit einer makellosen Bilanz von 20:0-Herbstmeister vor dem TV Großen-Linden mit 17:3. Der eigentliche hohe Favorit SVH Kassel II belegt noch hinter dem SV Niestetal (13:7 Punkte) mit 12:8-Punkten nur den vierten Platz. Etliche Stammspieler und Leistungsträger standen vor allem in der zweiten Hälfte der Vorrunde nicht mehr zur Verfügung und mit dem Einsatz wird auch zur Rückrunde nicht gerechnet.

Aus dem Elferfeld müssen drei Mannschaften den direkten Abstieg in die Verbandsligen antreten und auch der Relegationsplatz schützt nicht vor diesem bitteren Abstieg, denn in der Relegationsrunde wird man auf die bärenstarke TG Langenselbold II mit dem dort überragenden Peter Rohr aus Altenstadt-Rodenbach oder den TV Flieden treffen.

Drei Teams steigen direkt ab

Das heißt, dass mit hoher Wahrscheinlichkteit rund ein Drittel der Mannschaften die Hessenliga in Richtung Verbandsliga verlassen müssen. Der TTC als derzeit Vorletzter hat auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Eintracht Felsberg als Siebter mit 9:11-Punkten) bereits einen Rückstand von fünf Punkten, der selbst mit einem starken vorderen Paarkreuz kaum aufzuholen ist.

Bester Spieler des vorderen Paarkreuzes war der überragende Marco Grohmann vom TSV Allendorf mit 17 Siegen aus 17 Spielen mit dem sehr hohen Bilanzwert von 10928. Aber nur knapp dahinter liegen mit Matas Vilka (16:1, 10.513) und Andrius Preidzius (18:2, 6.500) die Spitzenspieler des TV Großen Linden. Auch Oliver Welt von TSV Allendorf durchbrach mit seiner Bilanz von 15:2 noch die Schallgrenze des Bilanzwertes von 10000 (10029). Mit doch deutlichem Abstand folgt Oliver Fuchs vom Herbstmeister Gießener SV, der in der Mitte gestartet war, dann aber »vorne« auftrumpfte (16:4, 9125). Fast gleichstark war Stas Blumhardt (Eintracht Felsberg). Seine 10:2 brachten ihn auf 9050. Mit erneut beträchtlichem Abstand folgen: Johann Klee (SC Niestetal; 11:5, 8237) und Florian Bierwirth (SVH Kassel II, 10:5, 8025). Christian Gleitsmann (SVH Kassel II) belegt in der Rangliste den neunten Platz, wobei er seine 12:4 (7734) mit 7:0 zum großen Teil in der Mitte erspielte. Der nur wenig eingesetzte Ex-Höchster Christian Löffler blieb als Zehnter in der Rangliste bei sechs Siegen in der Mitte ungeschlagen. Aller Ehren wert ist der 13. Rang von Karlheinz Sommer (Höchst), der es bei acht Spielen immerhin auf fünf Siege brachte (BW 7231).

Hinter Christian Löffler überzeugten in der Mitte Cyril Menner (Gießener SV; 15:3, 7.300), Julian Koch (SC Niestetal; 10:3, 6.650), Lars Merle (Eintracht Felsberg; 6:2, 6.163), Andrzej Biziorek (TTC Hofgeismar; 7:3, 5.900) und der eigentlich im hinteren Paarkreuz gemeldete Peer Kohlstetter vom TTC Höchst mit 11:4 (5850).

Lob für Doppel von der Nidder

Im hinteren Paarkreuz spiegeln sich die Tabellenstände nach der Vorrunde wider. An der Spitze liegt Jürgen Boldt vom Gießener SV II mit 7:1 (5123), gefolgte von Simon Frodl Grietschmann (TV Großen-Linden; 5:1, 4800), Philipp Horvath (TV Großen Linden; 10:4, 4421), Timo Geier (Gießener SV II; 9:4 4335) und Segej Ginkel (TTC Hofgeismar; 11:4, 4275).

Das beste Doppel der Vorrunde stellte etwas überraschend der TTC Hofgeismar mit Kittel/Hinz, die es aufzwölf Siege bei nur zwei Niederlagen brachten. Kaum schlechter waren Grohmann/Welt vom TSV Allendorf mit 11:1, Preidzius/Viltas vom TV Großen-Linden mit 9:1, Bierwirth/Gleitsmann vom SVH Kassel II mit 8:1, Bublitz/Krause vom TSV Breitenbach mit 9:3 und Graf/Koch vom SC Niestetal mit 7:2. Auf je 5:1 brachten es Sonnabend/Ginkel (TTC Hofgeismar), Blumhardt/Imberger (Eintracht Felsberg) und Fuchs/Boldt (Gießener SV II). Die ersten Zehn werden komplettiert von Jung/Horvath vom TV Großen-Linden mit 6:3. Auch die Doppelbilanzen des TTC Höchst konnten sich durchaus sehen. In der Rückrunde hofft man, dass Jäger/Winterstein (3:1), Berndt/Kohlstetter (3:2) sowie Sommer/Jäger (2:2) eine Schippe drauf legen können und auch Oliver Scherer seine Doppelqualitäten zur Geltung bringen kann.

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