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Positives Fazit auch ohne Zählbares

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Schotten (sw). Nach langer Spielpause konnten die Volleyballer des TGV Schotten in der Bezirksliga Süd der Region Mitte zum ersten Heimspieltag antreten. Allerdings waren die Aussichten auf einen Punktgewinn von vornherein heruntergeschraubt, denn mit dem TSV Hungen und dem noch verlustpunktfreien Tabellenführer DJK Freigericht gaben die beiden vermeintlich stärksten Teams des Siebener-Feldes in der Sporthalle der Vogelsbergschule ihre Visitenkarte ab.

Obwohl am Ende nur ein gewonnener Satz als statistisch Zählbares zu Buche stand, zog Mannschaftssprecher Vadim Reiter ein positives Fazit. »Es war für uns ein sehr guter Spieltag. Wir hatten die beiden stärksten Teams in der Liga zu Gast. Wir versuchen, Platz drei zu erreichen. «

TGV Schotten - TSV Hungen 0:3 (23:25, 14:25, 25:27). Das TGV-Team startete furios. Über 2:0 und 6:1 konnten sich die Schottener eine 10:4-Führung herausspielen. Besonders die Abwehr mit einer guten Blockarbeit und guten Annahmen durch Libero Luka Ulm ließen dem Gegner kaum Chancen auf platzierte Angriffe. Als der TGV beim Stand von 20:17 eine Auszeit nahm, hatte sich schon angedeutet, dass die Gäste besser ins Spiel gekommen waren. Die Verunsicherung in den Reihen der Gastgeber führte zum 21:21-Ausgleich und schließlich zum knappen Satzverlust.

Im zweiten Satz war der TGV von Beginn an auf der Verliererstraße. Nach einer Auszeit kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Leon Ulm konnte mit einem platzierten Angriff über Kopf zum 5:8 verkürzen. Gegen Satzende agierte der TGV sehr unkonzentriert, was den deutlichen Satzverlust zur Folge hatte. Wer nun ein schnelles Ende des Spiels prognostizierte, sah sich getäuscht. Die Gastgeber waren im Verlauf des kompletten Satzes den Hungenern gleichwertig. Beim Stand von 24:25 wehrte der TGV sogar einen Matchball ab. Der Zweite führte zum denkbar knappen Satzverlust in der Verlängerung.

TGV Schotten - DJK Freigericht 1:3 (11:25, 25:21, 21:25, 16:25). Im ersten Satz präsentierte sich der TGV als »guter Gastgeber«. Kalt erwischt durch eine Angabenserie der Gäste stand es schnell 0:6. Danach vergrößerte sich der Rückstand auf acht Punkte, und am Ende, nach vielen Fehlern und Unstimmigkeiten, hatten die Schottener sogar 14 Punkte weniger als Freigericht auf dem Satzkonto. Ganz anders war die Einstellung der Gastgeber im zweiten Spielabschnitt. Das Team konnte sich fangen und bot den Gästen lange Zeit ein ausgeglichenes Spiel (10:10). Zunehmend setzte sich allerdings das weitgehend fehlerfreie Spiel der Freigerichter durch. So ging auch dieser Satz - mit vier Punkten Unterschied - an die Gäste. Der dritte Satz brachte den Höhepunkt des Spieltages aus Schottener Sicht. Der TGV ging sogar mit 15:13 in Führung. Aber der DJK ließ die Schottener nicht wegziehen und glich zum 18:18 aus. Jetzt machte der TGV gehörig Druck und beschenkte sich mit dem Satzerfolg. Auch der vierte Satz verlief zunächst ausgeglichen. Bis zum 10:10 hielten die Schottener gut mit, mussten dann aber die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Ein Sonderlob erspielte sich Luka Ulm. Der Libero holte mit gekonnten Abwehraktionen schon verloren geglaubte Bälle, was der TGV aber im Angriff nicht mehr in Zählbares umwandeln konnte.

TGV Schotten: Ole Beck, Marius Reiber, Najeeb Ahmadzay, Andreas Braun, Leon Ulm, Konrad Köhler, Valeri Welker, Luka Ulm, Ralf Christoph, Vitali Deines, Vadim Reiter.

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