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Prestigeträchtig

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Die beiden Düdelsheimer (von links) Maximilian und Benedict Seidel wollen gemeinsam Kefenrods Juri Hartung stoppen. © Red

Kreis Büdingen (fsr). Gebe es in dieser Saison eine Aufstiegsrunde zur Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost, so wäre aufgrund des engen Tabellenbildes der Kampf um die Vizemeisterschaft voller Brisanz. So aber geht es eher um das Prestige, bei der Frage, wer hinter dem so gut wie feststehenden Meister SV Ranstadt als nächstes Team über die Ziellinie kommt.

Das ursprünglich für Sonntag terminierte Spiel des Spitzenreiters gegen den SV Seemental wurde wegen eines Trauerfalls beim SVS einvernehmlich auf den 19. Mai verlegt. »Ich bedanke mich beim SV Ranstadt für sein Verständnis«, teilt Klassenleiter Hartmut Bohl (Fauerbach) mit. Reichlich Spannung bietet derweil der Abstiegskampf, dem sich die an diesem Sonntag gegenüberstehenden Teams des FSV Dauernheim und der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen bald entziehen wollen.

SV Phönix Düdelsheim - FSG Altenstadt (Sonntag, 15.15 Uhr). Die 0:7-Niederlage im Halbfinale des Kreispokals gegen Gruppenligist Sportfreunde Oberau war für Spieler und Trainer des SV Phönix Düdelsheim vor allem aufgrund der Chancenlosigkeit und der Höhe schmerzvoll. »Wir wollen uns gegen Altenstadt nach dem üblen Pokal-Aus erst mal rehabilitieren«, meint Phönix-Trainer Andreas Sommer. Die FSG bezeichnet er als unangenehmen Gegner, der mit aller Macht den aktuellen Abstiegsplatz verlassen will. »Diese Ausgangslage ist nicht leichter für uns. Es plagen uns zudem weitere Verletzungen mehrerer Spieler, bei denen es noch nicht sicher ist, ob sie bis Sonntag fit werden. Ich gehe von einen intensiven Spiel mit offenem Ausgang aus«, so Sommer.

SG Nieder-Mockstadt/Stammheim - TV Kefenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim herrschte am Donnerstagabend nach dem torlosen Remis gegen eine arg ersatzgeschwächte Elf des Tabellenletzten Germania Ortenberg Ernüchterung. »Wir hätten gewinnen müssen, doch wir geben uns nicht auf, auch wenn das mit dem Klassenerhalt sehr schwer wird«, sagt Klaus Potschka. Der Interimstrainer bemängelte einmal mehr die unzureichende Chancenverwertung und hofft nun, dass der Knoten womöglich im Heimspiel gegen den TV Kefenrod platzt. Gelingt gegen die 08er der langersehnte erste Dreier in diesem Jahr, könnte das im Abstiegskampf für die Florstädter Spielgemeinschaft zur Initialzündung werden. Bei allen Verletzungssorgen und ungeachtet des Negativlaufs ist rechnerisch für den Tabellendrittletzten noch längst nicht alles verloren. Die Gäste kassierten zuletzt eine 1:2-Heimniederlage gegen Phönix Düdelsheim und brauchen selbst wohl noch zwei Siege, um auch in der kommenden Saison sicher in der Kreisoberliga spielen zu dürfen.

KSV Aulendiebach - FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf (Sonntag, 15.15 Uhr). Im Spiel unter der Woche baute die FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf den zweiten Tabellenplatz aus, doch Spielertrainer Ferdijan Idic war trotz gutem Auftritt mit dem 1:1 gegen die SG Hettersroth/Burgbracht nicht zufrieden. »In Aulendiebach wollen wir nun gewinnen. Dafür müssen wir von der ersten Minute an dagegenhalten«, rechnet Idic mit kampfstarken Gastgebern, die im Abstiegskampf jeden Punkt selbst brauchen. Mit 20 Punkten nimmt der KSV derzeit den vorletzten Platz ein. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt für die Aulendiebacher, die in der kommenden Saison mit dem neuen Spielgemeinschaftspartner Rohrbacher SV gerne weiterhin in der Kreisoberliga spielen möchten, bereits fünf Punkte.

SV Blau-Weiß Schotten - SG Hettersroth/Burgbracht (Sonntag, 15.15 Uhr). Schottens Trainer Christoph Barschtipan freut sich auf das Heimspiel gegen die zuletzt recht erfolgreiche SG Hettersroth/Burgbracht, schließlich stand er vor einigen Jahren selbst als Trainer für die Spielgemeinschaft an der Bande. »Gegen Ex-Vereine macht es immer besonders Spaß«, betont der Blau-Weiß-Coach. Die Erfolgsserie des vermeintlichen Abstiegskandidaten, der zuletzt zehn von zwölf möglichen Punkten holte, hat Barschtipan natürlich registriert. »Das Spiel ist für uns eine harte Nuss, doch wir wollen sie knacken und die Punkte in Schotten behalten.« Zumindest kleine Ziele werden auf dem »Bockzahl« noch verfolgt. »Wir würden schon gerne weiter um die Plätze zwei oder drei mitspielen«, so Barschtipan. Was er nicht offen anspricht, aber dennoch im Hinterkopf hat: Eine Endplatzierung vor dem Stadtrivalen KSV Eschenrod wäre im Umfeld des SV Blau-Weiß gern gesehen.

FSV Dauernheim - SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen (Sonntag, 15.15 Uhr). Der FSV Dauernheim und die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen können mit ihrer bisherigen Punktausbeute in diesem Jahr zufrieden sein. Beiden Teams winkt der Klassenerhalt, dem Sieger dieses direkten Duells umso mehr. »Nachdem wir in Ortenberg dreifach punkten konnten, hat sich unsere Lage im Abstiegskampf zwar weiter verbessert, jedoch befinden wir uns bei Weitem noch nicht in sicheren Gefilden«, schätzt FSV-Trainer Michael Dietrich die Lage besonnen ein. Ziel sei es, in den kommenden Partien vorzeitig »den Deckel draufzumachen«. Gegen die Dreierspielgemeinschaft rechnet Dietrich mit einem schweren Spiel. »Trotz der jüngsten Niederlage gegen Schotten haben sie eine beachtliche Serie hingelegt und zählen zu den erfolgreichsten Teams der Rückrunde. Mit einer Punkteteilung könnten wir gut leben, zumal wir Wolferborn in der Tabelle auf Schlagdistanz halten würden«, erklärt der Übungsleiter.

VfR Wenings - Germania Ortenberg (Sonntag, 15.15 Uhr). Der VfR Wenings hat sein kleines Zwischentief überwunden und darf plötzlich sogar wieder auf Platz zwei schielen. Im Heimspiel gegen den designierten Absteiger aus Ortenberg sind die Grün-Weißen klar favorisiert. Spielausschusschef Markus Poppe weiß das und macht aus der Zielsetzung »drei Punkte« erst gar keinen Hehl. »Wir nehmen das Spiel ernst. Gegen Altenstadt und Aulendiebach stimmte gegen schlechter platzierte Teams die Einstellung überhaupt nicht, das muss sich ändern«, betont Poppe. Fehlen werden dem VfR weiterhin der Langzeitverletzte Leonard Neagu und Maximilian Heckert. Hinter den Einsätzen von Radu Bumbar und Adrian Ionescu stehen noch Fragezeichen.

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